VIER PFOTEN gibt Tipps, wie Sie Ihren Hund beim Spaziergang schützen

Hamburg. Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, des­sen Raupen in Eichenwäldern vor­kom­men. Je nach Witterung kom­men die Raupen ab Mitte April oder Anfang Mai von den Bäumen her­un­ter und wer­den schließ­lich bis Juli zu Faltern. In die­ser Verpuppungszeit stel­len sie eine gro­ße Gefahr nicht nur für Menschen, son­dern auch für Hunde dar. VIER PFOTEN gibt Tipps, wie Sie Ihr Tier vor den gefähr­li­chen Raupen und deren Nestern schützen.

Was macht den Eichenprozessionsspinner für Hunde so gefährlich?
EichenprozessionsspinnerWährend des letz­ten Larvenstadiums, wenn die Raupen einen dunk­len Streifen mit weiß­li­chen Linien auf jeder Seite haben, ent­wi­ckeln sie fei­ne, kur­ze und hoh­le Brennhaare, die ihren gesam­ten Körper bede­cken. Diese Haare sind beson­ders gefähr­lich, weil sie eine rei­zen­de Substanz ent­hal­ten. „Mit jeder Häutung nimmt die Anzahl und Länge der Brennhaare zu – und somit auch die Gefahr für den Hund, mit die­sen in Berührung zu kom­men“, sagt VIER PFOTEN Heimtier-Expertin Dr. Sabrina Karl.

Auf die­se Symptome soll­ten Hundehalter achten
Kommen die­se Brennhaare mit der Haut oder den Schleimhäuten des Hundes in Berührung, drin­gen sie in das Gewebe ein, set­zen sich mit ihren klei­nen Widerhäkchen fest und son­dern ein Nesselgift ab. „Die gefähr­li­chen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners kön­nen bei Hunden star­ken Juckreiz, Hautausschläge oder sogar Fieber und Erbrechen her­vor­ru­fen. Auch Bindehautentzündungen, Atembeschwerden und all­er­gi­sche Reaktionen bis hin zum lebens­be­droh­li­chen ana­phy­lak­ti­scher Schock sind mög­lich. Im schlimms­ten Fall kann ein Erstickungstod die Folge sein. Zeigt Ihr Tier Anzeichen die­ser Symptome, suchen Sie unbe­dingt schnellst­mög­lich einen Tierarzt auf“, rät die VIER PFOTEN Expertin.

Schnuppern, Schlecken oder Knabbern verboten
Hund vor dem Eichenprozessionsspinner zu schützenDamit der Hund gar nicht erst in Berührung mit einem Eichenprozessionsspinner kommt, emp­fiehlt es sich, bei Spaziergängen in den Frühjahrsmonaten beson­ders wach­sam zu sein: „Vermeiden Sie nach Möglichkeit Spaziergänge mit Ihrem Hund in Gegenden mit vie­len Eichen und hal­ten Sie Ihren Hund von Bäumen fern, die befal­len sein könn­ten“, sagt Dr. Sabrina Karl. „Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund kei­ne Nester beschnup­pert, dar­an schleckt oder knab­bert. Denn auch in den Nestern der Eichenprozessionsspinner, die gewöhn­lich kup­pel- oder trop­fen­för­mig – zunächst sei­dig weiß und spä­ter braun – an den Bäumen kle­ben, befin­den sich die gefähr­li­chen Brennhaare.“

Hunde in betrof­fe­nen Gebieten unbe­dingt anleinen
Doch nicht nur der direk­te Kontakt mit den Raupen selbst stellt eine Gefahr dar: Eichenprozessionsspinner-Raupen wer­fen ihre Haare auch als Abwehrmechanismus ab, wenn sie sich gestört oder bedroht füh­len. „Schauen Sie des­halb genau, wo Ihr Hund schnüf­felt oder her­um­tollt. Nehmen Sie Ihr Tier in betrof­fe­nen Gebieten unbe­dingt an die kur­ze Leine“, sagt Dr. Karl. Außerdem soll­ten Halter stets aktu­el­le Warnhinweise, die von den zustän­di­gen Behörden her­aus­ge­ge­ben wer­den, oder ent­spre­chen­de Hinweisschilder beachten.

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