2. März 2013

Haustiere in fast jedem zweiten Haushalt

Trotzdem: Haustierhaltung eher rückläufig • Kaum tierische Mitbewohner in Senioren- und Singlehaushalten

hund-haustiereakz-o. Immer wieder kommt er auf: der Wunsch nach einem Haustier, bei Kindern sowie gleichermaßen bei Erwachsenen. Laut einer repräsentativen Umfrage der tns Emnid mit über 1.000 Personen in Deutschland im Auftrag der Gagfah Group, Deutschlands größtem börsennotiertem Wohnungsunternehmen, werden derzeit in 40 Prozent der deutschen Haushalte Haus, genauer Heimtiere gehalten. Gefühlt scheint dieser Wert eine Überraschung: Bei der Liebe der Deutschen zu ihren Heimtieren und dem starken Trend zu den unterschiedlichsten Tiersendungen im TV ließe sich vermuten, dass deutlich mehr als die Hälfte der Bundesbürger einen tierischen Weggefährten beherbergt. Vergleicht man diesen Wert jedoch mit den Statistiken vergangener Jahre, ist er gar nicht mehr so erstaunlich: Zwischen 2008 und 2010 nimmt die Haustierhaltung in Deutschland nur sehr geringfügig zu. Für das Jahr 2011 ermittelt der Industrieverband Heimtierbedarf e. V. sogar einen leichten Rückgang der Heimtierpopulation.

Der typische Heimtierhalter ist laut Emnid-Studie entweder zwischen 40 und 49 (53 Prozent) oder zwischen 14 und 29 (52 Prozent) Jahren alt und lebt zumeist in Drei-Personen-Haushalten (55 Prozent). Weder Schulbildung, Geschlecht noch Berufstätigkeit des Befragten scheinen ausschlaggebende Faktoren bei der Tierhaltung in deutschen Haushalten zu sein, hier kreisen die Prozentzahlen um den Bundesdurchschnitt – 40 Prozent haben Haustiere, 60 Prozent haben keine. Anders verhält sich dies beim Alter und der Personenanzahl im Haushalt: Während Jüngere und Familien sowie Mehrpersonenhaushalte eher zur Haustierhaltung neigen, finden sich bei Personen ab 60 (27 Prozent) und in Single-Haushalten (26 Prozent) kaum Heimtiere. Geografisch betrachtet gibt es tendenziell mehr Haustiere im Osten als im Westen, vornehmlich in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Die liebsten Heimtiere der Deutschen sind mit weitem Abstand Katzen, gefolgt von Kleintieren und Hunden. Während für die Haltung von Kleintieren, wie Hamster, Meerschweinchen und auch Zierfischen, nicht die Erlaubnis des Vermieters vonnöten ist, sind Hunde und Katzen nicht immer erlaubt. Bei der Anschaffung „potenziell gefährlicher Tiere“, wie zum Beispiel (Gift-)Schlangen, Spinnen, Warane etc., muss die Heimtierhaltung generell mit dem Vermieter abgesprochen werden. Zudem können je nach Bundesland Melde-, Nachweis- und Dokumentationspflichten anfallen – beispielsweise beim Ordnungsamt. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, jede Heimtierhaltung mit dem Vermieter abzusprechen und dessen Erlaubnis einzuholen. Auf die Regelung im Mietvertrag ist unbedingt zu achten, denn der Vermieter kann in jedem Fall auf der Abschaffung des Tieres bestehen.

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