Ach, Du dicker Hund

Zuletzt aktualisiert am 20. April 2019 von Stefan Richter

Klinische Spezial-Sprechstunde für übergewichtige Hunde und Katzen an der Ludwig-Maximilians-Universität München

München. Die Zahl der Übergewichtigen wächst nicht nur bei uns Menschen: Auch immer mehr Hunde und Katzen haben deutlich zu viel auf den Rippen – mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit und Lebensqualität der Tiere. Die Medizinische Kleintierklinik in München bietet daher in Kooperation mit dem Tiernahrungshersteller Royal Canin eine Spezialsprechstunde für Gewichtsmanagement an.

Dr. Petra Kölle untersucht zur Eröffnung der Spezial-Sprechstunde den ersten Patienten (Foto: © Medizinischen Kleintierklinik)Tierhalter wollen nur das Beste für ihren Vierbeiner und verwöhnen Hund und Katze gern mit Leckereien. Dass dies nicht immer zum Wohle des Tieres ist, bestätigt Tierärztin Dr. Petra Kölle, Ernährungsspezialistin an der Medizinischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München: „Viele Leckerlis sind wahre Kalorienbomben. Wenn die Energiezufuhr ständig den Bedarf übersteigt, wird Fett eingelagert. Viele Tierbesitzer wissen gar nicht, wie schädlich schon ein paar Pfunde zu viel sein können. Das Übergewicht gefährdet Herz- und Kreislauf, schwächt das Immunsystem, erhöht das Auftreten bestimmter Tumore und schadet dem Bewegungsapparat.“

Doch ohne professionelle Unterstützung ist es gar nicht so einfach, die überflüssigen Pfunde bei Hund oder Katze wieder loszuwerden. Dr. Kölle und ihr Team erstellen in der Sprechstunde auf der Basis fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse und persönlicher Vorlieben individuelle Speisepläne für jeden Patienten. Außerdem unterstützen ein passender Trainingsplan, die Einbeziehung des Haustierarztes und regelmäßige Kontrolltermine den erfolgreichen Weg zum Idealgewicht. Weitere Informationen unter www.med.vetmed.uni-muenchen.de.

Versuchen Sie auch

Markus Lindblad ©Haypp Group

Lungenkrebs und brennende Schleimhäute: Was Raucher ihren Haustieren antun

Berlin. Raucher entscheiden sich bewusst für den Konsum von Zigaretten, ihre Haustiere jedoch nicht. Eben diese unfreiwillige Aufnahme des Qualms hält eine Reihe von Risiken bereit.