17. Januar 2019

Hundepfoten im Winter: Schutz und Pflege bei Streusalz und Splitt

PETA-Expertin gibt Tipps für den Schneespaziergang

In der Winterzeit brauchen Hundepfoten besondere Pflege (Foto: © PETA)Stuttgart. So kommen sensible Hundepfoten sicher durch die frostige Jahreszeit: Minustemperaturen können in den kommenden Tagen bundesweit für vereiste Straßen und glatte Gehwege sorgen. Insbesondere „Stadthunde“ leiden in diesen Tagen unter Streusalz und spitzem Splitt. Damit Hunde sicher und zufrieden durch den Winter kommen, sollten Menschen mit vierbeinigen Freunden gestreute Wege nach Möglichkeit meiden beziehungsweise vor und nach dem Spaziergang pflegende Maßnahmen ergreifen. Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA, hat hilfreiche Tipps für Hundehalter zusammengestellt.

„In der Winterzeit brauchen Hundepfoten besondere Pflege“, so Jana Hoger. „Bestenfalls reiben Hundefreunde die Pfoten des Hundes vor dem Spaziergang mit einer Pfotenschutzcreme ein und spülen die Rückstände nach dem Spaziergang zu Hause mit warmem Wasser wieder ab. Wenn die Vierbeiner besonders empfindlich sind oder bereits entzündete Pfoten haben, können spezielle Hundeschuhe Abhilfe schaffen – allerdings mögen nicht alle Hunde eine solche Fußbekleidung. In diesem Fall sollten Hundehalter mit Salz und Splitt gestreute Wege nach Möglichkeit gänzlich meiden.“

Hunden kann das Streusalz an den ungeschützten Ballen brennen, und so kann ihnen der Spaziergang weniger Freude machen. Ohne ein anschließendes lauwarmes Pfotenbad lecken die Tiere das Salz zuhause oftmals ab – das kann zu Magenproblemen führen. Zudem trocknet das Streusalz die Ballenhaut aus, wodurch sich schmerzhafte Risse bilden können. Spitzer Splitt und Eiskanten setzen den angegriffenen Pfoten zusätzlich zu. In den Haarbüscheln zwischen den Zehen können sich Schneeklumpen bilden. Es ist daher ratsam, das Fell an den betreffenden Stellen etwas zu stutzen oder den Schnee während des Spaziergangs sanft zu entfernen. Hundefreunde sollten zudem darauf achten, dass ihre vierbeinigen Begleiter keinen Schnee essen. Dieser enthält nicht nur Giftstoffe aus der Luft, sondern häufig auch Anteile von Streusalz, wodurch es zu gefährlichen Brechdurchfällen kommen kann. Darüber hinaus kann der kalte Schnee bei empfindlichen Hunden zu einer Magenschleimhautentzündung führen.

In zahlreichen Kommunen ist der Einsatz von Streusalz bereits verboten, da diese Streumethode schädlich für Tiere und Umwelt ist. Alle Kommunen und Privathaushalte, die noch mit Streusalz arbeiten, bittet PETA, auf eine tierfreundliche Variante umzusteigen. Neben Asche oder Sand bieten sich auch Holzspäne an.

PETA Deutschland e.V.

Veröffentlicht in: Gesundheit