Eschborn. Zweimal täglich, zwei Minuten lang – wir alle kennen die Empfehlungen zur Zahngesundheit. Was viele Menschen jedoch nicht wissen: Für unsere vierbeinigen Begleiter sollte das Zähneputzen ebenfalls zur Gesundheitsvorsorge gehören. „Auch bei Hunden und Katzen bilden sich nach dem Fressen Beläge auf den Zähnen, aus denen, vermischt mit Mineralien aus dem Speichel und zahlreichen Bakterien, Zahnstein entstehen kann“, sagt Dr. Laura Witting, Tierärztin und Referentin Tierschutz bei der Tierschutzorganisation TASSO.
Der Zahnstein reizt das Zahnfleisch und kann zu einer bakteriellen Infektion des Zahnhalteapparates, also zu einer Parodontitis, führen. In der Folge können tiefe Zahnfleischtaschen und bis zur Zahnwurzel reichende Entzündungen entstehen, die den Tieren große Schmerzen verursachen und bis zum Zahnverlust führen können. „Da viele Tiere ihre Schmerzen gut verbergen und Zahnprobleme häufig nur mit einem Zahnröntgen entdeckt werden, leiden die betroffenen Tiere oft sehr lange“, berichtet Witting aus ihrer Erfahrung in der Tierarztpraxis.
Der effektivste Weg zur Zahnstein-Vorbeugung klingt so simpel, wie er wirksam ist: Durch regelmäßiges Zähneputzen werden die Beläge gelöst, es bildet sich weniger Zahnstein und es treten weniger Zahn-Erkrankungen auf.

Das Thema Zähneputzen für Tiere mag nach viel Aufwand und Training klingen, doch mit ein bisschen Übung und zunehmender Routine ist es gut in den Alltag integrierbar und eine entscheidende Stellschraube für die Tiergesundheit. Ganz nebenbei ist diese Form des Trainings, sogenanntes Medical Training, eine spaßbringende und beziehungsfördernde Beschäftigung, von der das Tier auf vielen Ebenen profitiert.




































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