Studie aus den USA

Bremen. Wer sich regel­mä­ßig einer Dialyse unter­zie­hen muss, ist oft men­tal und kör­per­lich belas­tet. Kontakt mit Therapiebegleithunden wäh­rend der Behandlung kann Abhilfe schaf­fen, wie eine US-Studie her­aus­ge­fun­den hat.

Regelmäßige Dialysebehandlungen sind belas­ten­de medi­zi­ni­sche Anwendungen, die dau­er­haft meh­re­re lan­ge Klinikbesuche pro Woche erfor­dern. Gleichzeitig ist die kon­se­quen­te Einhaltung des Behandlungsplans ent­schei­dend für die Gesundheit der Patienten. Daher wer­den wirk­sa­me Ansätze benö­tigt, die nicht nur die Zahl ver­säum­ter Behandlungen redu­zie­ren, son­dern auch die mit der lang­fris­ti­gen Dialyse ver­bun­de­nen Belastungen und den Stress verringern.

Therapiebegleithund in einemDialysezentrumDiese Erkenntnis haben Forscher des University of Texas Health Science Center zum Anlass genom­men, die Einstellungen von Dialyse-Patienten gegen­über tier­ge­stütz­ten Interventionen mit Hunden in der Klinik zu unter­su­chen. Im Rahmen einer qua­li­ta­ti­ven Studie soll­te geklärt wer­den, wie gut ein sol­ches Angebot in die­ses bis­lang wenig erforsch­te Behandlungsumfeld passt und ob es die Therapietreue der Betroffenen för­dern könn­te. Die Studie wur­de im Fachblatt „Anthrozoös“ veröffentlicht.

Wunsch nach Kontakt zu Therapiebegleithunden
20 Patienten aus vier ambu­lan­ten Dialysezentren nah­men an aus­führ­li­chen, halb­struk­tu­rier­ten Einzelinterviews teil. Die Gespräche wur­den auf­ge­zeich­net, wört­lich tran­skri­biert und mit­hil­fe einer the­ma­ti­schen Analyse aus­ge­wer­tet. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 57 Jahren.

Aus den Interviews erga­ben sich vier zen­tra­le Themen:

  • Die Belastung und das Leid einer schein­bar end­lo­sen Behandlung.
  • Der Wunsch nach der Anwesenheit von Therapiebegleithunden in der Klinik.
  • Die Unterstützung durch Therapiebegleithunde beim inne­ren Konflikt, die Behandlung beizubehalten.
  • Praktische Fragen zur Integration von Therapiehunden in den Dialysealltag.

Die Aussagen der Teilnehmer ver­deut­li­chen, wel­chen Nutzen tier­ge­stütz­te Interventionen im Dialysezentrum haben kön­nen. Die Studie trägt nicht nur zu einem bes­se­ren Verständnis der Sichtweise von Dialyse-Patienten auf Hundebesuche bei, son­dern lie­fert auch wich­ti­ge Hinweise für die prak­ti­sche Umsetzung sol­cher Angebote. „Die Einbindung von Therapiehunden in die Versorgung von Dialysepatienten könn­te einen inno­va­ti­ven Ansatz dar­stel­len, um Behandlungsergebnisse zu ver­bes­sern“, schluss­fol­gern die Studienautoren.

Quelle: Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft

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