Eine Unverträglichkeit beim Hund erkennen und helfen
Hamburg. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie beim Hund oder bei der Katze kann so manchen Tierhalter vor eine große Herausforderung stellen. Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN erklärt, wie sich Unverträglichkeiten äußern können und was dann zu tun ist.
„Eine Nahrungsmittelallergie kann sich über einen längeren Zeitraum hinweg entwickeln und dann vermeintlich plötzlich auftreten. So verträgt ein Hund oder eine Katze das Futter häufig eine lange Zeit, ohne dass es zu Symptomen kommt. Das Immunsystem zeigt erst später eine verzögerte Überreaktion durch Juckreiz, Ausschläge und Hautentzündungen, aber auch durch wiederkehrende Entzündungen am äußeren Gehörgang oder an den Pfoten oder auch durch Fellverlust. Bei Hunden kann sich unverträgliches Futter zudem durch Magen-Darm-Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Blähungen zeigen. Katzen zeigen Symptome wie übermäßige Fellpflege, verstärktes Kratzen oder Lecken – häufig so intensiv, dass richtige Wunden auf der Haut entstehen. Da die meisten Symptome auch Begleiterscheinungen anderer Krankheiten sein können, sollten Sie im Zweifelsfall immer eine Tierarztpraxis aufsuchen“, sagt Dr. Sabrina Karl, Diplom-Biologin und Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN.
Allergie oder Unverträglichkeit?

Erkennen, was Ihr Tier nicht verträgt
Um dem Hund oder der Katze bei einer Unverträglichkeit helfen zu können, ist es wichtig, zunächst den Auslöser der Allergie zu ermitteln. „Eine bewährte Methode ist die Ausschluss-Diät. Dafür sollte man sein Tier über einen Zeitraum von mehreren Wochen nur auf Basis einer tierischen Proteinquelle – beispielsweise nur Pferd oder Lamm, ohne Getreide und Milchprodukte – ernähren. Eventuell kann man Futter wählen, das zudem Kohlenhydratzusätze wie Süßkartoffel oder Pastinake enthält. Füttern Sie den Hund oder die Katze für mindestens sechs bis acht Wochen strikt mit diesem Futter, um alle potenziellen Allergieauslöser zu eliminieren. Nach kurzer Zeit sollten die Symptome bereits abklingen. Nach Abschluss des Zeitraums kann man dann sukzessiv jeweils eine andere Proteinquelle dazunehmen, um so die allergieauslösenden Stoffe zu finden“, erklärt Dr. Sabrina Karl.
Fremdnaschen ist tabu
„Wichtig ist es, bei einer Ausschluss-Diät konsequent zu bleiben. Das heißt, auch Fremdnaschen von anderen Leckerlis ist währenddessen absolut tabu. Bitte machen Sie die Ausschlussdiät bestenfalls mit tierärztlicher Begleitung. Sobald der allergieauslösende Stoff in der Nahrung identifiziert ist, sollte das Heimtier dieses Futter in Zukunft nicht mehr erhalten“, sagt die Expertin.
Vor Beschwerden und Stress schützen
„Lassen Sie sich weiterführend in Ihrer Tierarztpraxis oder von Spezialisten für Tierernährung zu hypoallergenen Futtermitteln oder einer hausgemachten, individuell zusammengestellten Diät beraten. Außerdem können hier die Symptome einer möglichen Unverträglichkeit kurzfristig und schnell erkannt und gelindert werden. Die wichtigste Behandlung bei einer Allergie besteht jedoch darin, die Ursache der Nahrungsmittelallergie zu ermitteln und zu beheben, um dem Tier dauerhafte Beschwerden und Stress zu ersparen“, sagt die VIER PFOTEN-Heimtier-Expertin.




































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