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Ausbildung und Erziehung

Wie verhalte ich mich richtig in einer Hundeauslaufzone?

VIER PFOTEN Tipps Hamburg. Meistens ist es nur ein unscheinbarer, eingezäunter Grünbereich mitten in der Stadt. Im Idealfall ist eine Hundeauslaufzone eine Wohlfühloase für unsere Vierbeiner, in der sie ausgelassen mit Artgenossen spielen können. Immer wieder jedoch kommt es in Hundeauslaufzonen zu unschönen Szenen: Hunde werden gemobbt, verhalten sich aggressiv, Hundehalter nehmen zu wenig Rücksicht auf fremde Hunde, es kommt zu Streit mit anderen Haltern etc. Mit ein paar Faustregeln lassen sich viele Konflikte vermeiden, rät VIER PFOTEN. Generell ist es wichtig, dass Hundehalter die Körpersprache der Hunde lesen und interpretieren können. So ist beispielsweise nicht jeder Vierbeiner für die Hundeauslaufzone geeignet. Für manche Tiere bedeutet sie schlicht Stress und Überforderung. „Auch wenn Herrchen oder Frauchen gerne hätten, dass ihr Hund mit Artgenossen spielt, sollte die Hundeauslaufzone dann besser gemieden werden,“ sagt Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN. Vor dem Betreten empfiehlt es sich außerdem, die Lage zu checken: Befindet …

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Stress-Symptome bei Therapiebegleithunden

Bremen/Wien. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an psychischen Erkrankungen (vgl. Olesen et al 2012). Gleichzeitig steigt die Zahl der Hunde, die als Therapiebegleithunde mit psychisch kranken Menschen in Kontakt kommen. Aus gutem Grund: Studien belegen, dass ausgebildete Tiere Krankheitssymptome wie Ängste und Depressionen lindern können (Cole et al 2007; Viau et al 2010; Sobottka 2013). Wie aber ergeht es den Hunden dabei? Diese Frage stellte sich ein Team von Wissenschaftlern aus Wien. „Von zertifizierten Therapiebegleithunden wird erwartet, dass sie auch in ungewohnten Situationen entspannt bleiben und Kommandos ihres Halters befolgen“, sagt Dr. Lisa Maria Glenk vom Messerli Forschungsinstitut. „Das könnte für die Tiere durchaus eine Belastung bedeuten.“ Über mehrere Monate begleiteten die Forscher 21 ausgebildete Therapiebegleithunde und ihre Halter in psychiatrische Einrichtungen in Österreich. Dabei wurden die Hunde in drei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe arbeitete ohne, eine mit Leine. Die dritte Gruppe umfasste Hunde, die sich noch in der …

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Vierbeiner als Helfer im Krankenzimmer

Vierbeiner als Helfer im Krankenzimmer

Die Frankenwaldklinik setzt künftig auch auf tiergestützte Therapie. Sie geht eine Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ein. Kronach. Hunde sind in den Räumlichkeiten von Krankenhäusern und Kliniken eigentlich nicht gern gesehen. In der Kronacher Frankenwaldklinik wird sich dies demnächst ändern. Wie die Klinik informiert, hat sie mit dem Therapiehundezentrum der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing einen Kooperationsvertrag geschlossen und wird damit neue Wege in Richtung tiergestützte Therapie gehen. Ziel dieser Kooperation sei es, die Ausbildung von Therapiebegleithundeteams zu fördern, die tiergestützte Therapie und Intervention zu bewerten und die Weiterbildung in diesem Bereich zu intensivieren. Auch Praktikumsplätze werde es in naher Zukunft geben. “Das Angebot soll zunächst in der Geriatrie und in der Pflegeeinrichtung ,Leben am Rosenberg’ implementiert werden”, erläutert Verwaltungsleiter André Naumann. Die tiergestützte Therapie ersetze keinen Arzt oder Pfleger, könne aber die Motivation des Patienten, aktiv an seiner Genesung mitzuarbeiten, deutlich erhöhen. Die Patientensicherheit sei dabei gewährleistet. “Die eingesetzten Hunde werden mehrfach …

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Sauerstoffmangel verantwortlich für das Warnen von Hunden bei Epilepsie und Diabetes

Diabetikerwarnhund

Geheimnis entschlüsselt Osterode. Das Team des Deutschen Assistenzhunde-Zentrums um die Pionierin der Diabetikerwarnhunde, Luca Barrett, erzielt bahnbrechende Erkenntnisse in einer Forschungsstudie: Hunde, die Unterzuckerungen, Überzuckerungen, Asthmaanfälle, Migräneanfalle und epileptische Anfälle im Vorfeld anzeigen, reagieren auf eine verringerte Sauerstoffsättigung im Körper von Betroffenen. In einer sieben Jahre andauernden Verhaltensstudie fanden die Forscher heraus, dass alle Hunde nicht nur auf Unterzuckerungen und Überzuckerungen gleich reagierten, sondern ebenfalls auf fokale epileptische Anfälle, Migräneanfälle und lebensgefährliche Asthmaanfälle. An der Studie nahmen über 1.000 Hunde in einem Alter zwischen drei Wochen und sieben Jahren teil, die über eine angeborene Fähigkeit verfügten zu warnen ohne Training erhalten zu haben. Das Warnen der Hunde zeigte sich durch stupsen an Hand, Ohr, Bein und Mund, lecken an Hand und Mund und Pfote auflegen und war bei allen Erkrankungen identisch. Hunde, die Unterzuckerungen anzeigten, warnten ebenfalls auf die selbe Art vor Migräneanfällen und fokale Anfällen im Vorfeld. Diese Beobachtung …

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So kommen sich Hund und Auto entspannt näher

Fahrschule für angstliche Vierbeiner Düsseldorf. Ob im Urlaub, beim Familienausflug oder auf dem Weg in die Natur: Der Hund gehört zur Familie und soll in vielen schönen Momenten dabei sein. Nicht immer sind die Strecken jedoch ohne Autofahrt zu bewältigen und mancher Hund steigt nicht gerne ein. Damit sich das vierbeinige Familienmitglied entspannt an die Autofahrten gewöhnen kann, gibt der Hundeausbilder und Ratgeberautor Anton Fichtlmeier einige Tipps mit auf den Weg. Problem erkennen und individuelle Lösung finden „Grundsätzlich ist zwischen zwei Problemen zu unterscheiden: Entweder der Hund hat Angst oder er verträgt die Fahrt nicht und ihm wird übel“, erklärt Fichtlmeier. Im zweiten Fall kann oft der Tierarzt weiterhelfen. „Es ist aber trotzdem sinnvoll, im Auto auszuprobieren, weshalb es dem Hund schlecht geht. Verschiedene Einstellungen bei Heizung und Belüftung können dafür verantwortlich sein. Manchen Hunden schlägt auch die Fahrt auf der Heckfläche des Kombis auf den Magen. Hier kann ein …

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Bundesministerium setzt sich für Assistenzhunde ein

Begleithunde sind für ihre Halter eine wichtige Stütze im Alltag, so auch beim Lebensmitteleinkauf

Betreten von Lebensmittelgeschäften mit Blindenführhund oder Assistenzhund erlaubt Verden. Immer wieder wird den Assistenzhunden behinderter Menschen der Zutritt zu Lebensmittel-Geschäften verweigert. Die Initiative Zukunft Heimtier begrüßt, dass sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft jetzt klar positioniert hat: Assistenzhunde sollen laut einer öffentlichen Mitteilung Zugang erhalten, um eine Diskriminierung behinderter Menschen zu vermeiden. Es ist eine rechtliche Grauzone: Die Betreiber von Lebensmittel-Geschäften müssen gemäß einer europäischen Verordnung grundsätzlich vermeiden, dass Tiere Zugang zu Räumen haben, in denen Lebensmittel zubereitet, behandelt oder gelagert werden. Diese Regelung gilt aber nicht für die ausgebildeten Assistenzhunde behinderter Menschen. Das stellte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) jüngst auf seiner Homepage klar: „In Sonderfällen kann gemäß den geltenden Vorschriften Haustieren der Zugang dennoch gestattet werden“, heißt es. „Das Mitführen von Blindenführhunden und anderen Assistenzhunden ist aus Sicht des BMEL ein solcher Sonderfall, denn das Verbot der Diskriminierung behinderter Menschen ist hier ausschlaggebend.“ Über seine …

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Was merken Hunde bei Unterzuckerungen und epileptischen Anfällen?

Geheimnis entschlüsselt Osterode. Das Team des Deutschen Assistenzhunde-Zentrums in Osterode um die Pionierin der Diabetikerwarnhunde, Luca Barrett, hat in einer Studie herausgefunden, auf was Hunde im menschlichen Körper reagieren, wenn sie eine Unterzuckerung, Überzuckerung oder einen epileptischen Anfall bemerken. Luca Barrett forschte mit ihrem Team seit sieben Jahren in einer Hundeverhaltensstudie an der über 1000 Hunde teilnahmen, wie Hunde auf Unterzuckerungen, Überzuckerungen und epileptische Anfälle reagieren. 2013 fand der medizinische Teil der Studie statt: Gemeinsam mit Medizinern trafen Hunde, die nicht auf die Unterzuckerungen, Überzuckerungen oder epileptischen Anfälle trainiert wurden, aber nachweislich die angeborene Fähigkeit bewiesen haben, solche einige Minuten im Vorfeld zu bemerken, auf ihnen bekannte und fremde Typ1 Diabetiker und Epileptiker mit fokalen Anfällen. Diese Hunde zeigten in der Studie jedes Mal an, wenn bei sowohl ihnen bekannten, als auch fremden Diabetikern, der Blutzucker in eine Unterzuckerung sank oder der Blutzuckerwert in eine Überzuckerung stieg. Bei Epileptikern zeigten …

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Lektion in Hundesprache: Was sagen uns Beschwichtigungssignale?

Schnupper... Foto: Jewgenia Stasiok

Düsseldorf. Zur Seite schauen, am Boden schnüffeln oder mit den Augen blinzeln – all diese Verhaltensweisen zählen zu den Beschwichtigungssignalen des Hundes. Diese dienen dazu, Konflikte zu umgehen und Spannungen abzubauen und sind ein wichtiger Teil der Hundesprache. Richtig gedeutet, verraten sie dem Menschen vieles über die Gemütslage ihres Vierbeiners. „Mit Beschwichtigungssignalen versuchen Hunde, bestimmte Situationen zu entschärfen, Auseinandersetzungen zu lösen oder sich selbst zu beruhigen“, erklärt Erika Müller, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft unabhängige Hundeschulen e.V. „Hunde haben ein riesiges Repertoire an Beschwichtigungssignalen.“ Häufig beobachtet werden zum Beispiel das Schlecken der Nase oder das Anlegen der Ohren. Viele Hunde drehen aber auch den Kopf zur Seite oder verlangsamen ihre Bewegungen. In erster Linie dienen die Beschwichtigungssignale der Kommunikation mit Artgenossen. Die Tiere teilen einander mit, wenn sie etwas beunruhigt, oder sie merken, dass ein anderer Hund beunruhigt ist. Sie beschwichtigen damit sich selber genauso wie ihr Gegenüber. „Daher sollten Hundehalter …

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Tierbesuchsdienste für Kinder, Jugendliche und Senioren

Vertrauen. Foto: Oliver-Haja

Voraussetzungen für ehrenamtliche Einsätze mit Hunden Nürnberg. Regelmäßige ehrenamtliche Besuche von Hundehaltern mit ihren Tieren sind in Einrichtungen für alle Alters- und Zielgruppen zunehmend gefragt. Entscheidend für den Erfolg der Einsätze ist eine entsprechende Vorbereitung und Ausbildung von Mensch und Tier. Die Zunahme tiergestützter Aktivitäten und Fördermaßnahmen in der Kinder-, Jugend-, Alten- und Behindertenpflege ist ein erfreulicher Tatbestand. Es gibt bereits eine Vielfalt solcher Angebote bei unterschiedlichen Zielgruppen, aber auch Beschreibungen von beobachteten Reaktionsmustern der Klienten in ihrer Mensch-Hund-Interaktion. Informationsdefizite existieren allerdings in Bezug auf die Voraussetzungen, die Mensch und Hund erfüllen müssen, um als Team effektiv tiergestützte Fördermaßnahmen anbieten und durchführen zu können. Der Verein Therapiehunde Franken e.V. hat solche Rahmenbedingungen nicht nur definiert, sondern praktiziert diese auch konsequent in der Ausbildung und dem praktischen Einsatz. Dabei gilt folgendes Anforderungsprofil: Vorstellung und Stresstest des Hundes Der Hund wird dabei bestimmten Situationen ausgesetzt, denen er auch im praktischen Einsatz begegnen wird: Zum …

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