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Monatsarchiv: Oktober 2014

Oktober, 2014

  • 29 Oktober

    Darmparasiten – Welpen richtig schützen

    Leverkusen (akz-o). Manche Hunde- und Katzenwelpen müssen bereits in ihren ersten Lebenswochen so einiges durchmachen. Jedes vierte Jungtier ist mit Kokzidien, einzelligen Darmparasiten, infiziert. Das ergab eine Untersuchung von 21.000 Hunden und 8.000 Katzen. Die Studie, die zwischen 2003 und 2010 in Deutschland durchgeführt wurde, kam darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass jeder achte Welpe unter einem Befall mit Spulwürmern litt. Oft konnten die Forscher Mischinfektionen mit beiden Parasiten feststellen. Welpen sind mehrfach gefährdet Im Gegensatz zu ausgewachsenen Tieren ist das Immunsystem von Welpen noch nicht voll ausgereift. Das ist ein Grund, weshalb Jungtiere nicht nur öfter unter Darmparasiten zu leiden haben, sondern warum Infektionen bei ihnen meist einen schwerwiegenderen Verlauf nehmen können. Generell unterliegen Welpen einem höheren Risiko für einen Wurmbefall. Denn Spulwurmlarven können bereits im Mutterleib auf die Jungen übergehen. Nach der Geburt besteht die Gefahr einer Übertragung von Larven über die Muttermilch. Wie lässt sich ein Befall …

  • 25 Oktober

    Tierische Nulldiät – Hunde bei Mahlzeiten ignorieren

    Tierische Nulldiät – Hunde bei Mahlzeiten ignorieren

    Düsseldorf. Gejaule beim Abendessen, bettelnder Blick beim Picknick im Grünen oder die Hundepfote auf dem Schoss beim nachmittäglichen Stück Kuchen – Welpen und auch erwachsene Hunde können sehr überzeugend sein, wenn sie etwas vom Essen ihrer Halter abbekommen möchten. Meist hat der Mensch selbst den Grundstock dafür gelegt, denn ein Welpe käme von allein gar nicht darauf zu betteln. „Vier Mahlzeiten am Tag sollte ein Welpe erhalten und ist dann auch nicht mehr hungrig“, sagt Claudia Blank, Hundetrainerin und Tierverhaltenstherapeutin aus Gütersloh. „Wird ihm grundsätzlich nichts vom Essen seiner Halter abgegeben, beginnt er im Normalfall auch nicht zu betteln.“ Fällt allerdings regelmäßig etwas vom Tisch, so merkt sich das der kleine Hund schnell: „Insbesondere wenn kleine Kinder anwesend sind, kann schon mal ein Krümelchen auf die Erde fallen – veranlasst durch solch eine positive Erfahrung, lernt der Welpe, dass es sich lohnt, unter dem Tisch auszuharren und auf Nachschub zu …

  • 24 Oktober

    Ein Hund aus zweiter Hand

    Düsseldorf. Mitleid ist der denkbar schlechteste Grund einen Hund aus dem Tierheim zu holen. Second-Hand-Hunde haben oft eine unschöne oder traumatische Vergangenheit, sind schlecht sozialisiert, reagieren aggressiv oder sind in einer anderen Form auffällig. Bevor man sich einen Mitbewohner aus dem Tierheim zulegt, sollte man sich unbedingt fragen, ob man bereit ist, sein Leben für einen Vierbeiner zumindest in Teilen umzukrempeln. Revierbewusstsein In den ersten Tagen und Wochen ist der neue vierbeinige Mitbewohner durch den Umzug noch stark verunsichert. Seinen wahren Charakter zeigt er womöglich erst später. ARAG Experten raten, dem Tier durch klare Regeln und konsequente Ansagen zu zeigen, wo sein Platz in seinem neuen Rudel ist. Er muss wissen, wo das eigene Körbchen und der Fressnapf stehen und sollte möglichst schnell alle Personen kennenlernen, die mit ihm unter einem Dach oder in näherer Umgebung leben werden. Da zugezogene Hunde in der Regel noch kein Revierbewusstsein zeigen, akzeptieren sie …

  • 18 Oktober

    Hund und Katze – Keine Angst vor dem Tierarzt

    Hund und Katze – Keine Angst vor dem Tierarzt

    VIER PFOTEN: Frühes Üben lohnt sich für Vierbeiner und Halter Hamburg. Schon der Anblick der Transportbox oder der Tierarztpraxis kann bei Vierbeinern tierische Angst und Fluchtreaktionen auslösen. VIER PFOTEN zeigt, wie Sie Hund und Katze mit einfachen Übungen vor dieser Angst schützen können. „Angstverhalten beim Tierarzt kann am Wirkungsvollsten vorgebeugt werden, wenn bereits Welpen und Jungtiere behutsam auf den Praxisbesuch vorbereitet werden“, erklärt Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN. „Spielen Sie Tierarzt“, lautet ihr Tipp. Sie ergänzt: „Heben Sie ihren Vierbeiner öfters auf einen Tisch, ‚untersuchen‘ Sie in regelmäßigen Abständen die Ohren, öffnen Sie den Fang des Tieres zur Zahnkontrolle und schauen Sie ihm öfter mal in die Augen.“ Durch das sanfte Abtasten des Körpers beim gesunden Tier lassen sich spätere Abweichungen leichter feststellen. „Während des ersten Tierarztbesuches sollte nach Möglichkeit keine schmerzhafte Behandlung oder Impfung durchgeführt werden“, gibt Birgitt Thiesmann zu bedenken. „Eine gründliche Untersuchung reicht für den Anfang.“ …

  • 17 Oktober

    Sport mit Hund – VIER PFOTEN-Tipps für gemeinsame Aktivitäten

    Hundesport Agility. Foto: Vier-Pfoten

    Hamburg. Der Hund ist als bester Freund des Menschen immer gern und überall dabei. Sportliche Aktivitäten sind, neben täglichen Spaziergängen, eine gesunde Art, gemeinsam Spaß zu haben. Damit der Sport mit Hund kein Misserfolg wird, rät VIER PFOTEN dazu, bei der Wahl der Sportart auf den Charakter des Hundes einzugehen: Ist er eher ängstlich und zurückhaltend oder mutig und abenteuerlustig? Schwimmt er gern und ausdauernd oder ist er wasserscheu? Extremsportarten wie Tauchen, Basejumping und Fallschirmspringen sind zwar im Trend, für den Hund jedoch alles andere als ein Vergnügen. Hunde werden dafür fest am Körper des Menschen angeschnallt oder in improvisierte Tauchanzüge gesteckt. Den Sprung aus großer Höhe oder ins tiefe Wasser müssen die Tiere wehrlos hinter sich bringen. „Der Stress, dem die Hunde dabei ausgesetzt werden, ist enorm. Das sollte man keinem Tier antun“, sagt Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN. „Kein Hund begibt sich freiwillig in eine lebensbedrohliche Situation …

  • 16 Oktober

    Bundesverwaltungsgericht: Kampfhundesteuer von 2.000 Euro pro Jahr „erdrosselnd“

    Leipzig. Eine kom­mu­na­le Kampf­hun­de­steu­er in Höhe von 2.000,- Euro pro Jahr ist un­zu­läs­sig, da sie einem Kampf­hun­de­ver­bot in der Ge­mein­de gleich­kommt. Das hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig heute ent­schie­den. Die Ge­mein­de Bad Kohl­grub er­hebt für einen „nor­ma­len“ Hund eine Hun­de­steu­er von jähr­lich 75,- Euro. Für einen so ge­nann­ten Kampf­hund – hier ging es um einen durch Ver­ord­nung des Frei­staa­tes Bay­ern ge­lis­te­ten Rott­wei­ler – er­hebt die Ge­mein­de da­ge­gen eine Jah­res­steu­er von 2.000,- Euro. Gegen die in die­ser Höhe fest­ge­setz­te Hun­de­steu­er er­ho­ben die Hal­ter des Hun­des Klage. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Mün­chen wies die Klage ab. Der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof hielt die Re­ge­lung über die Kampf­hun­de­steu­er da­ge­gen für un­gül­tig und gab der Klage der Hun­de­hal­ter statt. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ist die­ser Ein­schät­zung jetzt ge­folgt. Die Ge­mein­den dür­fen nach Art. 105 Abs. 2 a GG ört­li­che Auf­wand­steu­ern er­he­ben. Hier­zu ge­hört tra­di­tio­nell die Hun­de­steu­er. Auch eine er­höh­te Hun­de­steu­er für so­ge­nann­te Kampf­hun­de ist zu­läs­sig, und zwar auch dann, wenn …

  • 16 Oktober

    „Der Hund darf nicht mit“ – Dürfen Taxi-Fahrer die Mitnahme von Tieren verweigern?

    Sulzbach/Hamburg. Zusammen mit ihren Hunden, einem Jack-Russel-Terrier und einem Beagle, wollten zwei Männer im Juni 2013 in ein Hamburger Taxi steigen. Als der erste Mann mit seinem Hund auf der Beifahrerseite eingestiegen war und das Ziel genannt hatte, verweigerte der Taxifahrer jedoch die Beförderung der Männer zusammen mit den Hunden. Gründe nannte er den beiden Männern nicht. Das dahinterstehende Taxi nahm die vier dann problemlos mit. Aufgrund einer Beschwerde erließ die zuständige Behörde gegen den Taxifahrer einen Bußgeldbescheid. Da er damit nicht einverstanden war, kam die Sache vor das Amtsgericht Hamburg. Vor Gericht versuchte der Taxifahrer sich nachträglich zu rechtfertigen. Angeblich habe er geglaubt, dass im hinteren Fußraum kein Platz für den zweiten Hund gewesen sei. Das Gericht war jedoch der Ansicht, dass dies „nachträglich zusammenphantasierte Schutzbehauptungen“ seien. Das Gericht war vielmehr davon überzeugt, dass der Taxifahrer schlicht und ergreifend unwillig war, die vier mitzunehmen. Ob es jedoch daran lag, …

  • 10 Oktober

    Unbekömmliche Giftköder

    Düsseldorf. Wenn Hundehalter selbst bei einem Restaurantbesuch nicht auf ihren vierbeinigen Liebling verzichten wollen, haben sie dafür Sorge zu tragen, dass das Tier nichts isst, was ihm nicht bekommt. Die ARAG Experten verweisen auf einen Fall, in dem eine Hundehalterin die Giftköder für Mäuse unter ihrem Tisch nicht bemerkte – ihr Fiffi aber schon. Und der vermeintliche Leckerbissen landete unverzüglich in dessen Bauch, was ihm erwartungsgemäß nicht bekam. Glücklicherweise rettete ein Tierarzt sein Leben. Doch die erboste Frau wollte Gerechtigkeit: Der Restaurantbesitzer sollte nicht nur die Tierarztrechnung begleichen, sondern auch noch ein Schmerzensgeld in Höhe von 500 Euro zahlen – was dieser verweigerte. Ihre Klage wurde vor Gericht abgewiesen, da sie mit einem Giftköder in einem Restaurant hätte rechnen müssen (AG München, Az.: 163 C 17144/05). ARAG SE

  • 10 Oktober

    Kastration von Listenhunden

    Düsseldorf. Wie in den meisten Bundesländern gelten auch in Rheinland-Pfalz die Rassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier als besonders gefährlich für Menschen. Für ihre Haltung gelten daher zumeist strengere Regeln, wie z.B. die Leinenpflicht, der Maulkorbzwang und auch das Zuchtverbot. Wie ernst insbesondere letzteres genommen wird, zeigt ein Urteil, auf das die ARAG Experten hinweisen. In einem konkreten Fall wurde die Zwangskastration für einen American Pitbull-Terrier angeordnet, um dessen Fortpflanzung sicher verhindern zu können. Der Hund durfte unangeleint auf dem Grundstück seines Halters herumlaufen. So war nicht auszuschließen, dass er in einem unbeaufsichtigten Moment flüchten und eine Hündin decken könnte. Der Besitzer wollte die Anordnung jedoch nicht akzeptieren. Er sah darin einen Eingriff in sein Eigentumsrecht als Hundehalter und erkannte einen vermeintlichen Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung. Sein Argument: Die Rassen Deutscher Schäferhund und Deutsche Dogge seien auch gefährlich und müssten nicht kastriert werden. Doch die zuletzt …