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Monatsarchiv: Januar 2019

Januar, 2019

  • 28 Januar

    Rücktritt vom Kaufvertrag – Hundewelpe stirbt nach dem Kauf

    Rottweil. Verstirbt ein Hundewelpe kurz nach Kauf, kann der Käufer die Rückzahlung des Kaufpreises nur dann verlangen, wenn dieser erfolglos zur Nacherfüllung durch Ersatzlieferung aufgefordert hat. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn zum Tier bereits eine emotionale Verbindung aufgebaut wurde. Der Sachverhalt Das Amtsgericht Freudenstadt hat die Klage auf Rückzahlung des Kaufpreises für den bei dem Beklagten erworbenen und noch im gleichen Monat verstorbenen Hunde-Welpen in Höhe von 750,- Euro sowie der Transportkosten in Höhe von 150,- Euro sowie Tierarztkosten in Höhe von 141,05 Euro zu Recht abgewiesen. Aus der Entscheidung Auch die Berufung vor dem Landgericht Rottweil (Urteil, Az. 1 S 23/16) wurde zurückgewiesen. Voraussetzungen für einen Rücktritt vom Kaufvertrag sind neben der Mangelhaftigkeit der Kaufsache und der Erheblichkeit des Mangels, dass dem Verkäufer durch den Käufer eine erfolglose Frist zur Nacherfüllung gesetzt worden ist gem. § 323 Abs. 1 BGB. Die Frage, ob eine Nacherfüllung durch Ersatzlieferung beim …

  • 28 Januar

    Personenbezogene Daten am Halsband eines Hundes

    Berlin. Ein Berliner Hundehalter wandte sich gegen die Verpflichtung aus § 12 Abs. 2 HundeG, wonach Halterinnen und Halter ihren Hund in der Öffentlichkeit mit ihrem Namen und ihrer Adresse am Halsband oder am Brustgeschirr kennzeichnen müssen. Dies verletze seine Privatsphäre, weil er personenbezogene Daten offenlegen müsse. Der Sachverhalt Des Weiteren sieht der Beschwerdeführer die Gefahr, Opfer von Straftaten zu werden, weil so seine Wohnanschrift ausgespäht werden könne. Er erhob Verfassungsbeschwerde vor dem Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin. Die Entscheidung Der Verfassungsgerichtshof ist dem nicht gefolgt. Die Verpflichtung zur Kennzeichnung berührt zwar das Grundrecht des Beschwerdeführers auf informationelle Selbstbestimmung aus Art. 33 Satz 1 der Verfassung von Berlin (VvB). Der Eingriff ist jedoch von sehr geringem Gewicht, da die Kennzeichnung auch verdeckt erfolgen kann. Verfassungsgerichtshof Berlin, Beschluss vom 16.1.2019 – VerfGH 15/1 Quelle: Rechtsindex – Das juristische Informationsportal

  • 18 Januar

    Hunde jagen invasive Käfer

    Zoe ist darauf trainiert verschiedene Arten von Schädlingen aufzuspüren und zu melden (Foto: Neozoen Detection Dogs)

    Bremen. Insekten aus Asien richten in europäischen Wäldern erhebliche Schäden an. Die Behörden setzen jetzt auf Spürhunde, um die asiatischen Käfer zu finden und auszurotten. Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist ein besonders aggressives Exemplar. Er hat lange, schwarz-weiß gestreifte Fühler und wird vier Zentimeter groß. Jedes Weibchen legt bis zu 70 Eier, deren Larven sich in Bäume bohren und sie mit immer breiter werdenden Gängen aushöhlen. In China hat der Asiatische Laubholzbockkäfer bereits Millionen von Bäumen vernichtet – und er ist nur einer von mehreren invasiven Käfern, die nach Europa eingeschleppt wurden und die heimische Flora gefährden. In Deutschland, Frankreich und Italien haben Hundeführer mit Spürhunden den Kampf gegen die Schädlinge aufgenommen. Carmelo Colletti aus dem schwäbischen Lörrach hat „Zoe“ und „Coffee“, eine Belgische Schäferhündin und einen Chesapeake Bay Retriever, darauf trainiert, zwei Arten invasiver Käfer zu erschnuppern. Die befallenen Bäume müssen im weiten Umkreis gefällt werden, um die Ausbreitung der …

  • 17 Januar

    Abgemagerte Boxermischlings-Hündin ausgesetzt – HTV ermittelt Halterin

    „Kira“ wog Mitte Dezember nur noch 18,3 Kilo, jetzt wiegt sie schon wieder 22 Kilo (Foto: Hamburger Tierschutzverein)

    Hamburg. Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) konnte die schwere Tierquälerei an der Boxermischlings-Hündin „Kira“ aufklären. Das etwa sechsjährige Tier war nachts in eisiger Kälte vor dem Tierheim ausgesetzt worden – es wog nur noch 18,3 Kilo statt der üblichen 25 Kilo. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung konnte nun die Halterin in Harburg ermitteln. Gegenüber dem HTV gab die junge Frau das Aussetzen der Hündin zu. Am Mittwoch, 12. Dezember 2018, wurde die Hündin um 3.30 Uhr vor dem Tierheim Süderstraße (Hamm-Süd) entdeckt. Sie war angeleint, stark abgemagert und unterkühlt – konnte kaum mehr laufen. Auf einem Zettel steht: „Sie heißt Kira. Bitte kümmert euch um sie!“ Zeugen hatten die Frau und weitere Personen bei der Tat beobachtet. „Kira“ ist so unterernährt, dass alle Rippen hervortreten. Aufgrund ihres schlechten Zustands wird die Hündin noch in der Nacht von einem Tierrettungsfahrer in eine Tierklinik gebracht. Bei „Kira“ wird eine unbehandelte Lebensmittelunverträglichkeit diagnostiziert, die …

  • 16 Januar

    Wahl zwischen dem Hund und einem sicheren Schlafplatz

    Sozialpartner Hund: Vielen Obdachlosen sind ihre Vierbeiner wichtiger als ein trockener Schlafplatz, wie Aniko Ligeti bei ihrer Untersuchung herausgefunden hat (Foto: pixabay - kirkandmimi)

    Interview aus dem Magazin „Mensch&Tier“ des Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft Bremen. Nicht jedes Obdachlosenasyl gestattet seinen Gästen, Tiere mitzubringen. Dabei pflegen gerade wohnungslose Menschen enge Beziehungen zu ihren Hunden. Wie eng – das hat Aniko Ligeti in ihrer Bachelorarbeit untersucht. Ligetis Arbeit „Die Beziehung von Hund und Mensch in schwieriger Wohnsituation“ ist an der Fakultät für Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg bei Prof. Dr. Georg Jungnitsch entstanden. Mensch & Tier: Frau Ligeti, worin sehen Sie die wichtigste Erkenntnis aus Ihrer Arbeit? Aniko Ligeti: Die Arbeit belegt, dass Mensch und Tier tiefe Bindungen eingehen können, gerade Mensch und Hund. Leider ist diese Erkenntnis aber noch nicht überall in der Gesellschaft angekommen, wie das Beispiel des Regensburger Obdachlosenasyls zeigt. Die Verantwortlichen machen sich nicht bewusst, was sie einem Menschen antun, wenn sie ihn vor die Wahl zwischen seinem Tier und einem sicheren Schlafplatz stellen. Alle Obdachlosen, mit …

  • 15 Januar

    Tiernamen 2018: Mieze und Bello sind nicht angesagt

    Die Top Ten der beliebtesten Hundenamen im Jahr 2018 (Grafik: © TASSO e.V.)

    TASSO-Statistik zeigt die beliebtesten Hunde- und Katzennamen für das Jahr 2018 Sulzbach/Ts. Wer von Katzen und Hunden spricht, wählt gerne Mieze und Bello als synonyme Begriffe. Jeder weiß, was damit gemeint ist. Doch heißen Katzen und Hunde eigentlich wirklich so? Ganz klar: Nein! Das zeigt ein Blick in die Namenstatistik der Tierschutzorganisation TASSO e.V. sehr deutlich. In den vergangenen zehn Jahren haben es diese beiden Namen nicht ein einziges Mal in die Top 10 der beliebtesten Tiernamen geschafft. Der Trend, der sich anhand der Neuanmeldungen in Europas größtem Haustierregister zeigt, geht in eine ganz andere Richtung: „Typische“ Katzen- und Hunde-Namen sind nicht angesagt, stattdessen setzen Tierhalter seit Jahren auf dieselben Namen für ihre vierbeinigen Freunde. Die Veränderungen in den Top 10 sind gering. Nur selten kommt ein neuer Name hinzu. So waren „Luna“ und „Balu“ auch im Jahr 2018 wieder besonders angesagt. Dabei ist es egal, ob Hunde- oder Katzenhalter …

  • 8 Januar

    Die populärsten Hunderassen 2018

    Auch im Jahr 2018 ist der Mischling der unangefochtene Lieblingshund der Deutschen (Grafik: © TASSO e.V.)

    Sulzbach/Ts. Die Vorlieben der deutschen Hundehalter sind beständig. Das belegt auch in diesem Jahr die Jahresstatistik von Europas größtem Haustierregister TASSO e.V. Ein Vergleich der Neuregistrierungen für das Jahr 2018 mit den Zahlen der Vorjahre zeigt, dass sich seit Jahren dieselben Hunderassen großer Beliebtheit erfreuen. Seine Nase ganz weit vorn hat dabei der Labrador Retriever mit 20.548 Neuanmeldungen im Jahr 2018. Im selben Zeitraum wurden bei TASSO 13.402 Deutsche Schäferhunde und 12.001 Chihuahuas neu registriert. Im Mittelfeld liegt die Französische Bulldogge mit 11.203 Neuanmeldungen. Mit deutlichem Abstand folgen Jack Russell Terrier (6.462) und Australian Shepherd (6.354). Hier ist auch die einzige Abweichung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen: Der Golden Retriever ist hinter dem Australian Shepherd zurückgefallen und wurde 6.311 Mal registriert. Im unteren Tabellenfeld ist wieder alles beim Alten: Platz 9 belegt der Yorkshire Terrier mit 4.928 Neuanmeldungen und den letzten Platz belegt der mit 4.051 Registrierungen immer noch …

  • 4 Januar

    100.000 vermisste Tiere in 2018

    Kennzeichnung und Registrierung lohnen sich Sulzbach/Ts. Es sind zwei kleine Schritte, die das Leben eines Haustieres entscheidend beeinflussen können: Die Kennzeichnung eines Tieres mit einem Transponder und die anschließende Registrierung. Dass diese beiden Maßnahmen unverzichtbar sind, unterstreichen auch die Zahlen der Jahresstatistik von TASSO e.V., der Tierschutzorganisation, die Europas größtes Haustierregister betreibt. Demnach sind mehr als 100.000 Vierbeiner zwischen Januar und Dezember 2018 bei TASSO als vermisst gemeldet worden. Sie haben sich verlaufen, wurden versehentlich eingesperrt, sind aus Schreck panisch weggerannt oder haben eine unverschlossene Tür genutzt, um dem vermeintlich verlockenden Ruf der Freiheit zu folgen. Etwa 87.700 vermisste Hunde und Katzen hat TASSO in demselben Zeitraum wieder mit ihren Haltern zusammengebracht. Nicht alle sind auch im Jahr 2018 entlaufen, einige waren schon seit dem Vorjahr abgängig, andere sogar bereits seit einigen Jahren. Gleich mehrfach ist es vorgekommen, dass Katzen nach mehr als acht Jahren wieder mit ihren Familien vereint …