TASSO rät, die Entscheidung sorgfältig zu prüfen
Eschborn. Lange Spaziergänge im Sonnenuntergang, Streicheleinheiten in einsamen Momenten und ein wenig mehr Schwung und Spaß im Alltag – der Wunsch nach einem tierischen Gefährten ist bei vielen Menschen groß. Dabei wird das Zusammenleben mit dem Vierbeiner jedoch oftmals idealisiert. Welche Verantwortung, Arbeit, Zeit und finanziellen Aufwendungen auf sie zukommen, ist Tierinteressierten häufig gar nicht bewusst. Die Tierschutzorganisation TASSO, die Europas größtes kostenloses Heimtierregister betreibt, rät daher, sich vorab genau zu informieren und die Entscheidung nicht zu überstürzen.

Luft und Liebe alleine reichen nicht aus
Zur verantwortungsvollen Tierhaltung gehört es, dem tierischen Begleiter ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. „Ein Tier aufzunehmen bedeutet, seine Bedürfnisse zu verstehen und ihm das zu geben, was es braucht, um sich wohl und sicher zu fühlen. Dazu gehört auch eine regelmäßige medizinische Versorgung“, erklärt Weber.
Vor der Anschaffung eines Vierbeiners sollten daher einige Punkte sorgfältig geprüft werden:
- Ist die Möglichkeit gegeben, ausreichend Zeit mit dem Tier zu verbringen, oder muss es oft und über Stunden hinweg alleine bleiben?
- Ist ausreichend Disziplin vorhanden, um mit dem Hund regelmäßig – auch bei Schnee und Regen – spazierenzugehen?
- Bin ich bereit, das Katzenklo täglich zu reinigen und mich aktiv mit der Katze zu beschäftigen?
- Kann ich meinen Kaninchen genügend Auslauf und Rückzugsorte anbieten?
- Was passiert mit dem Tier, wenn ich im Urlaub bin?
- Sind alle Familienmitglieder mit der Aufnahme einverstanden? Besteht eine Tierhaarallergie und ist die Haltung in der Wohnung überhaupt erlaubt?
- Und nicht zu vergessen: Sind genügend finanzielle Mittel vorhanden, um dem Tier alles zu geben, was es für ein glückliches und gesundes Leben benötigt?

Welches Tier passt zu mir?
Wenn kein Zweifel besteht und die Entscheidung für ein Heimtier gefallen ist, sollten Tierfreunde im nächsten Schritt auch prüfen, welches Tier überhaupt zu ihnen passt. „Grundsätzlich ist es bei der Wahl des Tieres wichtig, die Bedürfnisse von Mensch und Tier in Einklang zu bringen. Eine eher scheue Katze benötigt ein ruhiges Zuhause, während jüngere Katzen auch in einer Familie leben können, in der es etwas turbulenter zugeht. Und ein sportlich aktiver Mensch sollte eher einen Hund auswählen, der selbst gerne aktiv ist“, sagt Weber. Aus Tierschutzsicht begrüßt sie die Adoption eines Tierschutztieres, denn im Tierheim warten viele Hunde, Katzen und auch kleine Heimtiere vollkommen unverschuldet auf ein neues Zuhause.



































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Susanne Reinke - Online-Hundeschule Jagdfieber




