Warum die Hündin ‚Snickers‘ ihre Lebensfreude ver­lor und dank moder­ner Schmerztherapie wie­der zurück­ge­wann. Ein rea­les Beispiel dafür, wie eine früh­zei­ti­ge Diagnose und die rich­ti­ge Therapie Hunden mit Arthrose hel­fen können.

Berlin. ‚Snickers‘ war eine lebens­fro­he, ath­le­ti­sche Hündin, die kaum still­ste­hen konn­te – bis sich bereits im Alter von zwei­ein­halb Jahren die ers­ten Anzeichen von arthro­se­be­ding­ten Schmerzen zeig­ten. Von da an begann die Suche nach einer pas­sen­den Therapie für die Hündin. Arthrose ist eine chro­ni­sche, fort­schrei­ten­de Gelenkerkrankung und nicht heil­bar – aller­dings kön­nen arthro­se­be­ding­te Schmerzen mit einer geeig­ne­ten, ganz­heit­li­chen Therapie effek­tiv und lang­fris­tig gelin­dert wer­den. Studien zei­gen, dass rund 40 Prozent aller Hunde (1−3) im Laufe ihres Lebens von Arthrose und den damit ein­her­ge­hen­den Schmerzen betrof­fen sind.

Hündin SnickersFür Halter ist die Diagnose oft ein Schock – gleich­zei­tig ist sie der ers­te wich­ti­ge Schritt, um recht­zei­tig gegen­zu­steu­ern und die Lebensqualität zu ver­bes­sern. Die Geschichte der Hündin ‚Snickers‘ zeigt, wie anspruchs­voll die Suche nach der rich­ti­gen Therapie sein kann, aber auch, wel­che inno­va­ti­ven Möglichkeiten es heu­te gibt, um die Schmerzen lang­fris­tig zu lin­dern. „Zuerst dach­ten wir, es sei eine harm­lo­se Verletzung“, erin­nert sich Halterin Teresa. Doch die tier­ärzt­li­che Untersuchung brach­te Gewissheit: Arthrose in bei­den Ellbogengelenken.

Die Diagnose wird in der Tierarztpraxis typi­scher­wei­se durch ein aus­führ­li­ches Gespräch über Verhaltensänderungen, das Abtasten der Gelenke sowie Röntgen, CT oder MRT gestellt.

Von der Diagnose Arthrose zur pas­sen­den Therapie – 
und war­um die Suche oft län­ger dauert
Nach der Feststellung von arthro­se­be­ding­ten Schmerzen bespricht die Tierarztpraxis gemein­sam mit den Haltern mög­li­che Therapieansätze – immer indi­vi­du­ell auf den Hund abgestimmt.

Teresa erin­nert sich: „‚Snickers‘ erhielt viel Physiotherapie und auch Stoßwellentherapie. Wir pro­bier­ten ver­schie­de­ne Schmerzmittel aus. Doch der Erfolg war nur mäßig. Sie reagier­te sehr emp­find­lich auf vie­le Präparate und Medikamente. Es kam zu Nebenwirkungen, sodass wir vie­les wie­der abset­zen muss­ten. Es hat mir das Herz gebro­chen, sie lei­den zu sehen oder wie sie sehn­süch­tig ande­ren Hunden beim Spielen zuschaute.“

Arthrose ver­läuft indi­vi­du­ell und jeder Hund reagiert anders. Dabei beein­flus­sen meh­re­re Faktoren den Therapieerfolg:

  • Individuelles Voranschreiten der Erkrankung
  • Operativ zu behe­ben­de Einflussfaktoren
  • Unterschiedliches Schmerzempfinden
  • Begleiterkrankungen, die die Behandlung erschweren
  • Unterschiedliche Wirksamkeit von Ergänzungspräparaten und Medikamenten
  • Ganzheitliche Therapiemaßnahmen inkl. kon­se­quen­ter Alltagsanpassungen,
    wie Physiotherapie, Bewegung, Gewichtsmanagement, Ernährungsanpassung
  • Regelmäßige Anpassungen der Therapie

Diagnose Arthrose

Eine inno­va­ti­ve Therapieoption eröff­net neue Hoffnung
Hündin SnickersNach vie­len Rückschlägen wag­te Teresa in enger Abstimmung mit ihrem Tierarzt einen wei­te­ren Schritt: eine moder­ne, lang­an­hal­ten­de Schmerztherapie, die ein­mal monat­lich unter die Haut ver­ab­reicht wird und spe­zi­ell für die Behandlung von arthro­se­be­ding­ten Schmerzen ent­wi­ckelt wur­de. Mit der Zeit zeig­ten sich deut­li­che Veränderungen: ‚Snickers‘ konn­te wie­der kur­ze Spaziergänge genie­ßen, spä­ter auch län­ge­re Ausflüge. Schritt für Schritt kehr­te ihre alte Lebensfreude zurück.

Heute, vie­le Jahre nach der Diagnose, ist ‚Snickers‘ über zehn Jahre alt und beglei­tet Teresa wie­der regel­mä­ßig im Alltag und auf Reisen. Ergänzend erhält sie Gelenkfutter und zusätz­li­che Präparate, wie Nahrungsergänzungsmittel, die die Therapie sinn­voll unterstützen.

Da Arthrose eine fort­schrei­ten­de Erkrankung ist, ist es umso wich­ti­ger, ers­te Anzeichen ernst zu neh­men. Die Zoetis-Arthrose-Checkliste hilft Hundehaltern dabei, mög­li­che Anzeichen früh­zei­tig zu erken­nen und eine ers­te Einschätzung zu erhal­ten, um im Zweifel gezielt eine Tierarztpraxis auf­su­chen zu können.

Quellen:
1 Wright A., et al., JSAP 2022 1–10
2 IHS Markit and Stonehaven Consulting: Canine and Feline Pain Market Animal Health Market Analysis, 2021 
3 Enomoto M., et al. Sci Rep. 2024 Feb 3;14(1)

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