9. Oktober 2018

Herzgesundheit beim Hund – ist das Hundeherz inTAKT?

Jeder zehnte Hund erkrankt in seinem Leben an einem Herzproblem. Berlin. Herzerkrankungen gelten weltweit als Todesursache Nummer eins beim Menschen – allein in Deutschland sind 2015 über 350.000 Menschen an ihnen verstorben. Das Herz ist der Motor unseres Lebens und leistet Enormes. Daher ist es umso wichtiger, bereits bei bestehenden Risikofaktoren einen regelmäßigen Herzcheck als Vorsorge machen zu lassen. Kaum Beachtung finden jedoch Herzerkrankungen beim besten Freund des Menschen – dem Hund. Welcher Halter weiß schon, ob sein Hund Risikofaktoren aufweist oder erste Anzeichen zeigt? Hunde erleiden zwar keinen Herzinfarkt wie Menschen. Aber dafür können bei ihnen Herzklappenfehler oder ein vergrößertes und dadurch geschwächtes Herz auftreten. Jeder zehnte Hund erkrankt in seinem Leben an einem Herzproblem. Und bei älteren Hunden kleiner Rassen ist es sogar jeder Vierte. Zudem gelten manche Hunderassen gefährdeter als andere.

Vorsorge muss früh beginnen
Fakt ist: die meisten Herzerkrankungen beginnen schleichend. Anfangs wirken betroffene Hunde augenscheinlich gesund. Zwar sind schon Veränderungen am Herzen nachweisbar, aber sie wirken sich noch nicht auf die Leistungsfähigkeit des Hundes aus. Daher merkt der Besitzer auch nicht, dass das Herz früher oder später Probleme bereiten kann. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, frühzeitig mit seinem Hund zu einem Herzcheck beim Tierarzt zu gehen. Denn abwarten, bis erste Anzeichen einer Herzerkrankung auftreten, sollte man nicht. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass von betroffenen Hunden „die Lebenszeit mit guter Lebensqualität“ deutlich verlängert werden kann. Dafür ist es aber wichtig, dass man auch beim Hund einen regelmäßigen Herzcheck durchführt – auch und gerade, wenn er noch völlig gesund erscheint.

Verräterische Geräusche beim Tierarzt
Bei Hunden kleiner Rassen treten besonders häufig Herzklappenfehler auf. Meistens handelt es sich um eine Herzklappe, die nicht mehr richtig schließt. Sie ist undicht. Diese Undichtigkeit kann der Tierarzt mit einem Stethoskop hören und danach weitere Untersuchungen einleiten, sodass die Herzerkrankung frühzeitig, bevor die ersten Symptome auftreten, diagnostiziert wird. Tückischer sind Herzerkrankungen bei großen Hunden. Bestimmte Hunde großer Rassen können schon in jungen Jahren ein vergrößertes und dadurch geschwächtes Herz entwickeln. Dieses kann der Tierarzt in der Regel nicht hören. Deswegen muss er das Herz durch Bildgebung wie Röntgen oder Herzultraschall darstellen und vermessen. Bei großen Hunden ist es also wichtig, die entsprechenden Risikorassen oder Anzeichen zu kennen, damit die betroffenen Hunde regelmäßig von einem Tierarzt kardiologisch untersucht werden können.

Darauf sollten Sie achten
Ein geschwächtes Herz schafft die normale Arbeit nach einiger Zeit nicht mehr so gut. Das zeigt sich, indem betroffene Hunde schneller ermatten und ermüden. Ausgedehnte Spaziergänge sind nicht mehr möglich. Sie wollen auch nicht mehr mit anderen Hunden spielen oder einem Ball hinterherjagen. Zudem hecheln sie vermehrt, können Husten und keinen Appetit mehr haben. Auch plötzliche Ohnmachtsanfälle treten auf. Jedoch treten diese Symptome auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf. Daher ist es notwendig, dass die Ursache durch einen Tierarzt abgeklärt wird.

Frühzeitig behandeln
Besser ist es, bevor es zu diesen Symptomen kommt, mit dem Hund zu einem regelmäßigen Herzcheck zu gehen. Je nach Ursache kann durch die Gabe von Medikamenten das Herz gekräftigt werden. Durch die frühzeitige Behandlung verlängert sich beim betroffenen Hund so nicht nur die Phase mit guter Lebensqualität, sondern auch die allgemeine Überlebenszeit des Hundes. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt beim jährlichen Impftermin über einen Herzcheck.

Rassen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko

Vergrößertes Herz: Große Hunde ab einem Alter von drei Jahren wie:
• Wolfshunde
• Doggen
• Dobermänner
• Boxer
• Bernhardiner
• Bobtail
• Mittelschnauzer
• Neufundländer
• Rottweiler
• Cocker Spaniel
• Golden Retriever etc.

Klappenfehler: vor allem kleine Hunderassen in etwas höherem Alter wie:
• Cavalier Kings Charles Spaniels
• Dackel
• Zwergschnauzer
• Pudel
• Yorkshire Terrier
• West Highland White Terrier
• kleine Mischlinge und andere

Weitere Informationen unter: www.herzimpulse.com

Veröffentlicht in: Gesundheit