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Keine Hunde im Backofen!

Die Tierschutzorganisation TASSO warnt vor riskanter Nachlässigkeit

Sulzbach/Ts. Im April ist ein Hund im Kreis Düren gestorben, weil sein Halter ihn im heißen Fahrzeug zurückgelassen hatte. Es war der erste Fall in diesem Jahr. Doch der Erfahrung nach wird es nicht der letzte sein. Daher setzt die Tierschutzorganisation TASSO e.V. auch in diesem Jahr mit ihrer Aktion „Hund im Backofen“ auf eine breite Aufklärung über diese noch immer unterschätzte Gefahr.

Tödliche Hitzefalle: Jedes Jahr sterben Hunde im Sommer im aufgeheizten Auto, weil Tierhalter die Gefahr unterschätzen (Foto: TASSO e.V.)Besonders grausam an diesem ersten öffentlich bekannt gewordenen Fall des Jahres ist (HN-Artikel): Hinter der Windschutzscheibe lag ein Zettel, auf dem stand: „An alle Neugierigen! Es sitzt ein Hund im Auto, ich weiß das und es geht ihm gut! Jetzt kümmern Sie sich um Ihre Sachen und mischen Sie sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen!“ Es ging dem Hund jedoch alles andere als gut. Die schließlich hinzu gerufenen Polizeibeamten konnten das Tier nur noch tot aus dem Fahrzeug befreien. „Es ist schrecklich, dass noch immer so vielen Menschen nicht bewusst ist, was sie ihren vierbeinigen Begleitern antun, wenn sie sie im Auto zurücklassen“, stellt TASSO-Leiter Philip McCreight ernüchtert fest. Er erklärt: „Schon wenige Minuten reichen, um ein Auto in einen unerträglich heißen Backofen zu verwandeln. Leider wird das oft noch immer nicht ernst genommen.“ Diese Gefahr beginnt nicht etwa erst, wenn es wirklich heiß wird, sondern viel früher. Schon ab 20 Grad kann sich das Auto in eine tödliche Falle verwandeln. Auch wenn der Himmel etwas bedeckt ist, bedeutet das keine Sicherheit.

Warum ist die Gefahr so groß?
Wird es heiß, schwitzen wir Menschen. Unser Körper reguliert so seine Temperatur. Hunden ist dies nicht möglich. Sie regulieren Ihren Wärmehaushalt über das Hecheln, wobei sie viel Wasser verlieren. Überhitzen sie zu stark, droht ein Kreislaufkollaps und damit auch der Tod. TASSO appelliert daher an alle Hundehalter, ihre Vierbeiner bei warmen Temperaturen keinesfalls im Auto zu lassen. Auch wenn eine Erledigung nur wenige Minuten dauern soll, ist das Risiko einfach zu groß. Schließlich steht das Leben eines uns anvertrauten Tieres auf dem Spiel.

Im Notfall eingreifen
Wer an einem warmen Tag einen Hund im Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, sollte sofort versuchen, den Halter ausfindig zu machen und anderenfalls die Polizei informieren. Weitere Tipps für den Ernstfall hat TASSO hier zusammengefasst: www.tasso.net/hund-im-backofen.

© TASSO e.V.

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