Der Trend geht zum kleineren Vierbeiner

Düsseldorf. Seit Jahrtausenden ist der Hund ein treu­er Begleiter des Menschen. So auch im Jahr 2025: Zehn Millionen Hunde leb­ten im ver­gan­ge­nen Jahr in 8,3 Millionen Haushalten in Deutschland. Dabei zei­gen die aktu­el­len Zahlen des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) und des ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche: Kleinere Hunde sind beson­ders beliebt.

Beliebte Hunderassen 2025Mit einem Anteil von 43 Prozent waren Mischlinge auch 2025 die mit Abstand häu­figs­ten Hunde in deut­schen Haushalten. Viele Halter schät­zen ihre Vielfalt, ihre indi­vi­du­el­len Charaktere und die gro­ße Varianz an Größen und Temperamenten. „Die Wahl des Hundes ori­en­tiert sich heu­te stär­ker am Alltag der Menschen“, sagt IVH-Geschäftsführerin Dr. Katrin Langner. „Faktoren wie die Wohnsituation und das eige­ne Aktivitätslevel spie­len eine immer grö­ße­re Rolle – Tierfreunde suchen bewusst nach Begleitern, die zu ihrem Lebensstil pas­sen und deren Bedürfnissen sie gerecht wer­den können.“

Labrador, Schäferhund und Chihuahua wei­ter beliebt 
Hinter den Mischlingen fol­gen meh­re­re bekann­te Rassen nahe­zu gleich­auf. Der Labrador Retriever, der Deutsche Schäferhund und der Chihuahua kom­men jeweils auf einen Anteil von rund fünf Prozent. Auch 2024 gehör­ten die­se Rassen schon zu den Favoriten. Der Anteil an Schäferhunden hat sogar noch etwas zugenommen.

Beliebte Hunderassen 2025 - Labrador, Schäferhund, Chihuahua„Der Labrador Retriever behaup­tet sei­ne Spitzenposition, da er als beson­ders fami­li­en­freund­li­cher und akti­ver Begleiter gilt“, sagt Dr. Langner. „Der Deutsche Schäferhund über­zeugt durch Vielseitigkeit und Lernfähigkeit.“ Gleichzeitig zei­ge die star­ke Platzierung des Chihuahuas, dass klei­ne­re Hunde immer bes­ser in moder­ne Lebensmodelle pas­sen. Mit je drei Prozent fol­gen Jack- oder auch Parson-Russell-Terrier, Golden Retriever und Dackel.

Kleinere Hunde prä­gen zuneh­mend das Straßenbild
Ein deut­li­cher Trend zeigt sich bei der Größe der Hunde. Rund ein Drittel aller Hunde in Deutschland fällt in die Gewichtskategorie zwi­schen fünf und zehn Kilogramm, etwa der Jack Russell Terrier. Diese Zahl bleibt seit eini­gen Jahren sta­bil. Der Anteil gro­ßer Hunde mit einem Gewicht von mehr als 26 Kilogramm, also etwa Labrador und Schäferhund, ist hin­ge­gen rück­läu­fig. Vor fünf Jahren gehör­te ein Viertel der Hunde in die­se Gewichtsklasse, jetzt sind es nur noch 19 Prozent.

Die kleins­ten Hunde unter fünf Kilogramm machen hin­ge­gen nur acht Prozent aller Hunde in Deutschland aus. Dazu zählt neben dem Chihuahua etwa der Yorkshire Terrier.

Charakter und Bedürfnisse wich­ti­ger als Trends
Die Wahl des eige­nen Hundes bleibt trotz aller Entwicklungen eine sehr per­sön­li­che Entscheidung, die nicht nach Beliebtheit oder Aussehen getrof­fen wer­den soll­te. „Jede Rasse bringt unter­schied­li­che Eigenheiten mit – etwa bei Bewegungsbedarf, Temperament oder Pflegeaufwand“, sagt Dr. Langner. Insbesondere Mischlinge kön­nen sehr unter­schied­li­che Ansprüche haben. Daher ist es wich­tig, beim Kauf auf seriö­se Quellen zu ach­ten, die Fragen zum Charakter und den indi­vi­du­el­len Bedürfnissen des Hundes beant­wor­ten können.

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