PETA gibt Rat für die letzten Stunden und berät zu Bestattungsmöglichkeiten
Stuttgart. Wenn der tierische Mitbewohner stirbt, ist das für den Halter eine schwere Zeit. Meist waren die Tiere jahrelang treue Begleiter, engste Freunde und Familienmitglieder. Manchmal geht das Leben ganz plötzlich vorbei, manchmal steht vor dem Tod auch eine lange Krankheitsgeschichte. Zu der Trauer kommen dann meist Überlegungen, mit denen sich Tierhalter oft noch Zeit lassen wollten: Was soll mit den sterblichen Überresten des Tieres passieren? Welche Möglichkeiten gibt es, den Liebling würdevoll zu bestatten? Damit im Ernstfall keine überhasteten und unüberlegten Entscheidungen getroffen werden müssen, sollten Tierhalter diese Fragen frühzeitig klären und, wenn hilfreich, auch notieren. Auch die Kosten, die bei einer Bestattung des Tieres entstehen können, sind im Vorfeld zu beachten. PETA-Experte Björn Thun gibt Tipps, um den letzten Gang so würdevoll und organisiert wie möglich zu gestalten.
„Abschied von einem tierischen Familienmitglied zu nehmen, gehört sicherlich zu den traurigsten Momenten im Leben einer Mensch-Tier-Beziehung. Und doch ist in solchen Momenten Weitsicht gefragt. Denn unsere Hunde, Katzen und Kleintiere sind auf unsere Hilfe und unseren Beistand angewiesen“, so Björn Thun. „Dabei ist es zum einen wichtig, die Tiere in ihren letzten Stunden nicht allein zu lassen und zum anderen die Möglichkeiten der darauffolgenden Bestattung bereits zu kennen. So verschafft man sich in der schweren Zeit weniger Organisationsdruck und hat den nötigen Freiraum, um zu trauern.“
Folgende Möglichkeiten zur Bestattung von tierischen Begleitern gibt es:
Tier im eigenen Garten begraben

Einäscherung – Tier in der Urne mitnehmen
Viele Menschen haben jedoch keinen eigenen Garten und wollen den verstorbenen tierischen Freund trotzdem bei sich in der Nähe haben. In diesem Fall bietet sich eine Einäscherung an.
So kann auch bei einem Umzug die Asche des Tieres etwa in einer Urne ein Leben lang mitgenommen werden. Die Kosten für eine Einäscherung in einem Tierkrematorium sind sehr unterschiedlich und variieren je nach Größe und Gewicht des Tieres. Hier besteht auch die Wahl, ob das Tier allein oder zusammen mit anderen Tieren verbrannt wird. Es gibt zwei Möglichkeiten: Tierhalter können den Weg über einen Tierbestatter wählen. Der holt den verstorbenen tierischen Freund in der Tierarztpraxis oder bei den Tierhaltern zu Hause ab und bringt die Asche nach der Kremierung wieder zurück. Oder der Halter fährt selbst in ein Tierkrematorium und gibt den Körper des tierischen Freunds vor Ort ab. Tierhalter haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Urnen die passende zu wählen. Teilweise bieten Bestattungsinstitute auch an, andere Erinnerungsstücke anzufertigen, wie einen Fußabdruck des tierischen Freunds in einem Rahmen.
Tierfriedhof und Friedwälder

Bestattung auf einem Mensch-Tier-Friedhof
Auf einem Mensch-Tier-Friedhof haben Tierhalter die Möglichkeit, sich gemeinsam mit ihrem tierischen Mitbewohner beerdigen zu lassen, wenn auch ihre Zeit gekommen ist. Bundesweit gibt es nur wenige Mensch-Tier-Friedhöfe, jedoch ist die Tendenz steigend, da die Nachfrage danach wächst. Auch in diesem Fall entstehen Kosten für die Miete des Grabs und die Grabpflege.
Tierkörperbeseitigungsanlage
Tierärzte bieten meist auch an, sich um den Körper des verstorbenen Tieres zu kümmern. Wird das Tier nicht kremiert, kann es in eine Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht werden. Dort werden die Tiere aber überwiegend ebenfalls verbrannt.
Wenn tierische Begleiter als sogenannte Nutztiere gelten, müssen ihre Körper nach ihrem Tod laut Gesetz in die Tierverwertung gegeben werden. Die Abholung ist kostenpflichtig. Leider ist dieser Vorgang zudem extrem würdelos und kann für den Menschen eine traumatische Erfahrung sein. Denn die Körper von Schwein, Schaf oder Ziege werden wie Gegenstände behandelt und erfahren keinen respektvollen Umgang wie die von Hund, Katze oder Pferd. Tierverwertung bedeutet weiterhin, dass die vierbeinigen Lieblinge unter anderem zu tierischen Endprodukten, sprich Nahrung für andere Tiere, verarbeitet werden.
PETA wünscht allen Tierhaltern viel Kraft in Zeiten von Trauer und Abschied.




































Susanne Reinke - Online-Hundeschule Jagdfieber




