Boppard. Viele freu­en sich in der när­ri­schen Zeit auf bun­te Kostüme und aus­ge­las­se­ne Feiern. Für den vier­bei­ni­gen Freund kann die Karnevalszeit aber eine ech­te Herausforderung darstellen.

Ob Karneval mit Hund letzt­lich eine gute Idee ist, hängt von ver­schie­de­nen Faktoren ab. Auf jeden Fall ist es wich­tig, den Charakter und das Wesen des Hundes zu berück­sich­ti­gen. Ängstliche oder sen­si­ble Hunde soll­ten nicht mit auf lau­te und über­füll­te Karnevalsveranstaltungen genom­men wer­den. Für die­se Hunde ist das abso­lu­ter Stress.

Karnevalsumzüge mei­den
Zu Karnevalsumzügen soll­te der Hund auf kei­nen Fall mit­ge­nom­men wer­den. Die lau­te Geräuschkulisse, das Menschengedränge und eine unge­wohn­te Umgebung kön­nen für ihn äußerst stres­sig sein. Hunde haben ein bes­se­res und fei­ne­res Gehör als der Mensch und kön­nen durch den hohen Lärmpegel über­for­dert wer­den. Zudem besteht die Gefahr, dass der Hund im Karnevalsgetümmel ver­letzt oder ver­se­hent­lich getre­ten wird.

Hund und KarnevalKostüme für Hunde vermeiden
Auch wenn es ver­lo­ckend sein mag, den Hund zu ver­klei­den, ist das kei­ne gute Idee. Den Spaß dar­an hat der Mensch, ob der Hund sich dabei wohl­fühlt, steht auf einem ande­ren Blatt. Wer sei­nen Hund unbe­dingt ver­klei­den möch­te, soll­te dar­auf ach­ten, dass das Kostüm bequem ist und sei­ne Bewegungsfreiheit nicht einschränkt.

Tipps für einen ent­spann­ten Karneval mit Hund
Wer sich ent­schei­det, sei­nen Hund zum bun­ten Karnevalstreiben mit­zu­neh­men, soll­te eini­ge Punkte beachten:

  • Den Hund früh­zei­tig an lau­te Geräusche und an vie­le Menschen gewöh­nen, indem man etwa beleb­te Orte besucht oder zu Hause die Musik mal etwas lau­ter stellt.
  • Bei Spaziergängen ruhi­ge Wege abseits von Feierlichkeiten wäh­len. Der Hund soll­te an der Leine geführt wer­den und ein Halsband mit sei­nen Daten tra­gen. Stets auf Glasscherben und her­um­lie­gen­de Süßigkeiten ach­ten, die für den Hund gefähr­lich sein können.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Hund einen ruhi­gen Rückzugsort hat, an dem er sich von dem Trubel erho­len kann. Das kann etwa eine Decke im Auto oder eine ruhi­ge Ecke in der Wohnung sein.
  • Ausreichend Wasser und Futter für den Hund bereithalten.
  • Wenn der Hund Anzeichen von Stress oder Überforderung zeigt, soll­te der Hund nach Hause gebracht werden.

Für die meis­ten Hunde ist es am bes­ten, wenn sie wäh­rend der Karnevalszeit zu Hause blei­ben. Geschlossene Fenster und Türen sor­gen für eine ruhi­ge Umgebung. Optimal ist es, wenn eine ver­trau­te Person beim Hund bleibt und ihn zu Hause betreut, wäh­rend man selbst fei­ern geht. Karneval mit Hund kann eine schö­ne Erfahrung sein, wenn man sei­ne Bedürfnisse respek­tiert und auf sein Wohlbefinden ach­tet. Was für uns Menschen Ausgelassenheit und Spaß bedeu­tet, kann für den Vierbeiner eine gro­ße Belastung sein – und das muss nicht sein. [Stefan Richter]