Eschborn. Werden Sie zum Schmerzexperten für Ihr Tier! Mit dieser Botschaft informiert die Tierschutzorganisation TASSO, die Europas größtes kostenloses Heimtierregister betreibt, Tierhalter zum Thema Schmerzerkennung bei Heimtieren. Durch genaues Hinschauen können schon kleinste Schmerzanzeichen der Vierbeiner erkannt und die Ursache frühzeitig tiermedizinisch behandelt werden.

Diese Aufmerksamkeit lohnt sich: In vielen Fällen kann medizinisch gut geholfen werden, etwa wenn Zahnprobleme frühzeitig erkannt und behandelt werden. Auch die Folgekosten, die entstehen, wenn Krankheiten lange unentdeckt bleiben, können durch frühzeitiges Eingreifen reduziert werden.
Schmerzen erkennen heißt, Verantwortung ernst nehmen
„Zudem liegt es sowohl in unserer moralischen als auch rechtlichen Verantwortung, unsere Tiere frei von Schmerzen und Leiden zu halten“, betont Witting. Wer weiß, worauf zu achten ist, kann beim eigenen Tier Veränderungen gut erkennen und entsprechend reagieren, motiviert die Tierärztin zum genauen Hinschauen: „Schmerzanzeichen unterscheiden sich im Detail zwar etwas nach Tierart, einige sind jedoch für alle Tiere ähnlich. Es gilt vor allem, auf Veränderungen zu achten.“ Diese können das Verhalten, die Körperhaltung, den Gesichtsausdruck, das Gangbild, die Bewegung, die Verdauung oder auch die Lautäußerung betreffen.
Bei kleinen Heimtieren ist eine besonders zügige Reaktion wichtig, denn Schmerzen können zu reduzierter Futteraufnahme führen, was bei diesen Tieren schnell lebensbedrohlich werden kann. Aber auch für Hunde und Katzen gilt: Sicherheitshalber in der Tierarztpraxis abklären lassen, was los ist, wenn Auffälligkeiten entweder plötzlich und sehr massiv auftreten oder Schmerzanzeichen über einen längeren Zeitraum beobachtet werden.



































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