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Tier-/Naturschutz

Skrupellose Tierärztin wegen grausamen Welpenhandels verurteilt

VIER PFOTEN fordert lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Hunde (Foto: © VIER PFOTEN, Uschi Lang)

VIER PFOTEN fordert lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Hunde Landau/Hamburg. Rechtskräftiges Urteil: Die kriminelle Tierärztin Frau S. aus der Südpfalz wurde am 14. Mai vom Landgericht Landau wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie Betrug zu einer Haftstrafe von neun Monaten ohne Bewährung, vier Jahren Tierhalteverbot und drei Jahren Berufsverbot verurteilt. Bereits im Oktober 2018 war ein Urteil gegen die Beklagte verhängt worden, wogegen sie jedoch Berufung einlegte. VIER PFOTEN begrüßt die Entscheidung des Gerichts als wichtiges Signal für den Tierschutz. Die nun verurteilte Tierärztin hatte Hunde unter dramatischen Bedingungen in dunklen, ungeheizten Kellerräumen gezüchtet und gehalten. Die widrigen Missstände unter denen die Tiere gehalten wurden und die grobe Vernachlässigung stand im Fokus der heutigen Verhandlung. „Staatsanwältin Anne Herrmann hat sehr gute Arbeit geleistet. Frau S. wurde zu Recht verurteilt. Dass ausgerechnet eine Tierärztin so skrupellos mit Tierleben umgegangen ist, ist erschütternd. So etwas darf nicht passieren. Durch die Anonymität im Internet …

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Wunsiedel: Polizei beschlagnahmt 320 Tiere

Dubiose Welpenhändler - Augen auf beim Welpenkauf (Foto: © VIER PFOTEN, Uschi Lang)

VIER PFOTEN fordert Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Heimtiere Wunsiedel/Hamburg. In der Oberpfalz wurde ein belgischer Transporter von der Polizei gestoppt. Der Fahrer wollte von Ungarn über Deutschland nach Antwerpen fahren. Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten unter anderem 250 Zierfinken, Weißwedelhirsche und 23 Hundewelpen verschiedener Rassen. In Kisten verstaut, hatten die Tiere weder Futter noch Wasser. Alle Tiere wurden beschlagnahmt und in örtlichen Tierheimen untergebracht. Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass das unseriöse Geschäft mit Tieren ein internationales Problem ist und nicht in den EU-Mitgliedsstaaten einzeln gelöst werden kann. VIER PFOTEN fordert daher ein europaweit kompatibles System zur Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Heimtiere, um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Tiere und Halter zu gewährleisten. „Die jüngsten der beschlagnahmten Welpen sind erst vier Wochen alt und damit viel zu jung, um überhaupt von der Mutter getrennt zu werden. Sie sind nicht geimpft und müssen vorerst in Quarantäne bleiben. Wie so viele …

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Stuttgart: Hundebaby aus Transporter beschlagnahmt

Der Bullterrier-Welpe ist nun in Sicherheit (Foto: © PETA Deutschland e.V.)

PETA und TV-Team decken Fall von illegalem Welpenhandel mit internationaler Tragweite auf Tierschutzorganisation lobt gute Zusammenarbeit mit Behörden und fordert Bundesregierung auf, Internethandel mit Tieren zu verbieten Stuttgart. Erneuter Schlag gegen die Welpenmafia: Auf einer Internetseite wurden junge Hunde unterschiedlichster „Rassen“ aus einer Zucht in der Slowakei zum Kauf angeboten. Darunter waren auch Welpen sogenannter „gefährliche Hunde“, deren Einfuhr nach Deutschland laut Hundeverbringungs- und einfuhrbeschränkungsgesetz gesetzlich verboten ist. Gemeinsam mit der SAT.1-Fernsehsendung „Akte 2019“, der Polizei und den zuständigen Behörden bereitete PETA den Fall vor. Am späten Nachmittag des 15. Mai erfolgte der Zugriff im Stuttgarter Westen: Die beiden Welpenhändler wurden vorläufig festgenommen und der Welpe von den Behörden beschlagnahmt. Dieser ist nun sicher im Tierheim Botnang untergebracht und wird dort erst einmal versorgt. Die Männer aus der Slowakei müssen gegebenenfalls wegen tiergesundheitsrechtlicher Verstöße und der Einfuhr eines Welpen, der zu einer als gefährlich eingestuften „Rasse“ gehört, mit Strafanzeigen rechnen. …

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Prozess in Königstein: Urteil gegen Welpenhändler

Der Malteser-Welpe „Krümel“ wurde auf eBay-Kleinanzeigen inseriert. Dass der Welpe schon vor dem Kauf schwer krank war, war für die Käuferin nicht zu sehen.

VIER PFOTEN fordert eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde Königstein im Taunus/Hamburg. Am 3. Mai wurde im Amtsgericht Königstein das Urteil gegen den Welpenhändler Martin M. verkündet. Der Angeklagte hatte jahrelang viel zu junge, aus der Slowakei geschmuggelte Welpen online verkauft. Dazu benutzte er verschiedene Identitäten. Auch Ursula W. fiel auf den Händler herein und kaufte bei ihm einen vermeintlich gesunden Malteser-Welpen. Was sie nicht wusste, ihr Hund, den sie Krümel taufte, litt an Giardien (Darmparasiten, die auf den Menschen übertragbar sind), Würmern sowie an der lebensbedrohlichen Viruserkrankung Parvovirose. Für die Behandlung hatte Ursula W. bereits mehr als 1000 Euro gezahlt. Da der Händler nicht bereit war, sich der Sache anzunehmen, wandte sich die Hundebesitzerin in ihrer Not an die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN und erstattete Anzeige. Jetzt wurde der Welpenhändler verurteilt. Im Vorfeld gab es bereits drei aufwendige Gerichtsverhandlungen, in denen nachgewiesen werden musste, dass Martin M. …

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Verdacht auf illegale Tierversuche an Hunden in Erlangen

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg soll vermutlich über mehrere Jahre Tierversuche an Beagle-Hunden durchgeführt haben.

Ärzte gegen Tierversuche stellen Strafanzeige Köln. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hat Strafanzeige gegen Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Nach Recherchen des Vereins hat eine Arbeitsgruppe der Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik vermutlich über mehrere Jahre Tierversuche an Beagle-Hunden und eventuell auch Schweinen ohne ordnungsgemäße Genehmigung durchgeführt. Beagle-Hunden wurden bis zu zwölf Backenzähne aus dem Ober- und Unterkiefer gezogen, um Implanate einzubringen. Zum Teil wurden bewusst Entzündungen des Zahnfleisches und der Kieferknochen hervorgerufen, indem Bauwollfäden um die Implantate gelegt wurden, in denen sich Bakterien ansiedelten. Schweinen wurden neun Löcher mit einem Zentimeter Durchmesser in den Schädel gebohrt und mit künstlichen Materialien gefüllt. Für die Tiere waren die Experimente mit erheblichen Schmerzen und Leiden verbunden. Die Ergebnisse wurden in Fachjournalen veröffentlicht. Dabei fielen dem Ärzteverein Widersprüche bei elf Publikationen aus den Jahren 2011 bis 2017 auf. Mehrfach wurden identische Genehmigungsnummern für ganz …

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Gewalt an Tieren

Jeder, der Gewalt an Tieren wahrnimmt, ist aufgerufen, etwas dagegen zu unternehmen

VIER PFOTEN gibt Tipps, wie sich Gewalt erkennen und vermeiden lässt Hamburg. Sehr deutlich zeigt sich Gewalt an Tieren durch absichtliche Vergehen wie Treten und Schlagen. Vernachlässigung ist aber auch eine Form von Gewalt, denen Tiere ausgesetzt sein können. Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN, gibt Tipps, wie man Gewalt an Tieren erkennen und was man dagegen tun kann. Ob ein Tier Opfer von Gewalt ist, lässt sich teilweise schon an dem Benehmen der Tiere erkennen. Wenn Tiere extrem ängstlich wirken, zu Aggressionen neigen, Verwirrung und Benommenheit signalisieren oder ein abweisendes Verhalten gegenüber Menschen zeigen, sollten Sie genauer hinschauen. Denn das könnten Indizien dafür sein, dass die Tiere Opfer von Gewalt geworden sind. „Auch Vernachlässigung ist eine Form von Gewalt. Anzeichen für Vernachlässigung sind beispielsweise das Fehlen von frischem Wasser, kein ausreichendes Futter und schlechte Hygienebedingungen im Haushalt der Tierhalter“, erklärt Sarah Ross. Gewalt an Tieren fordert Einsatz „Jeder, der …

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Abgemagerte Boxermischlings-Hündin ausgesetzt – HTV ermittelt Halterin

„Kira“ wog Mitte Dezember nur noch 18,3 Kilo, jetzt wiegt sie schon wieder 22 Kilo (Foto: Hamburger Tierschutzverein)

Hamburg. Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) konnte die schwere Tierquälerei an der Boxermischlings-Hündin „Kira“ aufklären. Das etwa sechsjährige Tier war nachts in eisiger Kälte vor dem Tierheim ausgesetzt worden – es wog nur noch 18,3 Kilo statt der üblichen 25 Kilo. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung konnte nun die Halterin in Harburg ermitteln. Gegenüber dem HTV gab die junge Frau das Aussetzen der Hündin zu. Am Mittwoch, 12. Dezember 2018, wurde die Hündin um 3.30 Uhr vor dem Tierheim Süderstraße (Hamm-Süd) entdeckt. Sie war angeleint, stark abgemagert und unterkühlt – konnte kaum mehr laufen. Auf einem Zettel steht: „Sie heißt Kira. Bitte kümmert euch um sie!“ Zeugen hatten die Frau und weitere Personen bei der Tat beobachtet. „Kira“ ist so unterernährt, dass alle Rippen hervortreten. Aufgrund ihres schlechten Zustands wird die Hündin noch in der Nacht von einem Tierrettungsfahrer in eine Tierklinik gebracht. Bei „Kira“ wird eine unbehandelte Lebensmittelunverträglichkeit diagnostiziert, die …

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100.000 vermisste Tiere in 2018

Kennzeichnung und Registrierung lohnen sich Sulzbach/Ts. Es sind zwei kleine Schritte, die das Leben eines Haustieres entscheidend beeinflussen können: Die Kennzeichnung eines Tieres mit einem Transponder und die anschließende Registrierung. Dass diese beiden Maßnahmen unverzichtbar sind, unterstreichen auch die Zahlen der Jahresstatistik von TASSO e.V., der Tierschutzorganisation, die Europas größtes Haustierregister betreibt. Demnach sind mehr als 100.000 Vierbeiner zwischen Januar und Dezember 2018 bei TASSO als vermisst gemeldet worden. Sie haben sich verlaufen, wurden versehentlich eingesperrt, sind aus Schreck panisch weggerannt oder haben eine unverschlossene Tür genutzt, um dem vermeintlich verlockenden Ruf der Freiheit zu folgen. Etwa 87.700 vermisste Hunde und Katzen hat TASSO in demselben Zeitraum wieder mit ihren Haltern zusammengebracht. Nicht alle sind auch im Jahr 2018 entlaufen, einige waren schon seit dem Vorjahr abgängig, andere sogar bereits seit einigen Jahren. Gleich mehrfach ist es vorgekommen, dass Katzen nach mehr als acht Jahren wieder mit ihren Familien vereint …

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Hilfe für heimatlose Tiere in Rumänien

Jedes Jahr werden Zehntausende Hunde in rumänische Tierheime gebracht – die meisten sterben hier (Foto: © PETA Deutschland e.V.)

PETA und Eduxanima bringen neue Kastrations- und Bildungskampagne auf den Weg Rumänien/Stuttgart. Rumänien ist Schätzungen zufolge das Land mit der höchsten Anzahl heimatloser Hunde in ganz Europa. Nicht nur das Leben auf der Straße ist hart für die Tiere: In den überfüllten Tierheimen werden sie meist nicht ansatzweise ausreichend versorgt, sterben oftmals aufgrund von Unterernährung und Krankheit oder werden nach einer kurzen Frist getötet. Um der Überpopulation entgegenzuwirken, hat PETA nun gemeinsam mit dem rumänischen Tierschutzverein Eduxanima eine umfassende Kastrations- und Bildungskampagne ins Leben gerufen. Jedes Jahr sollen etwa 4.000 Tiere kostenlos kastriert und gekennzeichnet werden. Zudem soll der Tierrechtsunterricht an immer mehr rumänischen Schulen als fester Bestandteil des Lehrplans eingeführt werden. Hierdurch lernen Kinder, Mitgefühl und Empathie für alle Lebewesen zu entwickeln. So können sie zu Erwachsenen heranreifen, die im alltäglichen Leben tierfreundliche Entscheidungen treffen. „Das Leid der rumänischen Hunde auf den Straßen und in den Tierheimen ist für …

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