Berlin (ots). Etwa 90 Hunde des Technischen Hilfswerks (THW) trainieren am letzten März-Wochenende im Berliner Westen die Suche nach vermissten Menschen. An dem Treffen in Berlin nehmen Rettungshunde-Einheiten aus ganz Deutschland teil. Ziel ist es, die bundesweit verteilten THW-Kräfte der biologischen Ortung stärker zu vernetzen und den fachlichen Austausch zu fördern.

Am Freitag suchten die Teams nach vermissten Personen in weitläufigen und schwer zugänglichen Flächen. Am Samstag folgte die Trümmersuche, bei der die Rettungshundeteams das Auffinden verschütteter oder eingeschlossener Personen in komplexen Schadenslagen üben, wie sie etwa nach einer Flutkatastrophe oder einer Gasexplosion entstehen können. Diese Suchart zählt zu den zentralen Fähigkeiten der Rettungshundekomponente im THW. An beiden Tagen trainieren außerdem die Personensuchhundeteams des THW im umliegenden Stadtgebiet.
Die Arbeit der Rettungshundeteams ist ein wesentlicher Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Sie kommt insbesondere bei der Suche nach vermissten, verschütteten oder eingeschlossenen Menschen nach Naturkatastrophen, Unglücken oder Anschlägen zum Einsatz. Rettungshunde im THW sind auf die Lebendsuche spezialisiert, insbesondere in der Trümmersuche, und werden zudem in der Flächensuche eingesetzt. Gut ausgebildete Hunde können große oder schwer zugängliche Areale schnell und zuverlässig absuchen und damit Einsatzkräfte bei der Suche entscheidend unterstützen.
Die Hunde des THW sind nicht nur im In‑, sondern auch im Ausland im Einsatz, wie nach dem großen Erdbeben in der Türkei 2023 und nach der Explosion am Hafen in Beirut 2020.
Fachgruppen Ortung mit biologischer Komponente sind im THW vergleichsweise selten. Bundesweit gibt es 23 Fachgruppen Ortung Typ A (biologisch und technisch) und 9 Fachgruppen Ortung Typ B (biologisch). Das Treffen diente deshalb hauptsächlich dazu, Erfahrungen auszutauschen, Ausbildungsstände zu vergleichen und voneinander zu lernen.







































Susanne Reinke - Online-Hundeschule Jagdfieber




