Nachwuchshund ‚Jack‘ steht bereit

Saarbrücken (ots). Nach neun Jahren treu­er und hoch­pro­fes­sio­nel­ler Dienste ver­ab­schie­det das Hauptzollamt Saarbrücken sei­nen Zollhund ‚Siska‘ in den wohl­ver­dien­ten Ruhestand. Die Deutsche Schäferhündin ist nicht nur zum Schutzhund aus­ge­bil­det, son­dern ihre Spürnase ist auch auf das Aufspüren von Rauschgift abge­rich­tet. Mit die­ser anspruchs­vol­len Kombination präg­te sie über fast ein gan­zes Jahrzehnt hin­weg die Arbeit der Kontrolleinheiten maß­geb­lich und hin­ter­lässt ihre Spuren.

Zollhund Siska‚Siska‘ zeig­te im Einsatz stets Nervenstärke und Arbeitsfreude. Zu ihren beson­de­ren Erfolgen zählt ein her­aus­ra­gen­der Fund von rund elf Kilogramm Cannabis, den sie bei einer Kontrolle erschnüf­fel­te und damit einen bedeu­ten­den Beitrag zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität leis­te­te. Insgesamt war ‚Siska‘ an zahl­rei­chen erfolg­rei­chen Einsätzen betei­ligt und galt bei den Kollegen als abso­lut ver­läss­li­che Partnerin.

„Zollhunde wie ‚Siska‘ sind weit mehr als Einsatzmittel, sie sind hoch qua­li­fi­zier­te Kolleginnen auf vier Pfoten“, betont Anja Ball, Leiterin des Hauptzollamts Saarbrücken. „‚Siska‘ hat über vie­le Jahre hin­weg zum Schutz der Gesellschaft bei­getra­gen“, so Anja Ball weiter.

Mit der Pensionierung von ‚Siska‘ ist zugleich der Staffelstab an die nächs­te Generation über­ge­ben wor­den. Malinois-Rüde ‚Jack‘, knapp 18 Monate, befin­det sich aktu­ell in der Vorbereitung zur Ausbildung und soll künf­tig die Aufgaben im Bereich der Rauschgift- und Schutzhundearbeit übernehmen.

Zollhund JackDie Ausbildung eines Zollhundes ist inten­siv und anspruchs­voll: Über vie­le Monate hin­weg wer­den Hund und Hundeführer als Team geschult, von der Geruchsdifferenzierung über Gehorsam und Schutzdienst bis zu rea­li­täts­na­hen Einsatzübungen unter Stressbedingungen.

Dabei ist der Beruf des Hundeführers weit mehr als ein nor­ma­ler Job. „Unsere Hundeführerinnen und Hundeführer haben fak­tisch einen 24-Stunden-Job“, erklärt Anja Ball. „Sie tra­gen rund um die Uhr Verantwortung für ihren Hund, im Einsatz, in der Ausbildung und im pri­va­ten Umfeld. Diese enge Bindung ist die Grundlage für den Erfolg im Dienst.“

Auch nach Dienstschluss endet die Verantwortung nicht: Pflege, Training, Gesundheitsvorsorge und die täg­li­che Beschäftigung gehö­ren selbst­ver­ständ­lich dazu. Zollhund und Hundeführer bil­den eine untrenn­ba­re Einheit, die nur durch gegen­sei­ti­ges Vertrauen und kon­se­quen­te Ausbildung funktioniert.

Während ‚Siska‘ ihren Ruhestand im ver­trau­ten Umfeld ihres Hundeführers genie­ßen wird, steht mit ‚Jack‘ bereits ein moti­vier­ter und leis­tungs­star­ker Nachwuchshund in den Startlöchern. Das Hauptzollamt Saarbrücken blickt damit zuver­sicht­lich in die Zukunft des Kontrollgeschehens – getra­gen von der Erfahrung ver­dien­ter Einsatzhunde und dem Engagement ihrer Hundeführer.