Wichtig: Prophylaxe für Hund und Katze

Berlin. Experten pro­phe­zei­en für die­ses Jahr eine regel­rech­te Zeckenplage! Die klei­nen Parasiten sind jetzt schon sehr aktiv und eini­ge Hundebesitzer muss­ten bestimmt schon die eine oder ande­re Zecke von ihrem Tier absam­meln. Da ein Zeckenstich immer die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern in sich birgt, ist es höchs­te Zeit, Hund oder Katze vor den Parasiten zu schüt­zen. „Das Gefährliche bei einem Zeckenstich ist, dass der Parasit mit sei­nem Speichel ver­schie­de­ne Krankheitserreger aus­schei­det. So über­trägt bei­spiels­wei­se der Holzbock und ande­re die Erreger der Borreliose und der Gehirnhautentzündung FSME“, warnt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK).

Aus die­sem Grund rät die BTK zur Prophylaxe und gibt Tipps zum Entfernen der läs­ti­gen Blutsauger:

  • Die beste Prophylaxe für Hund und Katze ist ein wirksamer Zeckenschutz.Die bes­te Prophylaxe ist ein wirk­sa­mer Zeckenschutz. Dafür eig­nen sich Spot-on-Präparate zum Auftragen auf die Haut, ein Wirkstoff-Halsband oder ein Zeckenschutz-Präparat, das dem Tier durch eine Tablette ver­ab­reicht wird. Achtung: Die Präparate nur nach Beratung beim Tierarzt anwen­den und nicht im Internet erwer­ben. Eine unsach­ge­mä­ße Anwendung kann ins­be­son­de­re für Katzen bzw. für Tiere mit bestimm­ten Vorerkrankungen gefähr­lich sein.
  • Da krank­ma­chen­de Erreger wie Borrelien oder Babesien, die durch die Zecke über­tra­gen wer­den kön­nen, erst nach zwölf bis 24 Stunden ins Blut gelan­gen, soll­ten Hund oder Katze nach jedem Aufenthalt im Freien gründ­lich abge­sucht und Zecken ent­fernt werden.
  • Eine fest­ge­so­ge­ne Zecke mit einer spe­zi­el­len Zeckenzange oder mit den Fingern so dicht an der Einstichstelle wie mög­lich (zwi­schen Haut des Tieres und Zeckenkopf) fas­sen und gefühl­voll aber beherzt und mög­lichst gera­de her­aus­zie­hen. Wenn ein Teil der Zecke in der Haut ste­cken­bleibt kann sich die­se Stelle ent­zün­den. Wenn das pas­siert oder schon vor­her Unsicherheit herrscht, soll­ten Tierhalter umge­hend einen Tierarzt aufsuchen.
  • Niemals „Hausmittel“ tes­ten, wie zum Beispiel Nagellack, Öl oder ähn­li­ches auf die Einstichstelle und die Zecke zu träu­feln! Der Parasit könn­te durch den „Stress“ sei­nen Mageninhalt in die Wunde ent­lee­ren, was die Übertragung von Krankheitserregern begüns­ti­gen kann.

Durch den ver­hält­nis­mä­ßig tro­cke­nen Sommer und mil­den Winter im ver­gan­ge­nen Jahr, hat­ten Zecken die bes­ten Bedingungen, sich zu ver­meh­ren. Deshalb soll­ten Tierbesitzer unbe­dingt die genann­ten vor­beu­gen­den Maßnahmen umset­zen, um ihre gelieb­ten Vierbeiner zu schützen.

Die Bundestierärztekammer ist eine Arbeitsgemeinschaft der 17 Landes-/Tierärztekammern in Deutschland. Sie ver­tritt die Belange aller rund 41.000 Tierärzte, Praktiker, Amtsveterinäre, Wissenschaftler und Tierärzte in ande­ren Berufszweigen gegen­über Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit auf Bundes- und EU-Ebene.

Bundestierärztekammer (BTK)