Stuttgart. Die Vorweihnachtszeit ver­zau­bert mit ihren fest­li­chen Dekorationen und süßen Köstlichkeiten nicht nur Menschen, son­dern auch neu­gie­ri­ge tie­ri­sche Mitbewohner – es wird geschnup­pert, gespielt, getas­tet und pro­biert. Gerade jetzt müs­sen Tierhalter beson­ders auf ihre Schützlinge ach­ten, denn die Festtagsdekoration birgt eini­ge Gefahren für Hunde und Katzen.

Gefahren an Weihnachten für Hunde„Der Dezember ist für Hunde und Katzen beson­ders span­nend, aber auch stres­sig und gefähr­lich“, so PETA-Fachreferentin und Tierpsychologin Jana Hoger. „Aufgeregte Menschen in fest­li­cher Stimmung. Überall fun­keln Lichter und Kerzen, Süßigkeiten lie­gen her­um und das Lametta war­tet nur dar­auf, vom Baum gezo­gen zu werden.“

Damit die Feiertage auch für die vier­bei­ni­gen Familienmitglieder zum Fest wer­den, hat PETA eini­ge Tipps zusammengestellt:

  • Der Weihnachtsbaum und sei­ne Tücken: Da Katzen ger­ne klet­tern, muss der Weihnachtsbaum gut befes­tigt und bes­ten­falls eini­ge Tage vor dem Schmücken auf­ge­stellt wer­den, damit sich die Tiere an ihn gewöh­nen kön­nen. Glaskugeln eig­nen sich nicht als Baumschmuck, denn wenn sie split­tern, kön­nen Hunde und Katzen sich ihre emp­find­li­chen Pfoten an den Scherben auf­schnei­den. Es emp­fiehlt sich, den unte­ren Baumbereich nicht zu schmü­cken, um die Verletzungsgefahr für die Tiere mög­lichst gering zu halten.
  • Lametta & Co. = Lebensgefahr: Lametta und Weihnachtsgirlanden sind vor allem für Katzen ver­füh­re­risch. Doch Vorsicht: Beim Spielen kön­nen die Tiere Teile der Metallstreifen ver­schlu­cken. In die­sem Fall muss mit der Katze umge­hend eine tier­ärzt­li­che Praxis auf­ge­sucht wer­den. Unter kei­nen Umständen dür­fen Menschen ver­su­chen, die Schnur selbst aus dem Hals der Tiere zu zie­hen, da sie sich so noch schwe­rer ver­let­zen können.
  • Umgang mit Feuer: Hunde und Katzen dür­fen nie­mals – auch nicht für weni­ge Minuten – mit bren­nen­den Kerzen allein gelas­sen wer­den. Es besteht gro­ße Gefahr, dass sich die Tiere ver­bren­nen oder einen Brand verursachen.
  • Weihnachtliches Grün: Weihnachtssterne und Mistelzweige sind gif­tig für Hunde und Katzen. Knabbern die Tiere dar­an, kann das zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall füh­ren. Daher soll­ten die Pflanzen stets außer­halb der Reichweite von Tieren plat­ziert werden.
  • Die süße Versuchung: Süßigkeiten sind schäd­lich für Tiere. Der Verzehr von Schokolade, ins­be­son­de­re mit hohem Kakaoanteil, kann bei Hunden zu Durchfall, Erbrechen und schlimms­ten­falls zum Tod füh­ren. Weihnachtsgebäck ent­hält oft­mals viel Zucker, vie­le Gewürze, Backmittel oder Alkohol und ist des­halb für Tiere nicht geeig­net. Menschen mit Tieren soll­ten ihren Lieblingen bes­ser spe­zi­el­le vega­ne Hundekekse oder Katzenplätzchen backen, um Vergiftungen zu ver­mei­den. Auch Rosinen bekom­men den Vierbeinern nicht: Größere Mengen – bei mit­tel­gro­ßen Hunden ab cir­ca 90 Gramm – kön­nen chro­ni­sche Nierenschäden verursachen.
  • Stress: Es ist wich­tig, dass sich Menschen im Weihnachtstrubel täg­lich genü­gend Zeit für ihre tie­ri­schen Mitbewohner neh­men. Hunde und Katzen sind an den Festtagen oft ver­un­si­chert und ver­ste­hen nicht, was um sie her­um geschieht. Ausreichend Spielzeit und ein bewuss­tes Durchatmen hel­fen Menschen und Tieren gleichermaßen.

PETA wünscht allen Menschen und Tieren eine schö­ne Weihnachtszeit!