VIER PFOTEN klärt über Stressfaktoren für Hunde im Festtags-Getümmel auf

Hamburg. Die Weihnachtmarktsaison ist gestar­tet. Was für vie­le Menschen eine schö­ne Einstimmung auf Weihnachten bedeu­tet, kann für Hunde schnell zum gro­ßen Stressfaktor wer­den. Die glo­ba­le Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN emp­fiehlt, sei­nen Hund beim Weihnachtsmarkt-Besuch am bes­ten zu Hause zu las­sen und gibt Haltern Tipps, falls sich die Mitnahme nicht umge­hen lässt.

„Menschenmengen, lau­te Geräusche und ver­se­hent­li­che Tritte auf Pfoten und Rute sind für Hunde, die einen sehr aus­ge­präg­ten Hör- und Geruchssinn besit­zen, eher Horror als weih­nacht­li­che Vorfreude. Im dich­ten Weihnachtsmarkt-Getümmel sind sie vie­len frem­den Menschen, Reizen und Gerüchen aus­ge­setzt. Und nicht zuletzt beun­ru­higt es in der Regel auch den eige­nen Hund, wenn man sich selbst beim Weihnachtsmarkt-Besuch gehetzt fühlt oder sich durch Menschenmassen drän­gen muss“, sagt Dr. Sabrina Karl, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN.

So mini­mie­ren Sie Stress für Ihren Hund und sich selbst
Geht es nicht anders, und der Hund muss mit auf den Weihnachtsmarkt, soll­te man sich vor­ab erkun­di­gen, ob eine Hundemitnahme auf dem Weihnachtsmarkt erlaubt ist. Außerdem soll­te man im bes­ten Fall zu Tageszeiten gehen, zu denen es übli­cher­wei­se noch nicht so voll ist.

Ohne Hund auf den Weihnachtsmarkt„Führen Sie Ihren Hund auf dem Weihnachtsmarkt an einer kur­zen Leine. Dadurch ver­mei­den Sie Stolperfallen für ande­re Besucher. So kön­nen Sie auch bes­ser garan­tie­ren, dass er sich nicht mög­li­cher­wei­se an Glasscherben ver­letzt. Setzen Sie Ihrem Vierbeiner zur Sicherheit einen gut sit­zen­den Maulkorb auf, damit er nicht in die Versuchung kommt, auf dem Boden lie­gen­de Lebensmittel zu fres­sen, die für ihn schäd­lich oder sogar gefähr­lich sind. Zudem ver­mei­den Sie so, dass er aus Reflex zuschnap­pen kann, wenn er ver­se­hent­lich getre­ten wird. Vor Kälte kann ein wär­men­der Hundemantel schüt­zen. Wenn Sie einen klei­nen Hund haben, neh­men Sie ihn aus Schutz ger­ne auf den Arm“, sagt die VIER PFOTEN Heimtier-Expertin.

Erkennen, ob sich der Hund unwohl fühlt
Nicht jeder Vierbeiner erträgt den Stress, der mit gro­ßen Menschenansammlungen ein­her­geht. „Achten Sie auf Anzeichen von Unwohlsein: Hat Ihr Hund sei­ne Rute zwi­schen den Beinen ein­ge­klemmt? Sind sei­ne Ohren zurück­ge­legt, sei­ne Pupillen stark ver­grö­ßert und leckt er sich stän­dig über die Lippen oder hechelt ver­stärkt? Dann wird’s Zeit, dass Sie den Weihnachtsmarkt gemein­sam ver­las­sen. Das Tierwohl soll­te an ers­ter Stelle ste­hen“, sagt Dr. Sabrina Karl.

Der bes­te Tipp: Den Hund zu Hause lassen
Die kla­re Empfehlung von VIER PFOTEN lau­tet, dem Hund das Getümmel auf dem Weihnachtsmarkt am bes­ten zu erspa­ren. „Trainieren Sie recht­zei­tig posi­tiv und klein­schrit­tig das stress­freie Alleinsein mit Ihrem Hund und holen Sie sich gege­be­nen­falls Hilfe von einem zer­ti­fi­zier­ten Hundetrainer. Alternativ kön­nen Sie mit dem Hund ver­trau­te Freunde oder Nachbarn bit­ten, auf ihn auf­zu­pas­sen, wäh­rend Sie sich auf dem Weihnachtsmarkt ver­gnü­gen“, sagt die Expertin.