„Das hat er ja noch nie gemacht!“ 
Aktuelle Erhebung zeigt Schadenquote sowie durch­schnitt­li­che Schadenkosten.

Hannover. Es ist ein Klischee, aber eines, das viel Wahrheit ent­hält: Nahezu jeder Mensch, der sein Leben mit einem Hund teilt, kommt eines Tages in eine Situation, in der sich das Tier kom­plett anders ver­hält als gewohnt oder erwar­tet. Viele die­ser „Ups“-Momente gehen glimpf­lich aus, aber eben nicht alle. „Wenn durch einen Hund Dritte zu Schaden kom­men, haf­tet der Halter“, erklärt Susanne Söllner, Leiterin der Abteilung Haftpflicht-Schaden bei der Agila Haustierversicherung. „Und laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch gilt die Haftung in unbe­grenz­ter Höhe. Deshalb soll­te jede und jeder Haltende einen Hundehaftpflichtschutz abschlie­ßen, auch dann, wenn dies am Wohnort nicht vor­ge­schrie­ben ist.“

Nicht immer Pflicht, aber immer sinnvoll
Anders als Katzen sind Hunde nicht in der Privathaftpflicht ihrer Halter ein­ge­schlos­sen. Deshalb gibt es spe­zi­el­le Haftpflichtversicherungen für Hundehalter. Aktuell müs­sen in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen aus­nahms­los alle Hunde ver­si­chert wer­den. Für Bremen tritt die all­ge­mei­ne Versicherungspflicht am 1. Juli 2026 in Kraft.

Die Kosten für den Hundehaftpflichtschutz belau­fen sich in der Regel auf weni­ge Euro im Monat. Manche Haustierversicherer bie­ten zudem güns­ti­ge Kombitarife an: „Wer bei Agila eine Tierkranken- oder OP-Versicherung abschließt, bekommt den Hundehaftpflichtschutz zum hal­ben Preis dazu“, so Söllner.

Schäden sind ver­gleichs­wei­se selten,
kön­nen aber teu­er werden

Wissenswertes zum Hundehaftpflichtschutz2025 ver­zeich­ne­te die Agila Haustierversicherung rund 3.600 durch Hunde ver­ur­sach­te Haftpflichtschäden. Laut Susanne Söllner waren damit 3 von 100 Versicherten betrof­fen. „Nicht in allen Fällen kommt es zur Auszahlung durch die Versicherung“, erklärt die Expertin. Denn was vie­le nicht wis­sen: Eine Haftpflichtversicherung ist auch dafür da, von Dritten unrecht­mä­ßig gestell­te Ansprüche abzu­weh­ren. „Dieser soge­nann­te pas­si­ve Rechtsschutz sorgt dafür, dass die Beiträge für alle Haftpflichtversicherten nied­rig blei­ben können.“

Die durch Agila regu­lier­te durch­schnitt­li­che Schadenhöhe lag 2025 bei rund 900 Euro pro Fall. Das scheint über­schau­bar, kann aber für Menschen mit weni­ger Einkommen schon zu einer finan­zi­el­len Belastung wer­den. „Vor allem aber soll­te die­ser Betrag nicht über das real bestehen­de, deut­lich höhe­re Risiko hin­weg­täu­schen“, mahnt Susanne Söllner. „Im Jahr 2011 hat­ten wir einen Fall, bei dem der bei uns ver­si­cher­te Vierbeiner einen Radfahrer zu Fall brach­te. Bedauerlicherweise erlitt die­ser einen kom­pli­zier­ten Oberarmbruch mit Dauerschaden und konn­te sei­nen Beruf als Arzt nicht mehr aus­üben. Insgesamt kamen hier etwa 400.000 Euro Schadenersatzanspruch zusam­men, der sich aus Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Behandlungskosten, Anwaltskosten zusam­men­setz­te. Solche extre­men Fälle sind sel­ten, kön­nen aber ohne Versicherung ernst­haf­te, ein Leben lang spür­ba­re Folgen für die Halterin oder den Halter haben.“

Kurzprofil
Die AGILA Haustierversicherung, die zur Pinnacle Pet Group gehört, fei­er­te 2024 ihr 30-jäh­ri­ges Bestehen. Mit über 400.000 Versicherungsverträgen für Hunde und Katzen ist das Unternehmen einer der füh­ren­den Spezialversicherer für Haustiere in Deutschland. Das Angebot umfasst Tierkrankenversicherung, OP-Kostenschutz und Hundehalterhaftpflicht. Derzeit ver­si­chert AGILA aus­schließ­lich Hunde und Katzen, unab­hän­gig von deren Rasse. In der Kundenzufriedenheitsanalyse des TÜV Nord schnitt AGILA 2025 erneut sehr gut ab. Mehr Informationen zum Unternehmen auf www​.agi​la​.de.

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