Hilfe für Hunde in abgelegenen Dörfern

Moers. In der rumä­ni­schen Region Gorj ist Anfang Juli das ers­te von VETO finan­zier­te Kastrationsmobil in Betrieb gegan­gen. Ziel des Projekts ist es, dem mas­sen­haf­ten Tierleid in Rumänien durch flä­chen­de­cken­de Kastrationen ent­ge­gen­zu­wir­ken. Das Mobil bringt tier­ärzt­li­che Hilfe direkt in abge­le­ge­ne Dörfer, in denen es bis­lang kei­ne Versorgung gab.

Ein Meilenstein für nach­hal­ti­gen Tierschutz
VETO - KastrationsmobilIn vie­len länd­li­chen Regionen Rumäniens fehlt es an tier­ärzt­li­cher Infrastruktur – Kastrationen sind für Tierhalter schwer erreich­bar oder unbe­zahl­bar. Das neue Kastrationsmobil bringt nun kos­ten­lo­se Eingriffe dort­hin, wo sie am drin­gends­ten gebraucht wer­den. Zielgruppe sind in ers­ter Linie Hundehalter, aber auch ein­zel­ne Straßentiere kön­nen – je nach Möglichkeit – ver­sorgt wer­den. Die Aktion wird in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Gorj und dem Tierschutzverein Happy Paws Germany umgesetzt.

Gemeinsam gegen das Leid
Die Anschaffung des Kastrationsmobils wur­de im Rahmen der VETO-Kampagne „Zum Tode Verurteilt“ 2024 durch Spenden aus der Community ermög­licht. Seitdem arbei­tet das VETO-Team gemein­sam mit loka­len Partnern dar­an, dem Elend der Straßenhunde durch nach­hal­ti­ge Kastrationsprogramme lang­fris­tig ent­ge­gen­zu­wir­ken. Der lau­fen­de Betrieb des Mobils wird wei­ter­hin aus­schließ­lich durch Spenden finanziert.

„Mit die­sem Projekt kön­nen wir das Problem an der Wurzel packen. Jede ein­zel­ne Kastration ver­hin­dert neu­es Leid. Unser Ziel ist es, mobi­le Einsätze lang­fris­tig auch in ande­ren Ländern umzu­set­zen, in denen Straßentiere mas­siv lei­den“, so André Meyer, Projektleiter bei VETO.

Ein star­ker Start in der Region Gorj
VETO Kastrationen - Tierarzt Radu HotobocDer ers­te Einsatztag des neu­en Kastrationsmobils in der Region Gorj war ein vol­ler Erfolg: Innerhalb von vier Tagen wur­den 73 Hunde kas­triert. Die Resonanz war so hoch, dass sich sogar eini­ge Menschen spon­tan am Einsatztag über­zeu­gen lie­ßen, ihre Tiere kas­trie­ren zu las­sen – ein ermu­ti­gen­des Signal für die Aufklärungsarbeit vor Ort. Besonders hilf­reich war dabei der Abhol- und Rückbringservice der Hunde: Für vie­le Menschen bedeu­te­te das eine enor­me Erleichterung und senk­te die Hemmschwelle zur Teilnahme deutlich.

„Das Kastrationsmobil ist für uns ein Meilenstein im Tierschutz – es ermög­licht pro­fes­sio­nel­le Hilfe in ent­le­ge­nen Regionen und wird von der Bevölkerung sehr gut ange­nom­men. Ohne die Unterstützung der Spenderinnen und Spender wäre das nicht mög­lich gewe­sen“, sagt Nicole Grube von Happy Paws Germany.

Langfristiges Ziel: weni­ger Welpenleid
VETO - Kastrationen StraßentiereZiel ist es, lang­fris­tig die Zahl unge­woll­ter Welpen dras­tisch zu sen­ken. „Wir wün­schen uns, dass wir irgend­wann durch rumä­ni­sche Dörfer gehen kön­nen und nur noch kas­trier­te Hunde sehen – kei­ne aus­ge­setz­ten Welpen mehr, die auf der Straße ums Überleben kämp­fen“, sagt Nicole Grube. Das Kastrationsmobil soll regel­mä­ßig ein­ge­setzt wer­den, auch in neu­en Gemeinden.

Kastration allein reicht nicht – Aufklärung schafft Akzeptanz
Die Kombination aus tier­ärzt­li­chem Einsatz, geziel­ter Aufklärungsarbeit durch loka­le Behörden und ergän­zen­den digi­ta­len Informationen (z. B. via QR-Code am Mobil) ist ein zukunfts­wei­sen­der Ansatz: Sie stärkt das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung und schafft lang­fris­ti­ge Akzeptanz für Kastrationen – ein zen­tra­ler Schritt im euro­päi­schen Tierschutz.

VETO ver­folgt das Ziel, mobi­le Kastrationen über­all dort zu eta­blie­ren, wo Straßentierpopulationen außer Kontrolle gera­ten – und dabei die Aufklärung und Beteiligung der Menschen vor Ort mit­zu­den­ken. Denn nach­hal­ti­ger Tierschutz beginnt im Kopf.