9. Oktober 2018

Martin Rütter im Interview zum 10-Jährigen Jubiläum

Köln. Zehn Jahre „Der Hundeprofi“ – das sind insgesamt 100 Folgen und 200 „Felle“, denen Tierpsychologe Martin Rütter bereits vor laufender Kamera geholfen hat. Damit ist die VOX-Sendung die am längsten laufende Coaching-Doku im deutschen Fernsehen, die bereits seit 30. August 2008 zu sehen ist.

Hundeprofi Martin Rütter (Foto: MG RTL D/Boris Breuer)Hätten Sie gedacht, dass Sie mal zehn Jahre „Der Hundeprofi“ feiern würden?
Martin Rütter: „Ich finde es echt Wahnsinn, dass wir mit der Sendung mittlerweile im zehnten Jahr angekommen sind. Darüber freue ich mich riesig! Heute ist ‚Der Hundeprofi‘ eine Marke, die mich gleichzeitig mit Stolz, Dankbarkeit und Vorfreude erfüllt. Dabei weiß ich es überaus zu schätzen, dass mir VOX als echter Partner dieses Revier gibt, in welchem ich mich ohne inhaltliche Vorgaben und Beschneidungen seitens des Senders zum Wohle der Mensch-Hund-Beziehung entfalten kann.“

Warum ist ihrer Meinung nach das Format immer noch so beliebt bei den Zuschauern?
Martin Rütter: „Insgesamt glaube ich, dass diese Mischung aus Authentizität, hoher Fachkompetenz und Freude an der Arbeit die Beliebtheit erklärt. Die Leute merken: ‚Der Rütter hat Ahnung von dem, was er da macht. Er ist echt, verstellt sich nicht. Und er sieht nicht immer alles so bierernst, bei dem darf Hundetraining auch Spaß machen.‘“

Gab es in zehn Jahren „Hundeprofi“ einen Hund, der Ihnen ganz besonders in Erinnerung geblieben ist, den Sie am liebsten mitgenommen hätten?
Martin Rütter: „Ich muss ja eine gewisse berufliche Distanz wahren und nicht so emotional werden, um gut beraten zu können. Aber natürlich trifft man immer mal wieder einen Hund, bei dem man denkt: ‚Ach, dieser Schlingel, das wäre doch was.‘ Insgesamt muss ich sagen, dass jeder Hund, den ich in dieser Zeit kennengelernt habe, für mich besonders war.“

Was haben Sie in zehn Jahren „Hundeprofi“ dazu gelernt?
Martin Rütter: „Unbeschreiblich viel. Fortbildung geschieht bei mir immer wieder bei der Arbeit mit Mensch und Hund auf dem Trainingsplatz. Und es vergeht eigentlich kein Tag, ohne dass ich wieder etwas dazugelernt habe.“

Was hat sich Ihrer Meinung nach in den vergangenen zehn Jahren in Sachen Hundehaltung verändert?
Martin Rütter: „Auch wenn ich natürlich beim ‚Hundeprofi‘ immer erst komme, wenn es Probleme gibt, muss ich trotzdem sagen: Dem Hund geht es heute im Kreise der Menschen so gut wie nie zuvor. Bei den Leuten verfestigt sich immer mehr der Gedanke, dass der Hund ein Teil unserer Gesellschaft und ein wichtiger Bestandteil der Familie ist. Seine Bedürfnisse werden mehr und mehr erkannt und gestillt.“

Passieren sogar Ihnen manchmal noch kleine Fehler im Umgang mit Hunden?
Martin Rütter: „Na klar. Meine Hündin Emma ist natürlich auf hohem Niveau erzogen, aber letztlich ein stinknormaler Hund. Das Ziel ist ja nicht, ferngesteuerte Roboter neben sich zu haben, die bei jedem Signal wie totgeschossen umfallen. Schon bei meinem früheren Hund Mina hatten die Leute immer die Vorstellung, dass sich der Hund vom Rütter morgens zum Warm-up den brennenden Reifen in den Garten schiebt und dreifache Saltos einstudiert. Das ist Quatsch. Mina durfte Hund sein und führte ein entspanntes Leben nach klaren Regeln. Und genauso halte ich es jetzt mit Emma. Und natürlich kommt es auch bei mir mal vor, dass der Hund mir ein Schnippchen schlägt.“

Was wünschen Sie sich als „Hundeprofi“ für die nächsten Staffeln?
Martin Rütter: „Eigentlich wünsche ich mir nur, dass es genau in der Art und Weise weitergeht. Denn es ist ja in der heutigen Medienlandschaft nicht normal, dass eine Sendung zehn Jahre läuft und vor allen Dingen, dass ein Sender wie VOX einem überhaupt nicht reinredet. Ich durfte einfach meine Arbeit machen und dafür bin ich sehr dankbar und auch wirklich voller Hoffnung, dass das so weitergeht.“

Quelle: VOX/Mediengruppe RTL

Veröffentlicht in: Aktuell