Bundesverband Bürohund bedauert Entscheidung des Deutschen Bundestags zur Ablehnung von Bürohunden
Berlin. Die Innere Kommission des Deutschen Bundestags hat Anfang Dezember entschieden, die bestehende Hausordnung nicht zu ändern und das Mitbringen von Hunden in den Büros von Abgeordneten und Mitarbeitern weiterhin auszuschließen. Eine Öffnung der Regelung wurde einvernehmlich abgelehnt. Der Bundesverband Bürohund e. V. bedauert diese Entscheidung. Aus Sicht des Verbands bleibt damit eine Chance ungenutzt, Arbeitsbedingungen in einem der anspruchsvollsten Arbeitsumfelder Deutschlands weiterzuentwickeln.
Der parlamentarische Betrieb ist geprägt von hoher zeitlicher Verdichtung, großer Verantwortung, öffentlichem Druck und komplexen Entscheidungsprozessen. Veröffentlichungen der Bertelsmann Stiftung zeigen, dass ehemalige Abgeordnete den Bundestag selbst als Arbeitsort mit erheblicher Dauerbelastung, ineffizienten Abläufen und begrenzten Möglichkeiten zur Regeneration beschreiben.
Auch der Blick auf die öffentliche Verwaltung insgesamt zeigt ein klares Bild. Krankenkassenberichte weisen seit Jahren auf überdurchschnittliche psychische Belastungen in verwaltungsnahen Tätigkeiten hin. Der DAK-Psychreport führt die öffentliche Verwaltung regelmäßig im oberen Bereich psychisch bedingter Fehlzeiten. Der TK-Stressreport nennt Übermaß an Arbeit, Termindruck und häufige Unterbrechungen als zentrale Stressfaktoren. Bedingungen, die für Bundestagsbüros exemplarisch sind.

„Gerade dort, wo unter dauerhaftem Zeitdruck Entscheidungen mit gesellschaftlicher Tragweite getroffen werden, braucht es Arbeitsbedingungen, die mentale Präsenz und Regeneration ermöglichen“, sagt Markus Beyer, ehrenamtlicher Vorsitzender des Bundesverbands Bürohund e. V. „Bürohunde sind kein Allheilmittel und ersetzen keine strukturellen Reformen. Sie können aber ein unterstützender Baustein sein, um Belastungsspitzen abzufedern und kurze Momente der Entlastung im Arbeitsalltag zu schaffen. Diese Option pauschal auszuschließen, halten wir für eine vertane Chance.“
Der Bundesverband Bürohund versteht die Entscheidung des Deutschen Bundestags nicht als Abschluss der Debatte, sondern als Anlass, die Frage gesunder Arbeitsbedingungen in politischen Institutionen weiterhin sachlich, differenziert und faktenbasiert zu führen.
Über den Bundesverband Bürohund
Der Bundesverband Bürohund e. V. (BVBH) engagiert sich als Pionier seit seiner Gründung 2014 dafür, die Zulassung von Hunden als vollwertiges Teammitglied in Büros zu erleichtern. Als gemeinnütziger Verein ist es das Ziel des Verbands, die Vorteile von Bürohunden in Unternehmen zu fördern und dabei zu helfen, Bürohunde harmonisch und zum gleichwertigen Wohle von Unternehmen, Menschen und Hunden in den Arbeitsalltag zu integrieren.




































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