Kleine Pflanzenteile, großes Risiko
Eschborn. Zurzeit sind sie überall zu finden – auf Feldern, Wiesen, entlang von Waldwegen oder auch im Stadtpark. Kaum ein Spaziergang vergeht, ohne dass sie sich im Fell des Vierbeiners verfangen: Die Rede ist von Grannen. Die kleinen, borstigen Pflanzenteile wirken auf den ersten Blick harmlos, können für Hunde und Katzen jedoch schwere gesundheitliche Folgen haben. Die Tierschutzorganisation TASSO informiert daher über die Risiken und erklärt, wie Tierhalter ihre Tiere bestmöglich schützen können.

Grannen rechtzeitig entdecken
Wenn der Hund während oder nach dem Spaziergang oder die Katze nach ihrem Freigang plötzlich eines dieser Symptome zeigt, sollten Hundehalter aufmerksam werden und ihren Vierbeiner sofort nach Grannen abtasten:
- auffällig häufiges Niesen oder einseitiger Nasenausfluss,
- Augenkneifen oder auffälliger Augenausfluss,
- intensives Kratzen am Auge oder Ohr,
- ständiges Kopfschütteln,
- Pfoten schlecken,
- plötzliches Humpeln.
Entscheidend ist, Grannen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. Wenn die Granne nur leicht in der Haut oder im Fell des Hundes oder der Katze steckt, können Halter versuchen, sie selbst zu entfernen. „Ist die Granne jedoch bereits tiefer in den Körper eingedrungen, sollte umgehend eine Tierarztpraxis aufgesucht werden“, rät Dr. Witting.
Vorbeugung und Kontrolle
Um das Grannen-Risiko zu verringern, sollten Hunde möglichst nicht durch hohes Gras oder Getreidefelder laufen. Allerdings lösen sich Grannen häufig von den Pflanzen und werden durch Wind in der Umgebung verteilt. Deshalb ist überall Vorsicht geboten. Dr. Witting weist darauf hin, dass Hunde und Katzen während der Grannenzeit täglich auf Grannen kontrolliert werden sollten: „Vor allem die Pfoten, Achseln und der Leistenbereich sollten gründlich abgetastet werden. Bei langhaarigen Hunden kann es zudem sinnvoll sein, das Fell zwischen den Ballen etwas zu kürzen.“





































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