Bonn. Viele Tierhalter kennen diese Anzeichen: Der Hund wird gemütlicher, die Katze zieht sich öfter zurück. Besuche beim Tierarzt werden zur Routine. Wenn Haustiere älter werden, beginnt für viele Menschen ein neuer Abschnitt im Zusammenleben mit dem Tier – die passende Versorgung darf hierbei nicht fehlen.
Haustiere werden heutzutage älter – inklusive ihrer individuellen Bedürfnisse. Genau wie bei uns Menschen steigen mit zunehmendem Alter die gesundheitlichen Herausforderungen. Chronische Erkrankungen bleiben dabei oft lange unentdeckt und machen sich häufig erst spät oder durch subtile Symptome bemerkbar. Die Mobilität nimmt ab und auch der Appetit kann sich verändern. Umso wichtiger ist es, die geschätzten Familienmitglieder auch im Alter zu umsorgen und zu beobachten. Dank moderner Diagnostik und Medizin können Hunde und Katze trotz chronischer Krankheiten oder Alterserscheinungen ein gutes Leben führen. Voraussetzung hierfür ist eine regelmäßige tierärztliche Betreuung, idealerweise durch einen jährlichen Gesundheitscheck.
Wenn der Hund älter wird

Eine Unterfunktion kann sich beispielsweise durch vermehrte Schuppenbildung und die Neigung zu Hautinfektionen bemerkbar machen. Die erkrankte Schilddrüse bringt den Hormonhaushalt der Tiere durcheinander, was sich durch Gewichtszunahme oder ein hohes Schlafbedürfnis äußern kann. Auch hier ist der Tierarzt der richtige Ansprechpartner für eine fundierte Diagnose und Therapie.
Katzen: Leise Signale erkennen
Ab dem elften Lebensjahr nimmt laut Untersuchungen bei Katzen die Zahl der Krankheiten zu – allerdings wissen die Stubentiger dies gut zu verbergen. Veränderungen wie Appetitverlust, Rückzug oder verminderte Spiel- und Sprungfreude deuten auf Probleme hin. Besonders häufig tritt im Alter die chronische Niereninsuffizienz (CNI) auf, laut Schätzungen bei bis zu 20 Prozent aller Katzen, die älter als sieben Jahre sind. Das Tückische: Symptome treten erst auf, wenn bereits 65 bis 70 Prozent der sogenannten Nephrone (Filterzellen) zerstört sind, eine Behandlung ist dann nur noch eingeschränkt möglich. Umso wichtiger sind regelmäßige, jährliche Vorsorgeuntersuchungen.
Auch eine Schilddrüsenüberfunktion tritt bei Seniorenkatzen häufig auf und kann bei früher Diagnose gut behandelt werden. Zu ihren Symptomen gehören Heißhunger und ein struppiges Fell. Weniger offensichtlich, aber ebenso unangenehm, ist die Arthrose. Bewegt die Katze sich weniger oder meidet höher gelegene Lieblingsplätze, dann sollten Halter aktiv werden und vom Tierarzt abklären lassen, ob ihr Tier Schmerzen hat.
Gesundheitsvorsorge nutzen
Die beste Grundlage für eine gute Begleitung von Hund und Katze im Alter sind regelmäßige Routineuntersuchungen. Mit der steigenden Lebenserwartung ändert sich der Anspruch an die tiermedizinische Versorgung. Altersmedizin, neue Therapieansätze und an die geänderten Bedürfnisse angepasste Ernährungsprogramme sind nötig. Nicht umsonst sorgen neue Behandlungsoptionen, insbesondere für Hauterkrankungen, Herzleiden und bei Schmerzen, für Bewegung im deutschen Tierarzneimittelmarkt: Die Branche stellt sich auf die veränderten Bedürfnisse der Tierhalter ein.
Bundesverband für Tiergesundheit (BfT)





































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