PETA und Influencer Nathan Goldblat decken illegalen Welpenhandel auf.
Polizei beschlagnahmt zwei Hundebabys und eine erwachsene Hündin – Tierschutzorganisation erstattet Strafanzeige.

„Der Fall in Büdingen macht fassungslos und zeigt einmal mehr, wie abgebrüht die Welpenhändlerinnen hier agieren. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass wir auf die Grausamkeiten der beiden Frauen aufmerksam machen – und endlich mit einem wichtigen Erfolg für die Tiere“, so PETA-Fachreferentin und Tierpsychologin Jana Hoger. „Die zuständige Veterinärbehörde muss nun endlich durchgreifen und die beiden Händlerinnen für immer stoppen. Wir hoffen, dass die Welpen und die Hündin nun in ein liebevolles Zuhause ziehen dürfen.“
„Der illegale Welpenhandel hat in Deutschland ein enormes Ausmaß angenommen. Über 15.000 Welpen werden monatlich auf deutschen Plattformen gehandelt“, so Nathan Goldblat, Influencer und Content Creator. „Wir sind dankbar, dass wir wieder einmal ein kriminelles Netzwerk aufdecken konnten, und hoffen, dass die beiden Welpen überleben.“

Wien setzt Zeichen gegen Welpenhandel
Strafen auch für Käufer illegal gehandelter Tiere
In Wien gilt seit der jüngsten Tierschutzgesetznovelle, dass auch der Kauf von Welpen aus illegalem Handel unter Strafe gestellt wird. Käufer von illegal gehandelten Tieren müssen mit Strafen von bis zu 3.750 Euro rechnen. PETA appelliert an die deutsche Bundesregierung, diesem Beispiel zu folgen – denn nur so kann das Tierleid effektiv beendet werden.
Welpenhandel ist kein Einzelfall
Noch immer floriert das Geschäft mit Tierbabys über Internetportale. Händler verlangen für die Welpen häufig mehrere tausend Euro. Nach der Kontaktaufnahme über Onlineportale werden die Tiere oft mit gefälschten Heimtierausweisen an ihre neuen Halter verkauft. In vielen Fällen kommen die Hundekinder aus Osteuropa. Dort harren Hundemütter auf „Welpenfarmen“ tagtäglich, teils ohne Tageslicht, in engen Käfigen, in ihren eigenen Fäkalien aus. Viele von ihnen leiden an schmerzhaften Hautkrankheiten. Die Mütter werden in ihrem kurzen Leben in dieser Branche für nur einen Zweck missbraucht: dauerhaft Welpen zu gebären. Sind sie für die Züchter nicht mehr „produktiv“ genug oder zu alt, werden sie in der Regel getötet oder ausgesetzt. Ihre im Internet angebotenen Kinder sind oftmals schwer krank, verwurmt, ohne Impfschutz und voller Parasiten. Die Transporte aus fernen Ländern nach Deutschland schwächen die Welpen zusätzlich.
Um PETA bei der Aufdeckung von illegalem Welpenhandel zu unterstützen, können Verdachtsfälle direkt über die Welpenhandel-Meldeseite der Tierrechtsorganisation gemeldet werden.








































