Monatsarchiv: Mai 2019

Mai, 2019

  • 29 Mai

    Keine Hunde im Backofen!

    Tödliche Hitzefalle: Jedes Jahr sterben Hunde im Sommer im aufgeheizten Auto, weil Tierhalter die Gefahr unterschätzen (Foto: TASSO e.V.)

    Die Tierschutzorganisation TASSO warnt vor riskanter Nachlässigkeit Sulzbach/Ts. Im April ist ein Hund im Kreis Düren gestorben, weil sein Halter ihn im heißen Fahrzeug zurückgelassen hatte. Es war der erste Fall in diesem Jahr. Doch der Erfahrung nach wird es nicht der letzte sein. Daher setzt die Tierschutzorganisation TASSO e.V. auch in diesem Jahr mit ihrer Aktion „Hund im Backofen“ auf eine breite Aufklärung über diese noch immer unterschätzte Gefahr. Besonders grausam an diesem ersten öffentlich bekannt gewordenen Fall des Jahres ist (HN-Artikel): Hinter der Windschutzscheibe lag ein Zettel, auf dem stand: „An alle Neugierigen! Es sitzt ein Hund im Auto, ich weiß das und es geht ihm gut! Jetzt kümmern Sie sich um Ihre Sachen und mischen Sie sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen!“ Es ging dem Hund jedoch alles andere als gut. Die schließlich hinzu gerufenen Polizeibeamten konnten das Tier nur noch tot aus dem Fahrzeug …

  • 29 Mai

    Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm

    Die Gefahr, als Mensch an den Folgen eines Fuchsbandwurmbefalls zu erkranken, ist verschwindend gering

    PETA-Expertin klärt über mögliche Risikogruppen und Präventivmaßnahmen auf Stuttgart. Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm: Noch immer wird der Parasit als Argument benutzt, um die Jagd auf die Füchse zu rechtfertigen. Dabei ist der Fuchsbandwurm eine der seltensten parasitären Infektionskrankheiten. Aufgrund des direkten Kontakts mit Füchsen zählen insbesondere Jäger und bei der Jagd eingesetzte Hunde zur Risikogruppe. PETA-Expertin Nadja Michler klärt über Mythen zur Ansteckungsgefahr auf und gibt nützliche Tipps, wie Menschen mit der Thematik umgehen und Präventivmaßnahmen ergreifen können. „Furcht und Panik sind in keiner Weise angebracht. Der Fuchsbandwurm zählt laut der Universität Würzburg zu den seltensten Parasitosen Europas“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Im Jahr 2015 lag die Neuerkrankungsrate bei 0,00005 Prozent, was unter 82 Millionen Deutschen 45 Erkrankungen entspricht. Sogar das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden, ist höher.“ Fünf Tipps und nützliche Fakten zum Fuchsbandwurm Ruhe einkehren lassen: In erster Linie gilt es, dass …

  • 28 Mai

    Fuchsräude – eine Gefahr für Hund und Halter

    Fuchsräude wird durch Sarkoptes-Milben hervorgerufen. Für Füchse endet die Krankheit oft tödlich.

    Ingelheim. Im Sommer legen sich Zecken auf die Lauer. Doch es macht sich noch ein weiterer Parasit breit: die Sarkoptes-Milbe. Sarkoptes-Milben, Verursacher der sogenannten „Fuchsräude“, können Vier- und Zweibeinern gefährlich werden. Die Fuchsräude geht um! Aktuell beschäftigt die „Fuchsräude“ vielerorts die Lokalpresse.¹ Fuchsräude wird durch Sarkoptes-Milben (Grabmilben, Sarcoptes scabiei var. canis) hervorgerufen. Für Füchse endet die Krankheit oft tödlich. Da die Fuchsräude hoch ansteckend ist, raten Jäger in betroffenen Regionen Hundebesitzer zu besonderer Vorsicht. Denn: Für eine Infektion reicht der Kontakt mit einem Fuchsbau oder Hinterlassenschaften von Füchsen. Symptome der Fuchsräude Sarkoptes-Milben bohren zur Eiablage Gänge in die Haut. Betroffene Hunde leiden unter massivem Juckreiz, der so stark sein kann, dass sie sich Selbstverletzungen zufügen. Die Haut kann gerötet sein und Papeln, Pusteln oder Krusten aufweisen. Auf der geschädigten Haut siedeln sich Bakterien an, die die Symptome noch verschlimmern. Ansteckungsgefahr auch für den Hundehalter Vorsicht: Es kann auch zu einer …

  • 28 Mai

    Urlaub mit Hund am Mittelmeer

    Hunde, die ihre Halter bei Urlaubsreisen nach Süd- und Südosteuropa begleiten, sollten unbedingt vor Leishmaniose geschützt werden.

    Fünf Fakten zur Reisekrankheit Leishmaniose Leishmaniose-Infektionen sind in vielen Urlaubsregionen Süd- und Südosteuropas ein Gesundheitsrisiko für Hunde Leverkusen. Leishmaniose ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die für Hunde tödlich enden kann. Daher sollten Tiere, die mit in den Urlaub nach Süd- oder Südosteuropa reisen, unbedingt vor einer Übertragung des Erregers durch Sandmücken geschützt werden. Wir haben fünf wissenswerte Fakten zu dieser im Mittelmeerraum weit verbreiteten Erkrankung zusammengestellt: 1. Die Sandmücke als Überträger Hunde infizieren sich über den Stich der Sandmücke mit dem Erreger der Leishmaniose. Sandmücken tragen den Namen wegen ihrer gelbbraunen Färbung – nicht, weil sie sich im Sand aufhalten. Dort sind sie sogar eher selten zu finden. 2. Ferienwohnung statt Campingplatz Sandmücken sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Da sie sehr windanfällig sind, trifft man sie kaum oberhalb des ersten Stockwerks an. In Risikogebieten sind deshalb oberhalb gelegene Ferienwohnungen als Urlaubsdomizil für Hundehalter …

  • 28 Mai

    Bayerische Behörden beschlagnahmen tausende illegale Welpen

    Das skrupellose Geschäft mit Welpen boomt, vor allem im Online-Bereich (Foto: © Vier Pfoten)

    VIER PFOTEN fordert verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung für Hunde und Katzen Hamburg. Eine jüngste Anfrage vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den bayerischen Landtag ergab, dass in Bayern seit 2011 tausende illegale Tier- und Welpentransporte aufgegriffen wurden. Dabei stellten die Beamten unter anderem etwa 3.000 Hunde und 200 Katzen sicher, darunter fast 2.000 Welpen und 100 Katzenjunge. Allein in Passau wurden 4.380 illegale Tiertransporte gestoppt und mindestens 496 Hundewelpen konfisziert. Da die Herkunft der Tiere meist nicht nachvollziehbar ist und dubiose Händler anonym agieren können, fordert VIER PFOTEN eine europaweit einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen. „Die Zahlen aus Bayern zeigen deutlich, dass der illegale Tierhandel ein riesiges Problem ist. Regelmäßig werden Welpen unter katastrophalen Bedingungen in Osteuropa gezüchtet, viel zu früh von ihren Müttern getrennt und ohne medizinische Versorgung in engen Transportboxen nach Deutschland gebracht. Über Online-Portale verkaufen unseriöse Händler die oft schwer kranken Hundewelpen ohne überprüfte …

  • 24 Mai

    Ab ins Wasser – Tipps für ein hundefreundliches Badevergnügen

    Hundebesitzer sollten ihren Vierbeiner beim Baden immer im Auge behalten!

    Hamburg. Die meisten Hunde lieben es, sich bei warmen Temperaturen im kühlen Nass zu erfrischen. Doch der Badespaß ist nicht ganz ungefährlich. „Hunde sind nicht in der Lage, Gefahren einzuschätzen. Strömungen können einen Hund vom Ufer wegtreiben. Bei hoher Außentemperatur und sehr kaltem Wasser können Herz-Kreislauf-Probleme und Muskelkrämpfe auftreten. Hundebesitzer sollten ihren Vierbeiner beim Baden immer im Auge behalten“, erklärt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN, und gibt Tipps, worauf man achten muss. Hunde können ihre Körpertemperatur nicht wie wir Menschen über Schwitzen ausgleichen, sondern tun dies hauptsächlich über das Hecheln. Ein Ausflug zum Badesee kann daher eine angenehme Abkühlung für das Tier sein. Für die Sicherheit des Hundes ist es entscheidend, dass der Halter Kondition und Charakter des Hundes kennt. Grenzen setzen Hunde sind nicht in der Lage, Grenzen zu setzen und können sich bis zur Erschöpfung verausgaben. „Hundebesitzer sollten ihren Vierbeiner genau kennen und einschätzen können, wann eine …

  • 24 Mai

    Skrupellose Tierärztin wegen grausamen Welpenhandels verurteilt

    VIER PFOTEN fordert lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Hunde (Foto: © VIER PFOTEN, Uschi Lang)

    VIER PFOTEN fordert lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Hunde Landau/Hamburg. Rechtskräftiges Urteil: Die kriminelle Tierärztin Frau S. aus der Südpfalz wurde am 14. Mai vom Landgericht Landau wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie Betrug zu einer Haftstrafe von neun Monaten ohne Bewährung, vier Jahren Tierhalteverbot und drei Jahren Berufsverbot verurteilt. Bereits im Oktober 2018 war ein Urteil gegen die Beklagte verhängt worden, wogegen sie jedoch Berufung einlegte. VIER PFOTEN begrüßt die Entscheidung des Gerichts als wichtiges Signal für den Tierschutz. Die nun verurteilte Tierärztin hatte Hunde unter dramatischen Bedingungen in dunklen, ungeheizten Kellerräumen gezüchtet und gehalten. Die widrigen Missstände unter denen die Tiere gehalten wurden und die grobe Vernachlässigung stand im Fokus der heutigen Verhandlung. „Staatsanwältin Anne Herrmann hat sehr gute Arbeit geleistet. Frau S. wurde zu Recht verurteilt. Dass ausgerechnet eine Tierärztin so skrupellos mit Tierleben umgegangen ist, ist erschütternd. So etwas darf nicht passieren. Durch die Anonymität im Internet …

  • 23 Mai

    Bürohund – Burnout ade

    Ein Hund im Büro? Was früher unvorstellbar war, ist heute in vielen Unternehmen gang und gäbe (Foto: Wisdom Health – Mars Petcare)

    Welche Hunde passen ins Büro? München. Ein Hund im Büro? Was früher unvorstellbar war, ist heute in vielen Unternehmen gang und gäbe. Denn die Vierbeiner haben einen positiven Einfluss – nicht nur auf das Arbeitsklima, sondern auch auf die Gesundheit der Mitarbeiter. Wer jeden Morgen freudig begrüßt wird, hat schon gleich gute Laune. Internationale Studien zeigen: Hunde reduzieren Bluthochdruck und Stresslevel. Dass die Vierbeiner inzwischen auch am Arbeitsplatz einen höheren Stellenwert haben zeigt der Aktionstag „Kollege Hund“, der am 27. Juni zum zwölften Mal vom Tierschutzbund ausgerufen wird. Job und Hund sind durchaus vereinbar – für einige Unternehmen ist der Bürohund sogar ein Recruiting Instrument. Dies bestätigt eine Studie von Xing aus dem Jahr 2014: Mehr als ein Drittel der 1.004 Befragten gab an, dass die Erlaubnis einen Hund mit an den Arbeitsplatz zu nehmen, Unternehmen attraktiver macht. Taugt jeder Hund als Kollege? Dr. Angela Hughes, Forschungsleiterin für Tiergenetik bei …

  • 23 Mai

    Spiel- und Sportverletzungen beim Hund

    Hund beim Sport (Foto: Heel GmbH)

    Heilungsverlauf unterstützen, Folgeschäden vermeiden Baden-Baden. Dass sich Hunde, die Sportarten wie Agility oder Dog Frisbee betreiben, im Training oder auf Turnieren verletzen, kommt immer wieder vor. Aber auch im Alltag lassen sich kleinere Unfälle nicht vermeiden. Sei es beim Spielen oder beim Spaziergang: Manchmal reicht eine falsche Bewegung, ein falscher Tritt oder ein unglücklicher Zusammenstoß und schon ist es passiert – der Hund lahmt. Auch wenn die Verletzungen harmlos erscheinen, ist ein Besuch beim Tierarzt immer ratsam. Solche Vorfälle verursachen häufig ein akutes stumpfes Trauma der Gliedmaße(n) wie eine Prellung, Verstauchung oder Zerrung. Erkennbar wird die Verletzung zunächst durch eine plötzlich auftretende Lahmheit: Der Hund entlastet das betroffene Bein, häufig beleckt er es auch. In diesem Fall gilt es, jegliche Art von Aktivität sofort abzubrechen, die verletzte Gliedmaße ruhigzustellen sowie zu kühlen (z.B. mit einem nassen Handtuch). Der Tierarzt sollte insbesondere dann unverzüglich aufgesucht werden, wenn starke Schwellungen auftreten, das …