- Verhält sich der Hund im Frühjahr anders?
- Der Fellwechsel
- Parasiten- und Fitness-Check
- Gefahren im Garten
Boppard. Der Start ins Frühjahr fühlt sich für viele Hunde wie ein kleiner Neustart an. Die Natur erwacht, die Tage werden länger, und plötzlich scheint alles viel spannender zu riechen. Für uns Menschen ist das oft ein Moment der Erleichterung – für Hunde ist es ein regelrechter Energieschub, der sich im Alltag deutlich bemerkbar macht.
Doch der Saisonwechsel bringt mehr mit sich als nur gute Laune und längere Spaziergänge. Hundehalter sollten wissen, wie sich der Hormonhaushalt umstellt und welche versteckten Gefahren für den Hund im heimischen Garten lauern.
Frühling: Verhält sich der Hund jetzt anders?

Gerade bei unkastrierten Tieren schlagen die Hormone jetzt Purzelbäume. Die Natur erwacht, Gerüche werden intensiver wahrgenommen und die Spurensuche wird unterwegs zur Priorität. Halter sollten sich also nicht wundern, wenn der sonst so folgsame Begleiter plötzlich die Ohren auf Durchzug schaltet – die Instinkte sind im Frühjahr oft stärker als das Training.
Typische Frühjahrsveränderungen bei Hunden sind:
- Mehr Bewegungsdrang durch angenehme Temperaturen.
- Stärkeres Schnüffel- und Erkundungsverhalten.
- Hormonelle Veränderungen, die Revierverhalten beeinflussen können.
- Fellwechsel, der den Körper zusätzlich fordert.
- Höhere Ablenkbarkeit durch neue Reize in der Natur.
Diese Veränderungen sind normal und zeigen, wie eng Hunde mit der Umwelt verbunden sind.
Gefahren im Garten
Der eigene Garten wirkt wie ein sicherer Rückzugsort, doch gerade im Frühjahr entstehen dort Risiken, die leicht übersehen werden. Viele davon betreffen Pflanzen, Dünger oder Insekten – Dinge, die Hunde neugierig machen, aber nicht immer harmlos sind. Zu den typischen Frühlingsgefahren im Garten gehören:
- Giftige Frühblüher wie Tulpen, Narzissen, Hyazinthen oder Maiglöckchen. Besonders die Zwiebeln sind problematisch.
- Dünger und Pflanzenschutzmittel, die reizend oder giftig sein können. Organische Dünger wie Hornspäne werden von manchen Hunden sogar gefressen.
- Komposthaufen, in denen sich Schimmelpilze bilden können.
- Gartengeräte, die im Eifer des Gefechts zur Stolperfalle werden.
- Zecken und andere Parasiten, die mit den ersten warmen Tagen aktiv werden.
Auch bei der Gartenarbeit ist Vorsicht geboten. Chemische Dünger, Schneckenkorn oder frisch ausgebrachter Rindenmulch können Vergiftungen oder Reizungen hervorrufen. Achten Sie zudem darauf, Gartenwerkzeuge wie Scheren oder Rechen nicht offen liegen zu lassen, um Schnittverletzungen an den Pfoten zu vermeiden.
Parasiten- und Fitness-Check

Der Fellwechsel
Ein untrügliches Zeichen für den Frühling ist die „Wollinvasion“ in der Wohnung. Der Hund stößt sein dichtes Winterfell ab, um Platz für das leichtere Sommerkleid zu machen. Dieser Prozess kostet den Organismus viel Energie. Unterstützen Sie Ihr Tier durch tägliches Bürsten. Das fördert nicht nur die Durchblutung der Haut, sondern festigt auch die Bindung und sorgt dafür, dass die lose Unterwolle nicht die Poren verstopft.
Mit ein wenig Achtsamkeit und der richtigen Vorbereitung steht einem energiegeladenen Start von Mensch und Hund in die Saison nichts im Wege. Da die Temperaturen nun steigen, bitte ausreichend Wasser bereitstellen, da Hunde schneller dehydrieren können. Genießen Sie die gemeinsame Zeit – die „Hunde-Frühlingsgefühle“ sind schließlich ansteckend! [SR]



































Susanne Reinke - Online-Hundeschule Jagdfieber





