Eschborn. Werden Sie zum Schmerzexperten für Ihr Tier! Mit die­ser Botschaft infor­miert die Tierschutzorganisation TASSO, die Europas größ­tes kos­ten­lo­ses Heimtierregister betreibt, Tierhalter zum Thema Schmerzerkennung bei Heimtieren. Durch genau­es Hinschauen kön­nen schon kleins­te Schmerzanzeichen der Vierbeiner erkannt und die Ursache früh­zei­tig tier­me­di­zi­nisch behan­delt werden.

Schmerzen beim Hund erkennen„Schmerzen bei Hunden, Katzen und klei­nen Heimtieren wer­den lei­der häu­fig erst spät ent­deckt und kön­nen für die Tiere oft mit jah­re­lan­gem Leiden ver­bun­den sein“, sagt Dr. Laura Witting, Tierärztin und Tierschutzreferentin bei TASSO. Sie weist dar­auf hin, dass vie­le Tiere – vor allem Katzen und klei­ne Heimtiere – Meister dar­in sei­en, ihre Schmerzen zu ver­ste­cken. „Auch bei Hunden ist es nicht immer ein­deu­tig. Sie haben zwar im Laufe der Domestikation gelernt, dass es nütz­lich sein kann, Schmerzen nicht vor uns zu ver­ber­gen, aber auch bei ihnen müs­sen wir genau hin­schau­en“, sagt Witting.

Diese Aufmerksamkeit lohnt sich: In vie­len Fällen kann medi­zi­nisch gut gehol­fen wer­den, etwa wenn Zahnprobleme früh­zei­tig erkannt und behan­delt wer­den. Auch die Folgekosten, die ent­ste­hen, wenn Krankheiten lan­ge unent­deckt blei­ben, kön­nen durch früh­zei­ti­ges Eingreifen redu­ziert werden.

Schmerzen erken­nen heißt, Verantwortung ernst nehmen
„Zudem liegt es sowohl in unse­rer mora­li­schen als auch recht­li­chen Verantwortung, unse­re Tiere frei von Schmerzen und Leiden zu hal­ten“, betont Witting. Wer weiß, wor­auf zu ach­ten ist, kann beim eige­nen Tier Veränderungen gut erken­nen und ent­spre­chend reagie­ren, moti­viert die Tierärztin zum genau­en Hinschauen: „Schmerzanzeichen unter­schei­den sich im Detail zwar etwas nach Tierart, eini­ge sind jedoch für alle Tiere ähn­lich. Es gilt vor allem, auf Veränderungen zu ach­ten.“ Diese kön­nen das Verhalten, die Körperhaltung, den Gesichtsausdruck, das Gangbild, die Bewegung, die Verdauung oder auch die Lautäußerung betreffen.

Bei klei­nen Heimtieren ist eine beson­ders zügi­ge Reaktion wich­tig, denn Schmerzen kön­nen zu redu­zier­ter Futteraufnahme füh­ren, was bei die­sen Tieren schnell lebens­be­droh­lich wer­den kann. Aber auch für Hunde und Katzen gilt: Sicherheitshalber in der Tierarztpraxis abklä­ren las­sen, was los ist, wenn Auffälligkeiten ent­we­der plötz­lich und sehr mas­siv auf­tre­ten oder Schmerzanzeichen über einen län­ge­ren Zeitraum beob­ach­tet werden.

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