Fall- und Tierzahlen wieder gestiegen
Bonn. Der illegale Heimtierhandel bleibt ein gravierendes Problem. Laut einer aktuellen Auswertung des Deutschen Tierschutzbundes wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.250 Tiere in 257 Fällen entdeckt. In den meisten Fällen wurden Hunde illegal gehandelt. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch weitaus höher liegen, da viele Fälle unentdeckt bleiben. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Anzahl an Fällen sowie die Anzahl illegal gehandelter Tiere wieder gestiegen – und damit auch das Leid der Tiere, die oft unter tierschutzwidrigsten Bedingungen gezüchtet und häufig viel zu jung und damit illegal transportiert werden.

Rassetiere besonders im Fokus
Bei den 598 Hunden, die 2025 Opfer von illegalem Handel waren, handelte es sich häufig um Rassehunde wie Zwergspitze, Malteser oder Pudel. Neben den Hunden waren 56 Katzen und 1.596 Tiere anderer Arten – Landschildkröten, Vogelspinnen, Koikarpfen, verschiedene Vogelarten und Säugetiere wie sechs Affen, zwei Zebras, ein Serval und eine Antilope – vom illegalen Handel betroffen. Die meisten Fälle wurden in Bayern, Sachsen und Hamburg aufgedeckt. Die Tiere kamen überwiegend aus Rumänien und Bulgarien, wobei Rumänien bereits zum zehnten Mal in Folge häufigstes Herkunftsland war.
Belastung der Tierheime wächst weiter
Die ohnehin überfüllten Tierheime geraten durch den illegalen Handel auch an ihre finanziellen Grenzen. Weil die Tiere häufig schwer krank sind, entstehen den Tierheimen hohe Kosten für die intensive tiermedizinische Betreuung. Der Deutsche Tierschutzbund sieht die Bundesregierung in der Pflicht. Diese hatte in ihrem Koalitionsvertrag finanzielle Hilfen für Tierheime angekündigt, allerdings sind im Bundeshaushalt für 2026 keine Gelder für die Tierheime vorgesehen.










































