Informationen und Wissen schützen vor Unsicherheit und Reue
Eschborn. Wir Menschen sind für unsere Heimtiere verantwortlich, und zwar bis zum letzten Atemzug. Dieser wichtige Grundsatz prägt die verantwortungsvolle Tierhaltung, für die sich die Tierschutzorganisation TASSO, die Europas größtes kostenloses Heimtierregister betreibt, starkmacht. Damit gerade auch am Lebensende der schutzbefohlenen Vierbeiner wohlüberlegte und gut informierte Entscheidungen getroffen werden können, informiert TASSO über diese wichtige letzte Phase der Tierhaltung.
Das Ende eines Tierlebens gehört zur Tierhaltung dazu. Es ist das gute Recht der Hunde, Katzen und kleinen Heimtiere, dass ihre Halter das Beste für sie tun. Das bedeutet, auch im Alter oder bei Krankheit eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Wenn das Ende naht, ist es angesichts von Sorge und Trauer manchmal schwer, fundierte Entscheidungen zu treffen. Oft plagt Tierhalter im Nachhinein ein Gefühl von Reue, weil sie nicht sicher sind, ob ihr Handeln richtig war. TASSO motiviert Tierhalter daher dazu, dem Thema Tod und Trauer nicht aus dem Weg zu gehen, sondern schon frühzeitig auch an das Ende zu denken.

Das Tierschutzgesetz bietet eine wichtige Grundlage: Tiere dürfen nicht leiden gelassen werden, ihr Leben darf jedoch auch nicht aus persönlichen oder finanziellen Gründen beendet werden. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Euthanasie muss also abgewogen werden, ob ein Weiterleben noch Lebensqualität für das Tier bereithält oder ob es vorwiegend Leiden bedeutet.
Folgende Fragen können Tierhaltern bei der Entscheidung helfen:
- Zeigt das Tier noch Lebensfreude?
- Überwiegen noch die guten Tage?
- Frisst das Tier noch gern und trinkt es noch genug?
- Zeigt das Tier noch tierisches Normalverhalten, wie Schnüffeln, Putzen, Fressen, Ruhen?
- Wird das Tier trotz bestmöglicher Behandlung weiterhin Schmerzen haben?
Wichtig ist, dass Tierhalter frühzeitig darüber nachdenken, was sie sich für das Ende des Tierlebens wünschen. Werden sie bei einer möglichen Euthanasie an der Seite ihres Tieres bleiben? Wie könnten sich andere Familienmitglieder (auch tierische) verabschieden? Was soll nach dem Tod des Tieres mit seinen sterblichen Überresten geschehen? Jede Entscheidung, die außerhalb der akuten Situation getroffen wird, kann dabei helfen, sich im Ernstfall auf den bestmöglichen Abschied des geliebten Vierbeiners konzentrieren zu können.




































Susanne Reinke - Online-Hundeschule Jagdfieber




