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Monatsarchiv: September 2018

September, 2018

  • 20 September

    Dann gibts was in die Ohren

    Der Blick ins Ohr durch den Tierarzt hilft Probleme abzuklären (Foto: BfT/Adobe/Ivonne Wierink)

    Im Spätsommer und Herbst scheinen Ohrenentzündungen bei Hunden besonders häufig aufzutreten. Bonn. „Benji“ kann gerade gar nicht genug bekommen vom Kraulen hinter den Schlappohren, „Blacky“ dagegen will sich am Kopf überhaupt nicht mehr streicheln lassen. Was ist da los? Auffällige Verhaltensänderungen beim Hund haben meist einen tieferen Grund, oft steckt ein gesundheitliches Problem dahinter. In diesem Fall lohnt es sich, einen genauen Blick auf und in die Ohren zu werfen. Leichte Schwellungen und Rötungen, ein unangenehmer Geruch oder Ausfluss könnten Hinweise für eine Ohrentzündung sein. Und was bei „Benji“ nur juckt, tut „Blacky“ wahrscheinlich schon weh. Die sogenannte Otitis externa ist eine häufige Erkrankung bei Hunden (und auch bei Katzen), die auf jeden Fall frühzeitig und fachmännisch behandelt werden muss. Es scheint auch so zu sein, dass Ohrentzündungen besonders häufig in den späten Sommer- und frühen Herbstmonaten auftreten. Hunde haben im Gegensatz zu Menschen einen sehr langen, L-förmigen Gehörgang. Ohrenschmalz …

  • 20 September

    Ohrenerkrankung beim Hund früh erkennen

    Es ist wichtig, eine Ohrenentzündung beim Hund frühzeitig zu erkennen.

    Bonn. Eine Otitis externa, allgemein als Ohrenentzündung oder umgangssprachlich auch als Ohrenzwang bekannt, ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs einschließlich des Ohrkanals. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen in der Kleintierpraxis. Etwa jeder siebte Hund und jede dreißigste Katze wird dem Tierarzt wegen Otitis externa vorgestellt. Die Otitis externa ist eine komplexe Erkrankung, die durch Allergien, Verletzungen, Ektoparasiten oder andere entzündungsauslösende Faktoren entsteht. Diese Faktoren können zu einer Überwucherung des Ohrkanals mit Bakterien und Pilzen führen. Rassespezifische Besonderheiten wie ein enger Gehörgang können eine Entzündung begünstigen. Die Bedeutung der anatomischen Form (Hänge- oder Schlappohr) wird dagegen kontrovers diskutiert, während starkes Haarwachstum eine untergeordnete Rolle in der Entstehung einer Otitis zu spielen scheint. Beide fördern jedoch eine bereits bestehende Otitis. Daher sind manche Rassen wie beispielsweise Cocker Spaniel, Labrador oder Englische Bulldogge häufiger betroffen. Grundsätzlich können aber alle Hunde eine Otitis externa entwickeln. Häufiges Tauchen im Wasser (beispielsweise bei Retrievern) begünstigt …

  • 20 September

    Sturz vom Pferd durch vorbeilaufenden Hund

    Frankfurt. Im vorliegenden Fall nahm der Kläger an einem gemeinsamen Ausritt teil. Der Hund der Beklagten lief von hinten kommend seitlich an der Reitergruppe vorbei. Vor Schreck warf das Pferd den Kläger ab, der nun Schadensersatz verlangt. Zu Unrecht, so das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in seinem Beschluss. Der Sachverhalt Der Kläger nahm mit der Beklagten und weiteren Vereinsmitgliedern an einem Ausritt in der Umgebung teil. Der freilaufende Hund der Beklagten begleitete die Gruppe. Eine gute Stunde nach Beginn des Ausritts rief der ebenfalls mitreitende Ehemann der Beklagten den Hund zu sich. Der Hund lief daraufhin von hinten kommend seitlich an der Reitergruppe vorbei. Als er sich neben dem klägerischen Pferd befand, erschreckte sich dieses, rannte daraufhin in einen seitlich zum Weg verlaufenden Weidezaun, scheute erneut und warf den Kläger ab. Der Kläger begehrt nunmehr von der Beklagten Ersatz der durch die Verletzungen erlittenen Schäden. Das Landgericht hat die Klage …

  • 20 September

    Schmerzensgeld nach Hundebiss im Hotelzimmer

    Frankfurt. Das Amtsgericht Frankfurt am Main (Urteil, Az. 32 C 2982/16) hat entschieden, dass ein Hundebesitzer auch dann auf Schmerzensgeld haftet, wenn der Verletzte sich eigenständig in ein Hotelzimmer begibt, in dem sich der Hund aufhält. Der Sachverhalt Im konkreten Fall biss der Hund des Beklagten, ein Irish-Bullterrier den Kläger in einem Hotelzimmer eines Frankfurter Hotels in die Hand. Der Kläger sollte bei dieser Begegnung an den Umgang mit dem Hund gewöhnt werden, den der Beklagte hielt, mit dem Ziel, dass der Kläger in Zukunft gemeinsam in der Wohnung mit dem Beklagten und dem Hund wohnen kann. Die Entscheidung Die Haftung des Beklagten dem Grunde nach ergibt sich aus § 833 S. 1 BGB. Für den Hundebiss in der verletzten Hand hielt das Gericht ein Schmerzensgeld von 2.500 Euro für angemessen. Dabei erachtete es eine Mitverschuldensquote des Klägers von 25 Prozent für gerechtfertigt (§ 253 Abs. 2 BGB). Denn dieser …

  • 20 September

    Hundemisshandlung durch Zurücklassen im überhitzten Auto

    München. Einem Hund werden erhebliche Leiden zugefügt, wenn er in einem Zeitraum von 30 Minuten in einem in der prallen Sonne bei Außentemperaturen von 25 Grad abgestellten Pkw ohne Wasser zurückgelassen wird und eine Austrocknung des Tieres die Folge ist. Der Sachverhalt Obwohl das Fahrzeug der prallen Sonne ausgesetzt war, parkte die Betroffene und ließ ihren Hund bei Außentemperaturen von 25 Grad Celsius zurück. Lediglich die hintere Scheibe der Beifahrerseite war einen Spalt, maximal fünf Zentimeter geöffnet. Alle anderen Fenster waren verschlossen. Wasser stand dem Hund nicht zur Verfügung. Er hatte bereits blutunterlaufene Augen, Schaum vor dem Mund und hyperventilierte. Da das Fahrzeug nicht versperrt war, wurde der Hund durch die verständigte Polizei aus dem Fahrzeug geholt. Die Entscheidung Dem Hund wurden ohne vernünftigen Grund erhebliche Leiden zugefügt, so das Amtsgericht München in seinem Urteil. Die Betroffene hat sich nach §§ 2 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 18 Abs. …

  • 20 September

    Bürohund: Der unerwünschte Hund der Kollegin

    München. Der Antragsteller hatte beantragt im Eilverfahren vorläufig seiner Kollegin unbefristet zu untersagen ihren Rauhhaardackel in die gemeinsamen Büroräume mitzubringen und ihr für jeden Fall der Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro anzudrohen. Antrag abgelehnt! Der Sachverhalt Der Antragsteller trug vor, dass seit September 2017 der neu angeschaffte etwa sechs Monate alte Rauhhaardackel täglich mitgebracht werde, ohne dass die Kollegin hierfür auch nur um Erlaubnis gefragt habe. Der Hund halte sich zwar überwiegend im Büroraum der Kollegin auf, folge dieser aber in Gemeinschaftsräume wie den Empfang, das Kopierzimmer oder die Küche beziehungsweise werde von dieser dorthin getragen. Bei der Vornahme von Dienstgeschäften liege der Hund im Dienstzimmer hinter der Kollegin auf dem Stuhl, auf dem später auch wieder der Antragsteller Platz nehmen müsse. Außenwirkung der Firma werde beeinträchtigt Der Antragsteller möge, wie auch einige der Büromitarbeiter, aufgrund eigener schlechter Vorerfahrungen keine Hunde, insbesondere nicht deren Geruch. Es sei …

  • 20 September

    Tierhalterhaftung: Hundebiss mit Folgen

    Oldenburg. Ein Hundehalter ist unter Umständen gut beraten, eine Tierhaftpflichtversicherung abzuschließen. Denn er haftet grundsätzlich für Schäden, die das Tier jemandem zufügt, aus dem Gesichtspunkt der sogenannten Tierhalterhaftung. Der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg hatte über einen solchen Fall zu entscheiden. Der Sachverhalt Die Klägerin war bei einem Bekannten zur Feier seines 75. Geburtstages eingeladen. Dort lief ein Hund, den der Bekannte drei Wochen vorher aus einem Tierheim in Rumänien mitgebracht hatte, frei herum. Der Hund biss der Klägerin ins Gesicht, als sie sich zu ihm herunterbeugte. Sie erlitt schmerzhafte Biss,- Riss- und Quetschwunden, musste notärztlich behandelt werden und wurde mehrfach operiert. Später verklagte sie ihren Bekannten auf Schadensersatz. Dieser lehnte jede Verantwortung ab. Die Frau hätte auf eigene Gefahr gehandelt und den Hund begrüßt. Dabei sei sie ausdrücklich darum gebeten worden, dem Hund kein Leckerli zu geben und ihn nicht anzufassen. Zumindest treffe sie ein erhebliches Mitverschulden. Die Entscheidung …

  • 13 September

    Alte und kranke Tiere aus dem Tierheim adoptieren

    Alt, krank oder mit einer Narbe auf der Seele: Adoptionsinteressierte Tierfreunde sollten beim nächsten Tierheimbesuch auf die „besonderen“ Tiere achten – alle haben eine Chance auf ein schönes Zuhause verdient.

    Nobody is perfect: VIER PFOTEN gibt Tipps für eine starke Beziehung Hamburg. Ein fehlendes Bein, Taubheit, eine Narbe auf der Seele oder die „falsche“ Fellfarbe; diese Besonderheiten bei Tieren machen es den Tierheimen bei der Vermittlung nicht leicht. „Doch gerade diese Tiere haben eine zweite Chance verdient“, sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. Egal ob ein Bein fehlt, die Augen nicht mehr gut funktionieren oder eine chronische Erkrankung diagnostiziert wurde – Tiere mit besonderen Bedürfnissen der medizinischen Art gibt es viele. „Dadurch wird die Chance auf Vermittlung leider kleiner, denn nicht jeder Mensch ist bereit, sich um ein Tier mit Behinderung zu kümmern. Umgekehrt spielen auch Wohnverhältnisse eine Rolle. Ein großer Hund mit nur drei Beinen sollte nicht in einer Wohnung im 5. Stock wohnen“, erklärt Sarah Ross. Doch es gibt genug Gründe, gerade einem alten oder kranken Tier ein neues Zuhause zu geben. Echte Partner „Eine Katze, mit …

  • 6 September

    Von wegen wie Hund und Katz

    Eine richtige Freundschaft zwischen Hunden und Katzen ist durchaus möglich

    Haustier-Expertin Christina Nielsen erklärt, wie sich die Tiere vertragen und wie man sie aneinander gewöhnt Holzwickede. Hunde und Katzen vertragen sich nicht? Diese Meinung hält sich hartnäckig. Doch mit den richtigen Tricks kann das Zusammenleben der Vierbeiner harmonisch verlaufen. Mein-Haustier.de erklärt, wie man die Tiere sanft aneinander gewöhnt. Eine richtige Freundschaft zwischen Hunden und Katzen entsteht meist nur, wenn sich die Tiere schon als Welpen und Kitten kennenlernen, denn dann zeigen sie noch keine Dominanz und gehen entspannter miteinander um. Schwieriger ist es, die Tiere später aneinander zu gewöhnen. Doch auch das kann funktionieren – und so klappt es! Wer war zuerst da, Hund oder Katze? Tipps für die Vorbereitung Lebt bereits eine Katze im Haushalt und ein Hund soll dazukommen, wird dieser von der Katze als Eindringling in ihrem Territorium wahrgenommen. Hunde stehen Neuankömmlingen generell aufgeschlossener gegenüber. „Wichtig ist, dass beide Tiere einen Rückzugsort haben, an dem sie ungestört …