VIER PFOTEN gibt Tipps für den Winter

Hamburg. Kälte, Schnee, ver­eis­te Bürgersteige und Streusplit kön­nen eine Herausforderung für Hunde sein. Die glo­ba­le Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN gibt Tipps, wie man sei­nen Vierbeiner schützt.

So schützt man Hundepfoten
Scharfe Eiskanten, Schneeklümpchen und Streusplit zie­hen die Pfoten der Hunde in Mitleidenschaft und kön­nen schmerz­haf­te Risse in der Ballenhornhaut oder Scheuerstellen zwi­schen den Zehen ver­ur­sa­chen. Dr. Sabrina Karl, Diplom-Biologin und Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN, emp­fiehlt: „Mit einer fett­rei­chen Pfotenpflege kann man Verletzungen ent­ge­gen­wir­ken und Pfotenballen geschmei­dig hal­ten sowie deren Regeneration unter­stüt­zen. Wenn der Hund län­ge­res Fell an den Pfoten hat, ist es rat­sam, dies beson­ders im Winter zwi­schen den Zehen vor­sich­tig zu kür­zen. Dadurch redu­ziert man die Gefahr, dass sich dort Schnee- oder Eisklumpen bil­den, die zu schmerz­haf­ten Reibungen oder Bewegungseinschränkungen füh­ren. Es ist außer­dem sinn­voll, nach jedem Winterspaziergang die Pfoten gründ­lich abzu­wa­schen und zu trocknen.“

Spezielle Hundeschuhe schüt­zen beson­ders bei sehr lan­gen Spaziergängen oder in sehr kal­ten Regionen vor dem Ausrutschen, schmerz­haf­ten Schneeklumpen oder vor Verletzungen und hal­ten die Pfoten warm. „Achten Sie bei Hundeschuhen auf eine gute Passform, damit eine ange­mes­se­ne Wärmeregulierung mög­lich ist und Quetschungen oder Reibungen ver­mie­den wer­den“, sagt Dr. Sabrina Karl. „Für die meis­ten Hunde ist es erst­mal gewöh­nungs­be­dürf­tig, in Hundeschuhen zu lau­fen. Geben Sie Ihrem Vierbeiner Zeit, sich dar­an zu gewöh­nen, und üben Sie das Anziehen recht­zei­tig vor dem ers­ten Einsatz.“

Vorsicht an Flüssen und Seen
Besonders an Flüssen und Seen ist Vorsicht gebo­ten. „Wenn die Oberfläche noch nicht fest genug gefro­ren ist, kann der Hund schnell durch das zu dün­ne Eis ein­bre­chen. Wer auf Nummer sicher gehen möch­te, lässt sei­nen Hund daher in Gewässernähe lie­ber nicht ohne Leine lau­fen, auch wenn es in dem ent­spre­chen­den Gebiet erlaubt ist“, sagt die VIER PFOTEN-Expertin.

Darf mein Hund Schnee fressen?
Hunde im SchneeViele Hunde haben Spaß dar­an, im Schnee zu spie­len oder die­sen zu fres­sen. „Grundsätzlich dür­fen Hunde Schnee in klei­nen Mengen fres­sen, sofern er frisch und sau­ber ist. Jedoch kann durch die Kälte bei gro­ßen Mengen oder magen­emp­find­li­chen Tieren die Magenschleimhaut gereizt wer­den. Mögliche Symptome sind Erbrechen, Durchfall, ver­mehr­ter Speichelfluss oder Fieber. Schnee kann für den Hund dann gefähr­lich wer­den, wenn er mit Streusalz oder hoch­gif­ti­gem Frostschutzmittel ver­un­rei­nigt wur­de – wie es nahe Gehwegen der Fall sein kann. Große Mengen kal­ter Schnee ent­zie­hen dem Körper außer­dem Wärme, was zu einer Unterkühlung füh­ren kann“, sagt Dr. Sabrina Karl. „Zeigt der Hund nach einem Spaziergang auf­fäl­lig ver­än­der­tes Verhalten oder Krankheitssymptome, soll­te man schnellst­mög­lich eine Tierarztpraxis aufsuchen.“

Wie sehe ich, ob mein Hund friert?
Hunde soll­ten bei kal­ten Wetterbedingungen beim Spazierengehen stets gut im Blick behal­ten wer­den. „Zittert der Hund, hat er eine gekrümm­te Körperhaltung oder win­selt er, dann friert er. Jetzt heißt es: Auf dem schnells­ten Weg ins Warme – auch weil Hunde sich erkäl­ten oder eine Blasenentzündung bekom­men kön­nen. Dafür kann man kurz­fris­tig die Laufgeschwindigkeit erhö­hen, denn mehr Bewegung bringt auch bei Hunden mehr Wärmeproduktion im Körper“, sagt Dr. Sabrina Karl. „Im Winter kann es sinn­voll sein, die Hunderunden zu ver­kür­zen. Es ist bes­ser, über den Tag ver­teilt meh­re­re kur­ze Spaziergänge zu unter­neh­men als einen lan­gen, wenn die Kälte dem Hund zusetzt.“

Braucht mein Hund einen Mantel?
Die Kältetoleranz ist von Tier zu Tier sehr unter­schied­lich. In Abhängigkeit von Alter, Gesundheitszustand, Felldichte, Größe, Aktivitätsniveau und Ernährungszustand frie­ren eini­ge Hunde schnel­ler als ande­re – ein Hundemantel kann dann sinn­voll sein. „Bei nass-kal­ter Witterung ist bei kurz­haa­ri­gen oder kurz­bei­ni­gen Rassen wie Dobermann, Windhund oder Chihuahua ein wär­men­der Mantel sinn­voll“, sagt die Heimtier-Expertin. Bei Hunden, die ohne­hin ein dicke­res Fell und dadurch einen natür­li­chen Wärmeschutz haben, kann häu­fi­ges Bürsten dazu bei­tra­gen, dass abge­stor­be­ne Hautzellen ent­fernt wer­den und das natür­li­che Fett im Fell opti­mal ver­teilt wird.