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Recht

Kastration von Listenhunden

Düsseldorf. Wie in den meisten Bundesländern gelten auch in Rheinland-Pfalz die Rassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier als besonders gefährlich für Menschen. Für ihre Haltung gelten daher zumeist strengere Regeln, wie z.B. die Leinenpflicht, der Maulkorbzwang und auch das Zuchtverbot. Wie ernst insbesondere letzteres genommen wird, zeigt ein Urteil, auf das die ARAG Experten hinweisen. In einem konkreten Fall wurde die Zwangskastration für einen American Pitbull-Terrier angeordnet, um dessen Fortpflanzung sicher verhindern zu können. Der Hund durfte unangeleint auf dem Grundstück seines Halters herumlaufen. So war nicht auszuschließen, dass er in einem unbeaufsichtigten Moment flüchten und eine Hündin decken könnte. Der Besitzer wollte die Anordnung jedoch nicht akzeptieren. Er sah darin einen Eingriff in sein Eigentumsrecht als Hundehalter und erkannte einen vermeintlichen Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung. Sein Argument: Die Rassen Deutscher Schäferhund und Deutsche Dogge seien auch gefährlich und müssten nicht kastriert werden. Doch die zuletzt …

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Und plötzlich saß er da… Der richtige Umgang mit Fundhunden

Düsseldorf. Mehr als 70.000 Hunde nehmen die Tierheime, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, jedes Jahr auf. Den größten Anteil machen Fundhunde aus. Jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte. Einige Vierbeiner, die im Urlaub mit dabei sind, gehen ihren Besitzern während der Reise verloren. Andere sind von zu Hause ausgebüxt und finden nicht zurück. Egal, welches Schicksal dahintersteckt: Wer einen scheinbar herrenlosen Hund findet, kann viel dafür tun, dass er wieder zu seinem Halter zurückgeführt werden kann. „Der Finder sollte zunächst einen möglichen Besitzer in der Umgebung suchen und in der Nachbarschaft fragen, ob der Vierbeiner dort bekannt ist oder vermisst wird“, rät Marius Tünte, Sprecher des Deutschen Tierschutzbundes. „Ist das nicht der Fall, sollte man schauen, ob das Tier gekennzeichnet ist. Viele Hunde haben Tätowierungen im Ohr oder an der Innenseite der Schenkel oder tragen einen Mikrochip.“ Die Nummer eines solchen Chips können Tierärzte mit einem speziellen Lesegerät …

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Schadensersatz für Betreiberin einer Hundepension

Düsseldorf. Der Frust, vom Herrchen für einige Tage in eine Hundepension abgeschoben zu werden, war offenbar groß. Denn die Border-Collie-Mischlingshündin biss die Betreiberin der Pension einfach in Ober- und Unterlippe. Diese verlangte daraufhin Schadensersatz vom Hundehalter. Amts- und Landgerichtssrichter lehnten die Klage zunächst ab. Ihre Begründung: Wer eine Hundepension hat, kennt die Gefahr, gebissen zu werden und übernimmt freiwillig dieses Risiko. Zudem habe der Halter des Hundes keine Möglichkeit gehabt, Einfluss zu nehmen. Das sah die Betreiberin jedoch anders und klagte vor dem Bundesgerichtshof. Mit Erfolg. Die obersten Richter waren entgegen ihren Kollegen der Ansicht, dass die Tierhalterhaftung grundsätzlich auch dann bestehe, wenn ein Tieraufseher, wie in diesem Fall die Pensionsbetreiberin, im Rahmen seiner Aufsichtsführung durch das betreute Tier verletzt wird. Unerheblich für die Haftung war die Tatsache, dass der Hundehalter keine Einflussnahme auf das Tier hatte. Die Haftung bleibt nach Auskunft von ARAG Experten auch bei längerer Überlassung des …

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Hunde haben Anspruch auf Schutzhütte

Düsseldorf. ARAG Experten weisen Hundehalter darauf hin, dass auch Vierbeinern, die vorwiegend im Freien gehalten werden, ganzjährig eine Schutzhütte und ein witterungsgeschützter Liegeplatz mit wärmegedämmtem Boden zur Verfügung gestellt werden muss. In einem konkreten Fall lebte ein Hundehalter seit Jahren in einem Pkw auf einer Raststätte. Seine beiden Tiere waren in der so genannten Punktanbindung den überwiegenden Teil des Tages am Fahrzeug angebunden. Sowohl das Veterinäramt als auch die Richter sahen hierin ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz. Zudem war auch die Anbindung alles andere als artgerecht. Diese sieht nach Auskunft der ARAG Experten eine mindestens sechs Meter lange Leine vor, die eine Sicherung gegen das Aufdrehen hat. So kann sich die Leine durch die Bewegung der Tiere nicht so sehr verkürzen, dass sie sich verletzen oder gar strangulieren (Verwaltungsgericht Aachen, Az.: 6 L 23/13). ARAG SE

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Was passiert mit Hunden bei einer Scheidung?

Düsseldorf. Wenn Eheleute sich scheiden lassen, kommt es oft zum Streit darüber, wer was am Ende behalten darf. Das Problem mag bei Geschirr, Möbeln und Bankkonten noch lösbar sein. Aber wie steht es um im Haushalt lebende Tiere? Einfach teilen? Es liegt auf der Hand, dass dies wenig praktikabel ist, wenn nur ein Tier vorhanden ist. In diesem Fall bekommt es laut ARAG Experten die Hauptbezugsperson, die das Tier täglich versorgt, zugesprochen. Wenn es allerdings um mehrere Tiere geht, auf die beide Ex-Partner Anspruch erheben, wird aufgeteilt. Dabei verweisen die ARAG Experten auf einen konkreten Fall, in dem drei Hunde die juristische Hauptrolle spielten. Jeder der geschiedenen Partner wollte alle Vierbeiner, vor allem aber eine Basset Hündin, behalten. Gekauft wurde sie als Welpe von der Ehefrau, gefüttert ausschließlich vom Ehemann, der auch die Steuer bezahlte, Gassi gingen beide. Ein schwieriger Fall also. Ausschlaggebend für die Richter waren daher die anderen …

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Tiere töten im Namen der Kunst erlaubt?

Düsseldorf. Natürlich sehen auch Juristen in der Kunst- oder Religionsfreiheit ein schützenswertes Gut. Aber rechtfertigt eine Kunstperformance das Strangulieren oder Erdrosseln von Hundewelpen? Natürlich nicht! Und glücklicherweise waren auch die Richter in einem konkreten Fall der Ansicht, dass die grausame Tötung von Hundewelpen weder unter die Kunstfreiheit falle, noch als Protest gegen die Tötung von Hundewelpen zulässig sei. Den Antrag auf das Strangulieren von jungen Vierbeinern mit Kabelbindern stellte eine Frau, die im Rahmen einer Theatervorführung darauf hinweisen wollte, dass ausgediente Schlittenhunde in Alaska und leistungsschwache Jagdhunde in Spanien auf gleiche Weise zu Tode kämen. Sie pochte auf die im Grundgesetz vorbehaltlos garantierte Kunstfreiheit, die ihrer Meinung nach in diesem Fall den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz rechtfertige. Doch die Richter sahen das anders und verwiesen auf eben dieses Gesetz, nach dem niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen dürfe, und untersagten der Künstlerin den geschmacklosen Auftritt …

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Änderung Tierschutzgesetz: Merkblätter informieren über Bedürfnisse der Heimtiere

Händler sind ab 1. August 2014 verpflichtet, Tierfreunden beim Erstkauf eines Wirbeltieres schriftliche Informationen mitzugeben Düsseldorf. Wer in Deutschland gewerbsmäßig mit Tieren handelt, ist ab dem 1. August 2014 laut dem geänderten Tierschutzgesetz (§ 21 Abs. 5 Ziffer 2 TschG) dazu verpflichtet, jedem Tierfreund beim Erstkauf eines Wirbeltieres eine schriftliche Information über die Bedürfnisse des Tieres mitzugeben. Darauf weist der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hin. Zoofachhändler händigen ihren Kunden deshalb ein entsprechendes Infoblatt oder einen Steckbrief zu der jeweiligen Art aus: “Darin finden Tierfreunde grundlegende Informationen über Herkunft, Pflege und Haltung des neuen Heimtieres”, erklärt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Der Berufsverband der Heimtierbranche hält zudem eine umfassende Beratung der Tierhalter vor dem Tierkauf für erforderlich: “Angehende Heimtierbesitzer sollten sich vor der Anschaffung über die Bedürfnisse ihres Tieres informieren und prüfen, welches Tier zu ihrem Lebensstil passt”, sagt Norbert Holthenrich. “Denn nur eine artgerechte Heimtierhaltung ermöglicht eine gute und lebenslange Mensch-Tier-Beziehung.” …

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Chef durfte Hund Hausverbot erteilen

Düsseldorf. Nun ist es endgültig, wie ARAG Experten informieren: Die Angestellte einer Werbeagentur darf ihre dreibeinige Hündin „Kaya“ nicht länger mit ins Büro nehmen. Die Entscheidung des Arbeitgebers sei von dessen Direktionsrecht gedeckt, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf – und bestätigte damit das Urteil des Arbeitsgerichts (ArbG) Düsseldorf aus erster Instanz. Die Werberin durfte ihre Hündin „Kaya“, die sie von der Tierhilfe aus Russland geholt hatte, drei Jahre lang mit ins Büro nehmen. Dann wurde ihr dies vom Arbeitgeber verboten. Der begründete seine Entscheidung damit, dass das Tier traumatisiert sei und ein gefährliches Verhalten an den Tag lege. Unter anderem knurre „Kaya“ die Kollegen der Agentur an, die sich deshalb nicht mehr ins Büro des Frauchens trauten. Diese war allerdings der Meinung, das Verbot verstoße gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung, weil auch andere Hunde mit ins Büro dürften. Doch die ARAG Experten erklären: Die Frage, ob und unter welchen Bedingungen …

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Häftling muss seinen Hund abgeben

Düsseldorf. Ein Hundehalter, der eine längere Strafhaft anzutreten hat, kann sich nach Auskunft von ARAG Experten nicht darauf verlassen, dass sein Tier während der Haft auf Kosten des Steuerzahlers untergebracht wird. In einem konkreten Fall hatte ein Herrchen vor seinem Haftantritt seinen 14 Jahre alten Hund einem Nachbarn zur Betreuung übergeben. Die Amtstierärztin stellte jedoch fest, dass das Tier dort nicht artgerecht gehalten wurde und an einer behandlungsbedürftigen Krankheit litt. Der Hund wurde daher in einer Hundepension untergebracht. Die medikamentöse Behandlung des Tieres verursachte Kosten von 60 Euro pro Monat. Daraufhin wurde die Veräußerung des Tieres angeordnet, denn der einsitzende Hundehalter war mittellos und konnte nicht für die Dauer seiner 14-monatigen Haft für eine angemessene Unterbringung des Hundes sorgen. Dies empfand er als Eingriff in sein Eigentumsrecht und klagte aus dem Gefängnis heraus. Doch die ARAG Experten verweisen hier auf das Tierschutzgesetz, das in Ausnahmefällen die dauerhafte Wegnahme und Veräußerung …

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