Suchen oder Spiele im Alltag machen viel mehr Spaß, wenn dein Hund dir das Gefundene auch bringt und abgibt. Wie das Abgabetraining aufgebaut werden kann und warum ein solcher Aufbau sinnvoll ist, zeige ich dir im heutigen Beitrag.
Die Abgabe strukturiert aufbauen
Richtiges Spielen: Dein Hund lernt, wie man richtig (mit dir zusammen) spielt. So merkt er, wie spannend du bist und dass das Spielen ohne dich langweilig ist. Auf diese Weise wirst du zum Auslöser des Spaßes und förderst seine Bringfreude.
- Abgeben und Tauschen: Du zeigst deinem Hund, dass ein Spielzeug nicht einfach verschwindet, sobald es bei dir landet. Es geht genauso spaßig weiter, nur eben mit einem neuen Spielzeug. So versteht dein Hund: „Aha!“ Abgeben und Tauschen ist nicht schlimm, das Spiel ist dann nicht vorbei!“
- Handtarget: Dein Hund lernt, dass es ein Ziel gibt, und zwar die Hand! Wenn er erst einmal gemerkt hat, dass etwas Tolles passiert, wenn er mit der Schnauze an deine Hand geht, dann überträgt er dieses Wissen auch auf die Abgabe. Hast du das Handsignal eingeführt, kannst du später immer darauf zurückgreifen, wenn es gerade schwierig wird, zum Beispiel in Prüfungen.
- Bringen: Erst jetzt beginnt ihr damit, aktiv das Bringen zu üben. Dein Hund nimmt Spielzeug auf und bringt es zu dir. Wichtig ist, dass er es wirklich bis zu dir bringt und nicht nur bis zu einem Punkt, der ungefähr in deiner Richtung liegt.
Lesetipp: Hier findest du Tipps und Grundregeln, die dich bei einem guten Start ins Abgabetraining unterstützen. - Abgabe: Hast du das alles geübt, kannst du dazu übergehen, die Abgabe zu trainieren. Jetzt geht es nur noch darum, deinem Hund zu zeigen, dass und wie du das Spielzeug oder den Dummy in die Hand haben möchtest. Wenn dein Hund mit dem gefundenen Spielzeug auf dem Weg zu dir ist, gehst du langsam rückwärts und zeigst dabei deine „Target-Hand“. Dein Hund kann dir das Spielzeug nicht vor die Füße werfen, da du dich bewegst. Die einzige Möglichkeit für ihn, das Spielzeug gegen ein anderes zu tauschen, besteht darin, dir das Spielzeug in die Hand zu geben. Und schon hast du deine erste Abgabe in die Hand trainiert!
- Halten: Das Halten solltest du erst ganz am Schluss trainieren, wenn du das Bringen bereits ausreichend geübt hast und auch die Abgabe sicher sitzt. So vermeidest du Schwierigkeiten, zum Beispiel, dass dein Hund dir absichtlich nichts bringt, damit er es nicht langweilig halten muss.
Warum die Reihenfolge entscheidend ist

Ebendarum ist es wichtig, dass dein Hund erst lernt, wie er ruhig sein und sich entspannen kann, bevor ihr das Halten trainiert. Ruhe ist nämlich nichts, was man erzwingen kann – sie muss vom Hund erlernt werden. Dafür musst du ihm zeigen, dass er das Herumliegen einfach genießen darf und gerade nichts tun muss.
Tipp: Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du die Ablage trainieren kannst, lies dir doch einmal meinen Beitrag „Alltagsübungen für Jederhund“ durch.
Doch du kannst auch, bevor dein Hund gelernt hat, herunterzufahren, bereits mit dem Abgabetraining beginnen: Das richtige Spielen, Tauschen sowie Bringen ermöglicht deinem Vierbeiner, wichtige Elemente der Abgabe zu üben, ohne sich zur Ruhe zwingen zu müssen und unter Druck zu üben.
Fazit: Mit Struktur zum Erfolg

Hier ist die passende Podcastfolge zum Thema: Abgabe in die Hand.
Tipp: Weitere Beiträge von Susanne Reinke
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