PETA-Expertin gibt Tipps zur unterstützenden, tiergerechten Körperpflege
Stuttgart. Wenn die Tage kürzer werden, bereiten sich Hunde und Katzen auf die kältere Jahreszeit vor – der Fellwechsel beginnt. Ausgelöst wird dieser hormonell gesteuerte Vorgang bei Tieren durch die sich verändernden Temperaturen und Tageslichtlängen. Der Fellwechsel dauert etwa sechs bis acht Wochen, in denen der tierische Organismus auf Hochtouren läuft und Tierhalter vermehrt lose Haare beseitigen müssen. Eine unterstützende Fellpflege kann der Flusen-Schwemme jedoch gezielt entgegenwirken und insbesondere langhaarige Tiere entlasten. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, hat einige Tipps zusammengestellt, die Hunden, Katzen und Haltern die Zeit des Fellwechsels erleichtern.
„Der Fellwechsel ist eine physiologische Belastung für Hunde und Katzen“, so Jana Hoger. „Sie müssen das Sommerfell abstoßen und einen schützenden Winterpelz mit einem höheren Anteil an isolierender Unterwolle produzieren. Durch eine tiergerechte Fellpflege können Hunde- und Katzenhalter ihre Vierbeiner dabei aber gezielt unterstützen.“

Viele Hunde und Katzen empfinden die Fellpflege mit Fellpflegehandschuhen als wohltuend: Handschuhe mit Kunststoffnoppen schonen die empfindliche Tierhaut und lösen lockere Haare. Diese Art der Pflege kommt einer Massage oder dem Streicheln sehr nah und wird von tierischen Begleitern zumeist sehr genossen. Insbesondere bei kurzhaarigen Tieren ist der Handschuh sinnvoll. Für alle langhaarigen Vierbeiner gilt: Kämme und Striegel sollten nicht zu scharf sein, ansonsten besteht Verletzungsgefahr.
Gebürstet wird in Wuchsrichtung der Haare stets vom Kopf abwärts in Richtung des Körpers und der Beine: Bei Tieren mit dichtem Fell ist es ratsam, sich durch immer neue Scheitel vorwärtszuarbeiten. Diese dann nach und nach vom Hals abwärts ziehen, um das Fell jeweils rechts und links von der gezogenen Kammlinie ordentlich durchzuarbeiten. So kann die wärmende Unterwolle schonend ausgekämmt werden. Diese Art der Fellpflege für langhaarige Tiere wird als „Line-Brushing“ bezeichnet.
Die Zugabe von ungesättigten Fettsäuren zur Tiernahrung kann den Haut- und Haarstoffwechsel fördern: Kleine Ölmengen regen das Haarwachstum an und können bei schuppiger Haut oder trockenem, struppigem Fell helfen. Hunde und Katzen benötigen vorwiegend Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung. Daher empfiehlt es sich, dem Futter im regelmäßigen Wechsel Leinöl, Rapsöl, Walnussöl und Hanföl hinzuzufügen. Aber Vorsicht: Zu viel Öl kann Verdauungsbeschwerden verursachen.
Aufgepasst: Verlieren Tiere plötzlich eine große Menge an Haaren und leiden unter Juckreiz in Form von kreisrunden, haarlosen, geröteten Stellen, sollten Menschen mit ihren Lieblingen eine tierärztliche Praxis aufsuchen. Auslöser können sowohl Pilzerkrankungen als auch immunologische oder hormonelle Erkrankungen sein, die unbedingt behandelt werden müssen.



































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