Preis und Verarbeitung im Vergleich

Für Millionen Hunde in Deutschland lan­det täg­lich indus­tri­ell her­ge­stell­tes Trocken- oder Nassfutter im Napf. Doch eine neue wis­sen­schaft­li­che Studie zeigt: Wie stark ein Hundefutter ver­ar­bei­tet wird, kann einen grö­ße­ren Unterschied machen, als vie­le Halter ver­mu­ten. Forschende fan­den her­aus, dass stark erhitz­te und hoch­ver­ar­bei­te­te Produkte im Durchschnitt höhe­re Mengen bestimm­ter hit­ze­be­ding­ter Reaktionsstoffe ent­hal­ten als frisch gekoch­te Mahlzeiten. Überraschend: Der Preis eines Futters sagt laut Studie wenig dar­über aus, wie vie­le die­ser Stoffe ent­hal­ten sind – eini­ge teu­re Premiumprodukte schnit­ten sogar beson­ders schlecht ab. Welche Rolle Herstellungsprozesse für die Qualität von Hundefutter spie­len und wor­auf Hundehalter ach­ten soll­ten, erklärt Tierärztin Dr. Ciara Clarke, Co-Autorin der Studie.

Berlin. In Deutschland leben rund 10,5 Millionen Hunde, und etwa jeder fünf­te Haushalt hat einen Vierbeiner. Gleichzeitig ist Hundefutter ein Milliardenmarkt: Allein im sta­tio­nä­ren Handel wer­den jähr­lich rund 1,8 Milliarden Euro mit Hundefutter umge­setzt (1, 2). Der größ­te Teil davon ent­fällt auf indus­tri­ell her­ge­stell­tes Trocken- und Nassfutter. Diese Produkte wer­den stark erhitzt (häu­fig bei 120°C bis 180°C oder mehr), damit sie lan­ge halt­bar blei­ben und sicher gela­gert wer­den kön­nen. Doch genau die­se Verarbeitung kann che­mi­sche Veränderungen aus­lö­sen. Wenn Zucker und Eiweiße bei hohen Temperaturen reagie­ren, ent­ste­hen Maillard-Reaktionsprodukte – Stoffe, die auch beim Braten oder Backen von Lebensmitteln ent­ste­hen. Diese Verbindungen för­dern Entzündungsprozesse und oxi­da­tiv­en Stress im Körper. „Kleine Mengen die­ser Stoffe kön­nen vom Körper abge­baut wer­den. Doch wenn Hunde täg­lich die­sel­be hoch­ver­ar­bei­te­te Mahlzeit bekom­men, kann sich die Belastung im Laufe der Zeit sum­mie­ren“, mahnt Tierärztin Clarke.

Studie unter­sucht erst­mals bestimm­te Prozessstoffe im Hundefutter
Butternut Box - Tierärztin Dr. Ciara ClarkeFür die Untersuchung ana­ly­sier­ten Forschende der Hacettepe University ins­ge­samt 41 kom­mer­zi­el­le Hundefutterprodukte aus dem bri­ti­schen Markt. Verglichen wur­den fri­sche Mahlzeiten, Nassfutter, Trockenfutter sowie gefrier­ge­trock­ne­te und kalt gepress­te Varianten. Im Fokus stan­den meh­re­re che­mi­sche Verbindungen, die bei star­ker Hitze ent­ste­hen. Dazu gehö­ren Advanced Glycation End Products (AGEs) sowie bestimm­te reak­ti­ve Carbonylverbindungen. Die Studie ist die ers­te Untersuchung, die die­se Stoffe sys­te­ma­tisch in kom­mer­zi­el­lem Hundefutter ana­ly­siert. Die Ergebnisse sind auf­grund ver­gleich­ba­rer Produktionsstandards auch auf den deut­schen Markt über­trag­bar. „Je stär­ker ein Futter erhitzt oder indus­tri­ell ver­ar­bei­tet wird, des­to mehr Reaktionsprodukte ent­ste­hen“, so Clarke.

Überraschendes Ergebnis:
Preis sagt wenig über Qualität aus
Ein wei­te­res Ergebnis der Studie dürf­te vie­le Hundehalter über­ra­schen: Der Preis eines Futters sagt wenig dar­über aus, wie stark es ver­ar­bei­tet wur­de oder wie vie­le Reaktionsstoffe es ent­hält. Die Analyse zeig­te kei­nen kla­ren Zusammenhang zwi­schen Preiskategorie und den gemes­se­nen Werten. Einige der unter­such­ten hoch­prei­si­gen Premium-Produkte gehör­ten sogar zu den Futtern mit beson­ders hohen Mengen uner­wünsch­ter Reaktionsstoffe. „Viele Menschen gehen davon aus, dass teu­re­res Futter auto­ma­tisch bes­ser ist. Unsere Ergebnisse zei­gen jedoch, dass die Verarbeitung eine ent­schei­den­de Rolle spielt“, ord­net die Tierärztin von Butternut Box ein.

Nassfutter schnei­det beson­ders schlecht ab –
wird aber häu­fig gefüttert

Butternut Box - frisch gekochten MahlzeitenAuch zwi­schen den Futterarten selbst gab es deut­li­che Unterschiede. Klassisches Nassfutter (z. B. Dosenfutter sowie unge­kühlt halt­ba­re „vor­rats­fri­sche“ Produkte) ent­hielt im Schnitt den höchs­ten Anteil an schäd­li­chen AGEs sowie Glyoxal-Verbindungen. CEL – ein Stoff, der im Zusammenhang mit chro­ni­schen Entzündungen steht – lag in Nassfutter bei 128 mg/kg, mehr als vier­mal so hoch wie in frisch gekoch­tem Futter. Auch in allen ande­ren Messkategorien wie­sen frisch gekoch­te Mahlzeiten weni­ger schäd­li­che Chemikalien auf. Die Ergebnisse ver­deut­li­chen somit, wie stark sich unter­schied­li­che Herstellungsprozesse auf die Zusammensetzung eines Futters aus­wir­ken kön­nen. Repräsentative Befragungen zei­gen aller­dings, dass Hunde in Deutschland über­wie­gend noch mit her­kömm­li­chem Trocken- und Nassfutter gefüt­tert wer­den (3). Trotz die­ser Ergebnisse sieht Daniel Topolanek, Geschäftsführer des Hundenahrungsherstellers Butternut Box Deutschland, eine posi­ti­ve Entwicklung: „Wir mer­ken, dass immer mehr Leute sich in die Ernährung ihrer Hunde ein­le­sen. Sie set­zen ver­mehrt auf frisch gekoch­tes, wenig ver­ar­bei­te­tes Futter und geben gesund­heit­li­che Verbesserungen auch als posi­ti­ves Feedback an uns zurück.“

Hitze kann auch Nährstoffe verändern
Neben den Reaktionsstoffen unter­such­ten die Forschenden auch, wie sich inten­si­ve Verarbeitung auf wich­ti­ge Nährstoffe aus­wirkt. Besonders im Fokus stand die Aminosäure Lysin, ein wich­ti­ger Baustein für Muskeln, Wachstum und Stoffwechsel von Hunden. Wird ein Futter stark erhitzt, kann Lysin che­misch ver­än­dert wer­den. Dann steht die­ser Nährstoff dem Körper nicht mehr voll­stän­dig zur Verfügung. Die Analyse zeig­te, dass frisch gekoch­te Mahlzeiten im Durchschnitt mehr als dop­pelt so viel ver­füg­ba­res Lysin ent­hiel­ten wie Trocken- oder Nassfutter. „Wenn die­ser Nährstoff wäh­rend der Herstellung ver­än­dert wird, kann ein Teil der ursprüng­lich ent­hal­te­nen Nährstoffe vom Körper schlech­ter genutzt wer­den“, erklärt Clarke.

Hundehalter soll­ten genau­er hinschauen
Für vie­le Menschen ist der Hund längst Teil der Familie. Entsprechend wächst auch das Interesse dar­an, was täg­lich im Napf lan­det – und wie ein Futter her­ge­stellt wird. „Viele Hundehalter beschäf­ti­gen sich heu­te mit ähn­li­chen Fragen wie bei ihrer eige­nen Ernährung“, berich­tet Topolanek. Für ihn belegt die Studie die Dringlichkeit der Ernährungsfrage: „Dazu gehört nicht nur die Auswahl der Zutaten, son­dern auch die Frage, wie stark ein Futter ver­ar­bei­tet wurde.“

Frisch gekocht statt stark verarbeitet:
Der Ansatz von Butternut Box
Butternut Box - frisch gekochten MahlzeitenDer Großteil klas­si­scher Hundefutterprodukte wird indus­tri­ell her­ge­stellt und stark erhitzt, damit sie lan­ge halt­bar blei­ben. Butternut Box ver­folgt bewusst einen ande­ren Ansatz. Das Unternehmen kocht fri­sche Mahlzeiten aus natür­li­chen Zutaten scho­nend und lie­fert sie indi­vi­du­ell por­tio­niert direkt zu den Hundehaltern nach Hause. „Die Ergebnisse der Studie zei­gen, dass Verarbeitung tat­säch­lich eine Rolle spielt“, so Topolanek. Er schließt ab: „Dass unse­re frisch gekoch­ten Mahlzeiten und deren scho­nen­de Zubereitung bei 90°C die Belastung durch schäd­li­che AGEs mini­miert, ist nun begut­ach­tet und wis­sen­schaft­lich belegt. Wir kochen, damit Hunde nicht nur satt wer­den, son­dern gesund blei­ben. Darauf basiert unser gesam­tes Konzept.“
Studie: A Comparative Analysis of Maillard-Derived α‑Dicarbonyl Compounds and Advanced Glycation End Products in Fresh, Wet, Kibble, and Freeze-Dried Dog Foods, Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition (2026), online​li​bra​ry​.wiley​.com/​d​o​i​/​1​0​.​1​1​1​1​/​j​p​n​.​7​0​053.

Über Butternut Box
Butternut Box denkt Hundefutter neu. Seit der Gründung im Jahr 2016 in Großbritannien ver­fol­gen die bei­den Gründer Kev und Dave ein Ziel: Allen Hunden und ihren Menschen mehr Gesundheit und Freude zu brin­gen. Das füh­ren­de Unternehmen für frisch gekoch­tes Futter lie­fert die Mahlzeiten, ange­passt für Hunde jeden Alters und aller Rassen, im fle­xi­blen Abo-Modell direkt nach Hause. Alle Gerichte wer­den aus natür­li­chen Zutaten in Lebensmittelqualität her­ge­stellt – ganz ohne unnö­ti­ge Zusätze – und frisch aus dem Kühlschrank ser­viert. Nicht tro­cken, nicht nass, nicht roh, son­dern frisch gekocht! Weitere Infos auf www​.but​ter​nut​box​.de.

Quellen
1 Statista / ZZF / IVH: Umsatz mit Hunde- und Katzenfutter in Deutschland nach Futterart
2 Statista / ZZF / IVH: Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung in Deutschland
3 https://​www​.for​tu​n​ebusi​ness​in​sights​.com/​d​e​/​h​u​n​d​e​f​u​t​t​e​r​m​a​r​k​t​-​1​1​5​464

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