TASSO warnt vor unterschätzter Gefahr.
Schon wenige Minuten können tödlich sein!
Eschborn. Ein kurzer Einkauf im Supermarkt, schnell zur Apotheke oder mal eben zur Post: Was für uns Menschen nur ein kurzer Zwischenstopp ist, kann für Vierbeiner, die im Auto zurückgelassen wurden, schnell zur lebensbedrohlichen Hitzefalle werden. Da viele Tierhalter dieses Risiko nach wie vor unterschätzen, warnt die Tierschutzorganisation TASSO vor den Gefahren und gibt Tipps für den Notfall.

Einen Hund bei Hitze im Auto zurückzulassen, verstößt gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Hundeverordnung. Wer an warmen Tagen ein Tier in einem geparkten Auto entdeckt, sollte nicht wegsehen. Zeigt der Hund Stresssymptome, sollte zunächst versucht werden, den Halter ausfindig zu machen. Bleibt das erfolglos, sollten umgehend Polizei oder Feuerwehr informiert werden.
Erste Notfallversorgung
Bei einem Hitzschlag können Symptome wie extremes Hecheln, veränderte Schleimhäute, Herzrasen, Krampfanfälle, Erbrechen, Durchfall oder Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten. Jetzt zählt jede Minute! Dr. Laura Witting erklärt, welche Sofortmaßnahmen bei solch einem Notfall wichtig sind:
- Zunächst sollte der Hund umgehend an einen schattigen Ort gebracht werden und aktiv gekühlt, also mit kühlem Wasser übergossen werden – bis er vollständig durchnässt ist.
- Wasser anbieten, ohne den Hund jedoch zum Trinken zu zwingen.
- Für zusätzliche Luftzirkulation sorgen, zum Beispiel durch Luftzufächeln.
- Dem Tier etwas Zeit geben, damit sich Atmung und Kreislauf beruhigen können.
- Anschließend schnellstmöglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik aufsuchen.
Aktuelle Studien zeigen, dass beim Hitzschlag die sofortige aktive Kühlung des Hundes mit Wasser seine Überlebenschancen deutlich verbessert. Achtung: „Der Hund darf auf keinen Fall in ein nasses Handtuch gewickelt oder in einer Transportbox transportiert werden. Hier könnte es erneut zum Hitzestau kommen. Stattdessen sollte während der Fahrt für zusätzliche Kühlung gesorgt werden, etwa durch geöffnete Fenster“, betont Witting. Auch wenn sich der Hund nach einiger Zeit zu erholen scheint, ist eine tierärztliche Untersuchung unbedingt erforderlich – je nach Zustand benötigt der Hund Infusionen, Medikamente oder Sauerstoffversorgung.





































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