Gesundheit beginnt im Napf und die Natur liefert die besten Zutaten von Marion Thömmes, Tierheilpraktikerin

Aber grundsätzlich ist klar: Gesundheit beginnt im Napf und die Natur liefert die besten Zutaten dafür. Ganz kostenlos. Man muss nur wieder lernen, hinzuschauen.
Warum Wildkräuter echte Gesundheitsbooster für unsere Hunde sind
Wildkräuter sind echte Nährstoffwunder: Sie stecken voller Vitamine, Mineralstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe, – also genau die Zutaten, die Körper und Immunsystem auf Trab bringen. Darunter finden sich Antioxidantien, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide und ätherische Öle – allesamt kleine Helfer mit großer Wirkung.
Sekundäre Pflanzenstoffe? Das sind die Stoffe, die die Pflanze eigentlich für sich selbst produziert – als Schutz vor Fressfeinden, Schädlingen oder Krankheiten. Für unsere Hunde sind sie jedoch genauso wertvoll: Sie können das Immunsystem stärken, die Verdauung ankurbeln, Entzündungen lindern und sogar die Blutbildung fördern.
Auch im Hinblick auf Vitamine und Mineralien haben Wildkräuter ordentlich was zu bieten – deutlich mehr als herkömmlicher Salat oder Spinat. Genau deshalb sind sie ideal, um den Napf unserer Fellfreunde auf natürliche Weise aufzuwerten.
In diesem Artikel wird eine kleine Auswahl heimischer Kräuter vorgestellt, die über große Teile des Jahres wachsen– und sich wunderbar frisch oder auch getrocknet für Hunde einsetzen lassen.
Löwenzahn – mehr als nur ein „Unkraut“

Was kann er?
Löwenzahn wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend, harntreibend und unterstützt Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse. Besonders spannend: Er kurbelt den Gallenfluss an, hilft bei der Fettverdauung und belastet den Körper dabei nicht mit Kaliumverlust, im Gegenteil, er liefert sogar ordentlich davon.
So geht’s:
Junge Blätter und Blüten lassen sich fein gehackt oder püriert ganz einfach unters Futter mischen, ideal im Frühjahr, wenn der Löwenzahn besonders nährstoffreich ist.
Spitzwegerich – der kleine Helfer bei Husten, Wunden + Co.
Der Spitzwegerich ist ein echtes Multitalent aus der Naturapotheke. In seinen Blättern stecken Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Mineralstoffe wie Zink und Kalium sowie antibakterielle Pflanzenstoffe wie Aucubin und Acteosid.
Was kann er?

So geht’s:
Frische Blätter klein schneiden oder mit Obst/Gemüse pürieren und unter das Futter mischen – aber bitte nicht erhitzen, sonst verliert er seine antibakterielle Wirkung.
Klettenlabkraut – zartes Kraut, bleibt kleben!

Die Blätter des Klebkrautes sind reich an Gerbstoffen, Cumarinen, Glykosiden, Flavonoiden, ätherischen Ölen und Kieselsäuren, die alle reich an positiven Wirkungen auf den Körper besitzen. Der hohe Vitamin C‑Gehalt der Pflanze ist natürlich sehr wertvoll für das Immunsystem.
Was kann es?
Das Klettenlabkraut hilft, das Blut und die Lymphe von schleimigen Rückständen zu befreien und den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen. Es wirkt sich positiv auf die Darmschleimhaut und dadurch auf das Immunsystem aus. Äußerlich hilft es bei trockener Haut und verschorften Wunden.
Das Klettenlabkraut unterstützt die Nierenfunktion und die ableitenden Harnwege und eignet sich optimal für eine Frühjahrskur. Es wirkt entgiftend, stoffwechselanregend, harntreibend, lymphreinigend, blutreinigend, lymphflussanregend, gegen Würmer.
So geht’s:
Die frischen jungen Blätter können im Mixer pürriert oder als Smoothie verfüttert werden. Aber auch einfach kleingeschnitten wird es von Hunden sehr gerne genommen. Gedünstet kann es unter das Gemüse gemischt werden.
Giersch Dich fit – Entgiftung ganz natürlich
Der Giersch steckt voller Vitalstoffe. Er ist gekennzeichnet durch ein sehr hoher Gehalt an Vitamin C und Provitamin A und zahlreiche Mineralstoffe. Er ist der beste Eiweißlieferant unter den heimischen Wildkräutern und damit eine hervorragende Ernährungspflanze.
100 Gramm der frischen Pflanze enthalten:
- 200 mg Vitamin C
- 16,6 mg Eisen
- 1,99 mg Kupfer
- 2,13 mg Mangan
- 1,68 mg Titan
- 3,98 mg Bor
Was kann er?

So geht’s:
Die frischen jungen Blätter sind sehr zart und können als Teil der Obst-/Gemüsemischung verwendet werden. Die älteren Blätter sind herber und auch etwas fester. Sie kann man wie Spinat kochen und dem Hundefutter beimengen.
Brennnessel – nicht anfassen, nur füttern
Die Brennnessel ist ein absoluter Alleskönner. Sie ist voller Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Pflanzensäuren. Sie sollte in keiner Ernährung fehlen. Im Winter können ihre Samen als Superfood eingesetzt werden.
Was kann sie?

So geht’s:
Die Jungen Blätter der Brennnessel können als Gemüse wie Spinat gedünstet werden und dem Hundefutter dazu gegeben oder im Mixer püriert und als Smoothie beigemengt werden. Die getrockneten Samen können im Winter unter das Futter gemischt werden.
Es sollten nur Wildkräuter gesammelt werden, die man auch wirklich erkennt und genau bestimmen kann. Damit sich der Körper nicht an die Wildkräuter gewöhnt, sollte man die Kräuter immer wieder wechseln. Eine Kur führt man nicht länger als sechs Wochen durch. Danach sollte eine Pause von ein bis zwei Wochen eingelegt werden.




































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