Berlin (ots). Etwa 90 Hunde des Technischen Hilfswerks (THW) trai­nie­ren am letz­ten März-Wochenende im Berliner Westen die Suche nach ver­miss­ten Menschen. An dem Treffen in Berlin neh­men Rettungshunde-Einheiten aus ganz Deutschland teil. Ziel ist es, die bun­des­weit ver­teil­ten THW-Kräfte der bio­lo­gi­schen Ortung stär­ker zu ver­net­zen und den fach­li­chen Austausch zu fördern.

THW - erstes bundesweites RettungshundetreffenLuisa Busch ist die Ausbilderin in der Fachgruppe Ortung der Rettungshunde im THW-Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf, wel­che das Treffen initi­iert hat. „Das Treffen hat bis­her sei­nen Zweck erfüllt: Alle haben Spaß, Mensch und Hund, sie kom­men sich immer näher, ler­nen sich bes­ser ken­nen“, sagt Luisa Busch, und erklärt: „Schwerpunkt hier ist die Vernetzung. Wir wol­len von­ein­an­der ler­nen, denn gera­de bei der Arbeit mit Hunden gibt es ver­schie­de­ne Ansätze. Der Austausch ist wich­tig, um bei­spiels­wei­se von gegen­sei­ti­gen Ausbildungsmethoden zu profitieren.“

Am Freitag such­ten die Teams nach ver­miss­ten Personen in weit­läu­fi­gen und schwer zugäng­li­chen Flächen. Am Samstag folg­te die Trümmersuche, bei der die Rettungshundeteams das Auffinden ver­schüt­te­ter oder ein­ge­schlos­se­ner Personen in kom­ple­xen Schadenslagen üben, wie sie etwa nach einer Flutkatastrophe oder einer Gasexplosion ent­ste­hen kön­nen. Diese Suchart zählt zu den zen­tra­len Fähigkeiten der Rettungshundekomponente im THW. An bei­den Tagen trai­nie­ren außer­dem die Personensuchhundeteams des THW im umlie­gen­den Stadtgebiet.

Die Arbeit der Rettungshundeteams ist ein wesent­li­cher Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Sie kommt ins­be­son­de­re bei der Suche nach ver­miss­ten, ver­schüt­te­ten oder ein­ge­schlos­se­nen Menschen nach Naturkatastrophen, Unglücken oder Anschlägen zum Einsatz. Rettungshunde im THW sind auf die Lebendsuche spe­zia­li­siert, ins­be­son­de­re in der Trümmersuche, und wer­den zudem in der Flächensuche ein­ge­setzt. Gut aus­ge­bil­de­te Hunde kön­nen gro­ße oder schwer zugäng­li­che Areale schnell und zuver­läs­sig absu­chen und damit Einsatzkräfte bei der Suche ent­schei­dend unterstützen.

Die Hunde des THW sind nicht nur im In‑, son­dern auch im Ausland im Einsatz, wie nach dem gro­ßen Erdbeben in der Türkei 2023 und nach der Explosion am Hafen in Beirut 2020.

Fachgruppen Ortung mit bio­lo­gi­scher Komponente sind im THW ver­gleichs­wei­se sel­ten. Bundesweit gibt es 23 Fachgruppen Ortung Typ A (bio­lo­gisch und tech­nisch) und 9 Fachgruppen Ortung Typ B (bio­lo­gisch). Das Treffen dien­te des­halb haupt­säch­lich dazu, Erfahrungen aus­zu­tau­schen, Ausbildungsstände zu ver­glei­chen und von­ein­an­der zu lernen.

War dieser Betrag interessant bzw. hilfreich?
Deine Bewertung zeigt uns, was Dir und Deiner Fellnase gefällt – das ist wie ein Leckerli für uns.

0 / 5 Bewertung: 5 Bewertungen: 7

Ihre Bewertung: