So verhalten Sie sich richtig
Eschborn. Der mittelgroße Hund mit dem schwarz-weiß gewellten Fell streift schon eine ganze Weile alleine durch den Stadtpark, er wirkt orientierungslos, immer wieder sucht er den Kontakt zu Spaziergängern. Ist er entlaufen? Benötigt er Hilfe? In den meisten Fällen ist die Antwort: Ja! Bei Katzen ist die Situation nicht ganz so eindeutig – als Freigänger sind sie häufig einfach nur auf Streifzug. Die Tierschutzorganisation TASSO, die Europas größtes kostenloses Heimtierregister betreibt, klärt daher darüber auf, wie Tierfreunde sich bei einem zugelaufenen Tier richtig verhalten und wann es tatsächlich Hilfe braucht.

Wann braucht eine Katze Hilfe
Viele Katzen sind Freigänger, die eine Familie haben und keine Hilfe benötigen. Meist sind sie einfach nur auf Streifzug. Wenn die Katze nicht offensichtlich verletzt ist oder irgendwo feststeckt und nicht verwahrlost und abgemagert aussieht, sollten tierliebe Menschen nicht eingreifen. „Wenn eine Katze aber immer wieder im Garten auftaucht, nicht mehr weggehen will und sich regelrecht bemerkbar macht, können verantwortungsbewusste Tierfreundinnen und Tierfreunde prüfen, ob die Katze vermisst wird“, sagt Wempen-Dany. Über die aktuellen Suchmeldungen auf der TASSO-Webseite lässt sich mit wenigen Klicks herausfinden, ob ein entsprechendes Tier in der Umgebung gesucht wird. Wenn die Recherche erfolglos bleibt und die Katze sich sichern lässt, sollte der nächste Weg auch hier zu einer Tierarztpraxis oder ins Tierheim führen, um prüfen zu lassen, ob das Tier gechippt und registriert ist.
Tier hat Angst und lässt sich nicht sichern
Nicht alle Hunde und Katzen sind zutraulich. „Wenn das Tier Angst hat, ist jeder Versuch es einzufangen, kontraproduktiv. Der Vierbeiner könnte sich durch kopfloses Wegrennen in noch größere Gefahr bringen“, sagt Wempen-Dany und betont, dass es in einem solchen Fall umso wichtiger ist, TASSO über die Sichtung des Tieres zu informieren. Das Team der Notrufzentrale kann über solch eine Sichtungsmeldung herausfinden, ob in der Region eine entsprechende Suchmeldung vorliegt. „Im nächsten Schritt informieren wir den Tierhalter über die aktuelle Position ihres Ausreißers, was wiederum sehr hilfreich für die weitere Suche ist“, erklärt Wempen-Dany.
Im vergangenen Jahr war TASSO dabei behilflich, rund 96.600 Tiere wieder mit ihren Menschen zu vereinen. „Ohne die vielen tierlieben und aufmerksamen Menschen, die helfen und sich kümmern, wären all die Rückvermittlungen nicht möglich“, sagt Wempen-Dany.










































