
Für Hunde ist der Kontakt mit Riesenbärenklau besonders tückisch, da sie beim Schnüffeln, Spielen oder Durchstreifen von Wiesen und Waldrändern leicht mit der Pflanze in Berührung kommen. Die häufigsten betroffenen Stellen sind Schnauze, Pfoten, Bauch und Augen – also jene Körperregionen, die beim Erkunden der Umgebung am meisten exponiert sind. Wenn der Hund mit dem Pflanzensaft in Kontakt kommt und anschließend UV-Licht ausgesetzt ist, kann es zu schmerzhaften Hautentzündungen, Rötungen, Blasenbildung und sogar zu offenen Wunden kommen. In schweren Fällen sind auch systemische Reaktionen wie Fieber, Unwohlsein oder Atemprobleme möglich, insbesondere wenn der Saft eingeatmet oder abgeschleckt wurde. Kommen die Augen mit dem Saft der Pflanze in Kontakt, kann es zu starken Reizungen und im schlimmsten Fall zum Sehverlust führen.
Prävention: Was vermeiden?

Der Wiesenbärenklau enthält ebenfalls Furocumarine, allerdings in deutlich geringerer Konzentration. Bei gesunden Hunden führt ein kurzer Kontakt in der Regel nicht zu schweren Symptomen.
Die Blütezeit der beiden Pflanzen ist im Sommer. Der Riesenbärenklau blüht von Juni bis August und der Wiesenbärenklau von Mai bis Oktober, deutlich länger blüht.
Erste Hilfe nach Berührung
Kommt es dennoch zu einem Kontakt, ist schnelles Handeln gefragt. Die betroffenen Hautstellen sollten sofort gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült werden – idealerweise ohne zu reiben, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Danach muss der Hund unbedingt aus der Sonne gebracht werden, da die phototoxische Wirkung durch UV-Strahlung verstärkt wird. Die betroffenen Stellen sollten abgedeckt oder zumindest vor Licht geschützt werden. Auch wenn die Symptome zunächst mild erscheinen, sollte zeitnah ein Tierarzt aufgesucht werden. Er kann entzündungshemmende Salben oder andere geeignete Mittel verabreichen und beurteilen, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.
Insgesamt gilt: Der Riesenbärenklau ist keineswegs harmlos. Aufgrund seiner phototoxischen Pflanzensäfte ist er eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefahr für Hunde. Mit Aufmerksamkeit, Vorsicht und schnellem Eingreifen lässt sich das Risiko jedoch deutlich minimieren. Wer die invasive Pflanze kennt und meidet, schützt seinen vierbeinigen Begleiter vor unnötigem Leid.





































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