Milben können auf oder in der Haut
von Hund und Katze großen Schaden anrichten.
Bonn. Oft sind es die ganz kleinen Lebewesen, die den großen Tieren massives Unbehagen bereiten. Zu diesen Quälgeistern zählen auch die Milben. Grasmilben oder auch Ohrmilben gehören noch zu den vergleichsweise harmlosen Vertretern dieser Spinnentiere. Äußerst unangenehm kann jedoch die Milbe Demodex canis beim Hund werden. Die durch ihren Befall verursachte Demodikose zählt zu den zehn häufigsten Hauterkrankungen beim Hund.

Ältere Hunde sind eher selten betroffen, das Krankheitsbild kann dann aber schwerwiegender sein als bei jungen Hunden. Wenn sich nur vereinzelt Milben in der Haut finden lassen, können diese dem gesunden Hund nur wenig anhaben, denn die Demodikose ist eine Faktorenkrankheit. Kommt ein weiterer Faktor, wie ein geschwächtes Immunsystem, hinzu, können sich die Milben plötzlich vermehren. An den Stellen, an denen die Demodex-Milben die Haut schwächen, ist die Gefahr groß, dass bakterielle Infektionen mit tief eindringenden Hautentzündungen und Geschwürbildung entstehen, die sogar chronisch verlaufen können. Die Haut verfärbt sich an den betroffenen Stellen, deshalb wird diese chronische Form Hauterkrankung auch als „rote Räude“ bezeichnet.
Demodex-Milben sind auf Hund und Katze als Wirte angewiesen, eine Demodikose birgt also keine Zoonosegefahr. Das heißt, sie ist nicht auf den Menschen übertragbar.
Eine medikamentöse Behandlung der Demodikose ist möglich, aber sehr langwierig und nur nach eingehender Diagnose durch den Tierarzt.
Weitere Hintergrundnformationen hier
Bundesverband für Tiergesundheit (BfT)



































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