Tierliebe mit Verantwortung und war­um ein Tier kein Geschenk sein sollten

Sankt Michaelisdonn. Die Vorstellung vom tap­si­gen Welpen unter dem Weihnachtsbaum mag rüh­rend sein, doch hin­ter die­ser Szene ver­birgt sich eine alt­be­kann­te Problematik: Noch immer wer­den Tiere zu Weihnachten ver­schenkt, obwohl sie Lebewesen mit Bedürfnissen, Eigenheiten und Emotionen sind. Dabei hat sich der Status von Haustieren längst gewan­delt. Viele gel­ten heu­te als voll­wer­ti­ge Familienmitglieder. Umso wich­ti­ger ist ein bewuss­ter, respekt­vol­ler Umgang, gera­de in der oft hek­ti­schen Weihnachtszeit.

Ein Hund ist kein Weihnachtsgeschenk„Weihnachten bedeu­tet für vie­le Menschen Nähe, Wärme und Zusammensein, doch für Hunde kann die­se Zeit auch über­for­dernd sein. Viele Reize, mehr Besuche, Geräusche und unge­wohn­te Situationen füh­ren zu Stress“, sagt Kaja Ringert, Mitgründerin des nach­hal­ti­gen Tierfutter-Unternehmens Tales & Tails. Eine ein­fa­che, aber effek­ti­ve Methode, um Hunde in sol­chen Momenten zu beru­hi­gen, sei das Kauen. „Kauen hat eine nach­weis­lich ent­span­nen­de Wirkung auf Hunde. Es hilft ihnen, sich in auf­re­gen­den Situationen zu regu­lie­ren und schafft zugleich eine sinn­vol­le Beschäftigung.“

Ergänzend zum Kauen kön­nen auch klei­ne Rituale und Rückzugsorte hel­fen, den Hund in Balance zu hal­ten. Ein fes­ter Platz abseits des Trubels, beru­hi­gen­de Musik oder geziel­te Ruhezeiten vor und nach dem Besuch hel­fen dem Tier, zur Ruhe zu kom­men. Auch gemein­sa­me Rituale, wie ein ruhi­ger Spaziergang und bewuss­te Aufmerksamkeit davor, schaf­fen Sicherheit. Wichtig ist, den Hund nicht mit stän­di­gem Programm zu über­for­dern, son­dern sei­ne Signale ernst zu nehmen.

Gerade in der Weihnachtszeit kann eine durch­dach­te Entlastung also einen wich­ti­gen Beitrag zum Wohlbefinden des Vierbeiners leis­ten. Doch die ent­schei­den­de Botschaft bleibt: Tiere gehö­ren nicht unter den Baum, son­dern in ver­ant­wor­tungs­vol­le Hände. Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund war­nen seit Jahren davor, Tiere unüber­legt zu ver­schen­ken, denn nicht sel­ten lan­den sie weni­ge Wochen spä­ter wie­der im Tierheim.

Die Zahlen ver­deut­li­chen, wie groß die Herausforderung ist: In Deutschland wer­den jähr­lich schät­zungs­wei­se 80.000 Hunde in Tierheimen abge­ge­ben. Insbesondere nach den Weihnachtstagen mel­den Tierheime einen deut­li­chen Anstieg unüber­leg­ter Abgaben: Ein Umstand, der ver­deut­licht, wie leicht Tieranschaffungen ohne nach­hal­ti­ge Planung enden können.

Ein neu­es Familienmitglied erfor­dert Zeit, Vorbereitung und lebens­lan­ge Fürsorge. Wer sei­nen Kindern zu Weihnachten tie­ri­sche Nähe schen­ken möch­te, fin­det in einem Besuch im Tierheim mit einer ver­bun­de­nen Spende oder einem Spaziergang mit dem Hund einer Freundin eine sinn­vol­le Alternative und das ganz ohne Risiko.

Über Tales & Tails
Gegründet wur­de Tales & Tails 2018 von Kaja Ringert, Cathrin Wellens und Stella Mohr. Das Team aus enga­gier­ten Tierfreunden ver­folgt eine kla­re Mission: Gesundes, hoch­wer­ti­ges und trans­pa­rent her­ge­stell­tes Futter für Hunde und Katzen. Nachhaltigkeit steht im Zentrum des Geschäftsmodells – pro­du­ziert wird mit erneu­er­ba­ren Energien, und pro ver­kauf­tem Produkt wird an Tiere in Not gespen­det. Mehr Infos gibt es unter www​.tale​sand​tails​.de/​p​a​g​e​s​/​u​b​e​r​-​uns.