Stuttgart. Am kommenden Himmelfahrtstag, 14. Mai, sind wieder zahlreiche Gruppen in ganz Deutschland unterwegs – oft mit Bollerwagen, lauter Musik und reichlich Alkohol. Jana Hoger, PETA-Fachreferentin und Tierpsychologin mit dem Schwerpunkt Hund, warnt eindringlich davor, Hunde auf solche Ausflüge mitzunehmen. Für die Tiere bedeuten die Touren erheblichen Stress, gesundheitliche Risiken und im schlimmsten Fall Lebensgefahr.

Warum Hunde an Himmelfahrt besser zu Hause bleiben sollten:
- Lautstärke und betrunkene Menschen: Hunde reagieren sehr sensibel auf laute Musik, gröhlende Menschen und hektische Bewegungen. Diese Situationen können Angst, Stress oder sogar Panik auslösen, weil die Tiere nicht verstehen, was um sie herum passiert.
- Alkoholisierte Hundehalter: Unter Alkoholeinfluss lässt die Aufmerksamkeit nach, und Reaktionen werden langsamer. Dadurch steigt das Risiko, dass Hunde falsch eingeschätzt, ihre Körpersprache nicht verstanden oder sie aus Versehen losgelassen oder in lebensgefährliche Situationen gebracht werden.
- Hitze und Dehydrierung: Viele Vatertagstouren dauern mehrere Stunden, oft ohne Schatten oder ausreichende Pausen. Hunde können schnell überhitzen, da sie ihre Körpertemperatur nur über Hecheln regulieren können – ein ernstes Gesundheitsrisiko.
- Gefahr durch Glasscherben und Müll: Auf beliebten Routen liegen häufig Scherben oder Kronkorken. Pfotenverletzungen sind schmerzhaft und können sich leicht entzünden, wenn sie nicht sofort behandelt werden.
- Überforderung: Ungewohnte Geräusche, fremde Menschen und unkontrollierte Situationen können Hunde massiv überfordern. Das führt nicht nur zu Stress, sondern kann auch unvorhersehbare Reaktionen wie Fluchtversuche oder Abwehrverhalten auslösen.
Tipps für Menschen, die ruhigere Touren an Himmelfahrt planen:
- Regelmäßige Pausen im Schatten einplanen.
- Touren durch Waldwege und über ruhige Felder wählen.
- Hunde ausreichend mit Geschirr und gegebenenfalls Laufleine sichern.
- Ausreichend Wasser und eine tragbare Trinkschale mitnehmen – und immer wieder anbieten.
- Abstand zu lauten Gruppen halten.
- Hunde auch vor „gut gemeinten“ Streicheleinheiten durch fremde Menschen bewahren.
- Pfoten vor Glasscherben schützen.
- Hunde niemals unbeaufsichtigt lassen.



































Susanne Reinke - Online-Hundeschule Jagdfieber







