Bonn. Durch die öffentlichkeitswirksame Initiative von Content-Creator Nathan Goldblat hat die Tötung von Straßenhunden in Rumänien in den vergangenen Wochen große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erlangt. Eine TV-Dokumentation wird folgen. Doch die thematisierte Problematik ist keineswegs neu. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich gemeinsam mit seinem Mitgliedsverein Tierhilfe ‚Hoffnung‘ seit zehn Jahren unermüdlich gegen die Hundetötungen in Rumänien ein.

Kastration als Schlüssel zum Populationsmanagement
Nach vielen Jahren des politischen Engagements haben der Deutsche Tierschutzbund und die Tierhilfe Hoffnung 2024 ein Modellprojekt im rumänischen Landkreis Argeș auf den Weg gebracht, das einen bewährten und tierschutzgerechten Weg als Alternative zu den Tötungen aufzeigt. Mit derzeit bis zu 40.000 Kastrationen pro Jahr, der Einbindung der Bevölkerung und durch die Unterstützung der nationalen und lokalen Veterinärbehörden ist das Projekt auf einem vielversprechenden Weg. „Die Kastration ist der Schlüssel im Kampf gegen Leid und Tod der Straßenhunde. Im besten Fall schaffen wir es langfristig, die mehr als 140 Tötungsstationen in Rumänien zu Kastrationszentren umzuwandeln“, sagt Matthias Schmidt, Vorsitzender der Tierhilfe Hoffnung. Der Verein betreibt in Rumänien das weltgrößte Tierheim, in dem derzeit rund 6.000 Hunde untergebracht sind: die Smeura.









































